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Kultur

Literatur-Reihe wird weiblicher

Ute Leimgruber übernimmt: Die Pastoraltheologin begleitet Abende mit berühmten Autoren. Am 23. März kommt Inger-Maria Mahlke.
Von Marianne Sperb

Inger-Maria Mahlke ist am 23. März (19 Uhr) in der Regensburger Reihe „Literatur findet Stadt“ zu Gast. Sie kommt mit ihrem Roman „Archipel“, der 2018 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Foto: Arne Dedert/dpa
Inger-Maria Mahlke ist am 23. März (19 Uhr) in der Regensburger Reihe „Literatur findet Stadt“ zu Gast. Sie kommt mit ihrem Roman „Archipel“, der 2018 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Foto: Arne Dedert/dpa

Regensburg.Der Titel „Literatur findet Stadt“ bürgt seit 2015 für Anspruch und Qualität. In der Reihe holen die Staatliche Bibliothek und das Evangelische Bildungswerk (in Kooperation mit Bücher Pustet und Kulturamt) berühmte Autoren in die Dreieinigkeitskirche. Das Konzept zieht: Die Abende waren regelmäßig bestens besucht. Nach einer längeren Pause, in der die Kirche in der Gesandtenstraße saniert wurde, geht die Reihe jetzt wieder an den Start und stellt sich gleichzeitig neu auf.

Die Veranstalter der Reihe (von links): Dr. Bernhard Lübbers, Leiter der Staatlichen Bibliothek, Professor Ute Leimgruber, die die Reihe inhaltlich begleitet, Susanne Borst von Bücher Pustet und Dr. Carsten Lenk. Geschäftsführer des Evangelischen BildungswerksFoto: D. Islinger, Staatliche Bibliothek
Die Veranstalter der Reihe (von links): Dr. Bernhard Lübbers, Leiter der Staatlichen Bibliothek, Professor Ute Leimgruber, die die Reihe inhaltlich begleitet, Susanne Borst von Bücher Pustet und Dr. Carsten Lenk. Geschäftsführer des Evangelischen BildungswerksFoto: D. Islinger, Staatliche Bibliothek

Navid Kermani, Arno Geiger oder Sibylle Lewitscharoff: Die Veranstaltung versammelt die großen Namen der deutschsprachigen Literatur. „Als Professor Erich Garhammer, der die Reihe bislang inhaltlich begleitet hat, uns sagte, er hört auf, suchten wir einen Nachfolger – und haben die Beste gefunden“, sagt Bibliotheksleiter Dr. Bernhard Lübbers über Ute Leimgruber. Die Professorin für Pastoraltheologie und Homiletik an der Uni Regensburg ist eine begeisterte Leserin und fühlt sich mit der neuen Aufgabe ausgesprochen wohl, wie sie der Mittelbayerischen sagt: Sie passe zu ihrem Berufsbild, zu ihrer Passion für Bücher und zum Ort. „Wir sind hier mitten in der Stadt und gestalten die Gesellschaft und die Atmosphäre mit dieser Reihe mit.“

Leimgruber wählt die Autoren aus, moderiert die Abende und führt mit den Gästen Gespräche. Eintritt frei: „Das göttliche Gratis“ gehört zum Konzept kultureller Teilhabe für alle, wie Lübbers und Leimgruber sagen. Wer kann, spendet. „Alle sollen den Betrag geben, den sie geben können. Das ist auch eine Form der Solidarität.“

„Alle sollen den Betrag geben, den sie geben können. Das ist auch eine Form der Solidarität.“

Bernhard Lübbers

Das Programm für 2020 steht. Inger-Maria Mahlke, die zu einer der renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen avanciert ist, liest am 23. März (19 Uhr) in der Dreieinigkeitskirche aus „Archipel“. Der Roman, der 2018 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde, führt rückwärts durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen, großer Erwartungen und kleiner Siege.

Literatur

Christliche Exegese mit Lust und Witz

Navid Kermani liest in Regensburg aus seinem Buch „Ungläubiges Staunen“: ein irritierend neuer Blick auf das Christentum.

Ute Leimgruber richtet die Reihe inhaltlich neu aus: jünger, pluraler und weiblicher. „Wir wollen eine Intervention wagen“, sagen Leimgruber und Lübbers. „Uns ist es wichtig, zu zeigen, dass unsere Gesellschaft lebenswerter ist, wenn sie liberal, plural und weltoffen ist. Literatur kann hier bewusst Zeichen setzen.“

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