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Mäßiger Andrang am DSDS-Truck

Der Casting-Bus von „Deutschland sucht den Superstar“ machte Station in Regensburg. Vor dem Truck versammelten sich aber hauptsächlich Schaulustige.
von Katharina Eichinger und Eva Sophie Hausmann, MZ

  • Der Andrang am DSDS-Truck war am Freitagnachmittag eher mäßig. Foto: Schönberger
  • Marik Sabel mit seinen Fans. Trotz kräftiger Unterstützung hat es nicht gereicht. Foto: Eichinger
  • Kevin Littwitz ist auch nicht weiter gekommen. Foto: Eichinger
  • Helio Moiane hat es vermutlich in die nächste Runde geschafft. Foto: Eichinger

Regensburg. Einen „kurzen Moment, der dein Leben für immer verändert“ verspricht eine Aufschrift auf dem blauen Bus vor den Regensburg Arcaden. Am Freitag hat der Casting-Bus für die neue Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) in der Domstadt Station gemacht, um nach neuen Gesangstalenten für die RTL-Show um Dieter Bohlen zu suchen. Nur die Teilnehmer blieben diesmal fern. Auf den ersten Blick sah der Andrang vor dem Truck noch ganz anständig aus. Bei genauerer Nachfrage wurde aber schnell klar: Hier haben sich hauptsächlich Schaulustige versammelt.

Nur ein Regensburger ist weiter

Von den wenigen Kandidaten, die bis zum Nachmittag ihr Glück versucht haben, hat es erst einer in die nächste Runde geschafft – vermutlich: Helio Moiane, 28 Jahre alt und aus Regensburg, durfte nach seinem Auftritt im Truck mit der Sprache nämlich nicht so richtig rausrücken. Aber ein wenig hat er dann doch verraten: „Die Jury fand mich spitze, perfekt, vielleicht zu gut!“ Dann hatte der 28-Jährige aber auch schon keine Zeit mehr, den versammelten Medienvertretern ein Interview zu geben – weil er noch Kartoffeln kaufen musste...

Natürlich sang der charmante Regensburger nicht vor Pop-Titan Dieter Bohlen selbst. Erst, wer die nächste Runde erreicht, kann vor den diesjährigen Fernseh-Juroren sein Können unter Beweis stellen. Im Casting-Truck beurteilen zwei Teams, bestehend aus Musikredakteuren und Produzenten der Show und der Produktionsfirma GRUNDY Light Entertainment die Bewerber.

Im Gegensatz zu Helio wurden die meisten anderen Jugendlichen von der Jury schnell mit guten Wünschen wieder nach Hause geschickt. So wirklich traurig war aber keiner der ausgeschiedenen Kandidaten. Nur ihre Fans, die zur Unterstützung mitgekommen waren, verdrückten die ein oder andere Träne. „Wenn er jetzt rausfliegt, dann muss ich wahrscheinlich weinen“, sagt die Begleiterin von Raffael aus Kelheim. Über seine Performance beriet sich die zweiköpfige Jury verhältnismäßig lange. Trotzdem hat es am Ende nicht gereicht. Der 17-Jährige versuchte es bereits zum dritten Mal – bei das Supertalent erreichte er immerhin die zweite Runde.

Es gab keine großen Aufreger

Weil der Andrang so gering war, wollte das Casting-Team Zuschauer zum Vorsingen animieren. Sie könne doch gar nicht singen, sagt ein Mädchen. Der Mitarbeiter lacht nur. „Das können die meisten nicht, die hier antreten!“

Dass die 15-jährige Lara aus Nürnberg nicht zu dieser Kategorie gehört, zeigte sich schnell: Als sie eine Kostprobe ihres Könnens gibt, bildet sich ein Kreis um das blonde Mädchen mit dem leuchtend apricotfarbenen Kleid. Die Menge wird still. Im Anschluss hagelt es Applaus für ihre Version von Adeles Hit „Rolling In The Deep“. So wie die Schaulustigen schien sie auch die Jury am Donnerstag beim Casting in Nürnberg fast überzeugt zu haben. Die 15-Jährige wurde gebeten, ihr Glück in Regensburg noch einmal zu probieren. Für die nächste Runde hat es dann aber doch nicht gereicht: Lara sei zu jung, hieß es.

Pech hatte auch die 16-jährige Helena: Sie wollte um jeden Preis Superstar werden und ihrer Mutter zeigen, dass sie es schaffen könne. Doch die Minderjährige hatte keine Einverständniserklärung ihrer Eltern mitgebracht. Das Casting-Team schickte sie kurzerhand wieder weg. Sehr zum Ärger der 16-Jährigen, die daraufhin erbost ankündigte, dem Team ihre Cola überzuschütten: „Das ist eine bodenlose Frechheit!“

Dieser Vorfall blieb aber der einzige Aufreger. Weder hyperventilierende Kandidaten noch weinende Ausgeschiedene mussten umsorgt werden – da freut sich wenigstens einer: Tobias Pflügl, Rettungssanitäter vom RKT.

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