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Regensburg
Sonntag, 25. Februar 2018 2

Reaktionen

Malinas Verschwinden berührt Studenten

Kommilitonen des vermissten Mädchens sind geschockt, ratlos und trotzdem hoffnungsvoll. Wir haben uns an der OTH umgehört.
Von Johanna Auburger, MZ

Studentinnen im ersten Semester des Fachbereichs Sozialwesen warten auf ihre Vorlesung. Alle hoffen, dass Malina gefunden wird.Foto: Auburger

Regensburg. Im Raum S 314 der OTH warteten die Studenten am Mittwoch vergeblich auf die 20-jährige Kommilitonin Malina. Denn das Mädchen hat seit Sonntagmorgen niemand mehr gesehen – einer großangelegten Suchaktion der Polizei und aller Resonanz in den sozialen Netzwerken zum Trotz. Malina hat vor wenigen Tagen mit ihrem Studium der Sozialen Arbeit in Regensburg begonnen. Dass sie nun verschwunden ist, ist ein komisches Gefühl. Da sind sich die jungen Leute einig. Die Stimmung unter ihnen ist gedrückt. In den Gängen des Fachbereichs für Soziale Arbeit lesen die Studierenden in ihren Büchern und Tablets, andere unterhalten sich, wieder andere besprechen Referate und Seminare. Malina und ihr Verschwinden am Wochenende lässt keinen von ihnen kalt.

Eine Freundin ist schockiert

Franziska ist schockiert über das Verschwinden der jungen Studentin. Sie kennt Malina. „Wir waren gleich am Anfang in einer Gruppe. Wir hätten uns bestimmt angefreundet“, sagt sie. Franziska studiert ebenfalls Soziale Arbeit im ersten Semester und hat Malina dort über Freunde kennengelernt. Die Vermisste gelte als sehr zuverlässig. Auch die 18-jährige Christina kennt Malina. Die beiden haben sich über ihre Mitbewohnerin und eine gemeinsame Freundin kennengelernt. „Wir haben uns dann geschrieben, dass wir die Einführungsveranstaltungen gemeinsam besuchen“, sagt Christina. Und: „Ich war in der Nacht mit ihr feiern. Wir waren in der Alten Mälzerei verabredet“. Malina kam mit ihren beiden Mitbewohnerinnen. Christina hat die Vermisste zuletzt mit ihrer Mitbewohnerin gesehen. „Wir sind dann um drei heim“, sagt sie.

Lesen Sie hier: Kripo sucht Donauufer ab. Ein Spaziergänger hat das Handy der 20-Jährigen entdeckt, die vermisst wird. Am Vormittag startet eine neue Suchaktion.

Andere Studenten machen sich Gedanken über ihr zukünftiges Verhalten oder die Sorgen, die Malinas Angehörige jetzt plagen müssen. Sophie, eine weitere Studentin, sagt, dass sie ihr Verhalten aufgrund dieses Vorfalls nicht ändern wird: „Man weiß ja gar nicht, was genau passiert ist. Als Frau nicht mehr rauszugehen, ist der falsche Weg“, sagt sie. Ein mulmiges Gefühl habe sie trotzdem.

Student Tobias denkt in erster Linie an Malinas Familie: „Es muss furchtbar sein, so lange kein Lebenszeichen zu bekommen.“ Auch er hofft, dass Malina zurückkommt.Besonders beeindruckt sei er von dem Zusammenhalt der Regensburger und Malinas Freunden. Für Aufsehen unter den Studierenden sorgt auch die Suchaktion von Malinas Freunden.

Die Hoffnung eint alle

Sie haben eine viel beachteten Post auf Facebook verfasst und von der Altstadt bis zur Universität wurden Flyer aufgehängt. „Da meint man immer, so etwas passiert hier nicht. Solche Freunde kann man sich nur wünschen“, meint Studentin Katja: „Ich hoffe, sie taucht wieder auf.“

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