MyMz
Anzeige

Gesellschaft

Lions setzen Zeichen für Frauen in Not

Der Club Therese von Bayern unterstützt das Autonome Frauenhaus Regensburg. Gewalt in der Partnerschaft ist keine Seltenheit.
von Elisabeth Angenvoort

Von links: Roman Fritsch, Petra Fritzsche (Präsidentin LC Regensburg), Markus Fritsch, Festredner Dr. Peter Styra und Ulrike Weimer (Blindeninstitut Regensburg). Foto: Elisabeth Angenvoort
Von links: Roman Fritsch, Petra Fritzsche (Präsidentin LC Regensburg), Markus Fritsch, Festredner Dr. Peter Styra und Ulrike Weimer (Blindeninstitut Regensburg). Foto: Elisabeth Angenvoort

Regensburg.Ein „ganz großes Kompliment zu dieser wunderbaren Veranstaltung“ überbrachte MdL Sylvia Stierstorfer der Präsidentin des Lions Clubs Regensburg „Therese von Bayern“, Petra Fritzsche. Damit sprach sie stellvertretend für alle Anwesenden. Es sei wichtig zusammenzukommen, um eine gute Sache zu bewegen, sagte Stadträtin Dagmar Schmidl. Den Organisatoren mit Astrid Kohlwes als Hauptverantwortliche war es wieder einmal gelungen, beim alljährlichen Neujahrsempfang Unterhaltsames mit Wissenswertem sowie kulinarischen Genuss mit zwischenmenschlichen Begegnungen und großem sozialen Engagement zu verbinden.

Als Festredner hatte man in diesem Jahr den Leiter der Fürst Thurn und Taxis-Hofbibliothek, Dr. Peter Styra, gewonnen. Seine fundierten und gleichermaßen kurzweiligen Ausführungen über „Das Reisen mit einer Thurn und Taxis-Postkutsche im 18. Jahrhundert“ entführten die Gäste in die Vergangenheit, als das Reisen nicht immer ein vergnügliches Abenteuer war. Mit entspannter Professionalität und jazzigen Arrangements wie „Lions for Lyon‘s“ von Gerry Mulligan sorgten Roman und Markus Fritsch (Bariton Saxophon/Kontrabass) für den musikalischen Rahmen.

Erlös kommt Blindeninstitut zugute

Rund 100 Gäste konnte Fritzsche am Samstagvormittag in den Räumen des Blindeninstituts Regensburg begrüßen, darunter Mitglieder der Nachbarclubs und eine Delegation des LC Pilsen Bohemia sowie Vertreter zahlreicher sozialer Verbände. Insbesondere begrüßte sie Inge Heindl vom Autonomen Frauenhaus Regensburg. Der Erlös des diesjährigen Neujahrsempfangs kommt dieser Einrichtung zugute, deren Fortbestand angesichts der 2018 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlichten Kriminalstatistik zur Partnerschaftsgewalt dringend notwendig sei, betonte Fritzsche.

Geplante Aktionen

  • „Krapfenaktion“:

    Diese findet am 20. Februar zugunsten des Bildungszentrums für Blinde und Sehbehinderte Regensburg statt. Infos finden Sie unter www.lctvb.de.

  • Theaterabend:

    Am 7. März um 20 Uhr wird im Turmtheater Regensburg das Stück „Die Wunderübung“ gezeigt. Es gibt noch Karten. Diese können Sie reservieren unter: m.busch-schuderer@t-online.de

Vor einer „riesigen Herausforderung“, nicht nur in finanzieller Hinsicht, stehe derzeit auch das Blindeninstitut, sagte Ulrike Weimer in Vertretung für Institutsleiter Stephan Hußlein. Der Neubau von 24 Wohn- und 42 Förderplätzen müsse zum Teil durch Spenden finanziert werden. „Seien Sie Multiplikatoren und sprechen Sie über unsere Arbeit, denn das Blindeninstitut ist in Regensburg wenig bekannt“, appellierte Weimer an das Publikum.

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer knüpfte in ihrem Grußwort an die Bedeutung der Namensgeberin des LC „Therese von Bayern“ an. Sie habe sich zeitlebens für eine Verbesserung der gesellschaftlichen Stellung der Frauen eingesetzt. Frauen sollten heute eigentlich als das „hartnäckige, geduldige und starke Geschlecht“ gelten, sagte Maltz-Schwarzfischer. Der Ton in unserer Gesellschaft sei rauher geworden; umso wichtiger sei es, dass „die Löwinnen zeigen, wie Frauen die Gesellschaft ein Stück besser machen können“.

Weiterführende Links aus Regensburg:

Weitere Nachrichten und Berichte aus Regensburg lesen Sie hier.

Die wichtigsten Informationen direkt auf das Mobilgerät: Mit MZ und ihrem Messenger bleiben Sie stets auf dem Laufenden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht