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Mauersanierung schafft neue Lebensräume

Trockenmauern auf den Winzerer Höhen zeugen vom einstigen Weinbau in der Region.
Lukesch

Aus alten und neuen Steinen wird die Trockenmauer auf den Winzerer Höhen neu aufgebaut.  Foto: Heidrun Waidele
Aus alten und neuen Steinen wird die Trockenmauer auf den Winzerer Höhen neu aufgebaut. Foto: Heidrun Waidele

Regensburg.Derzeit wird dort vom Landschaftspflegeverband eine mindestens 100 Jahre alte Mauer auf einer Länge von rund 50 Metern neu aufgebaut. Sie war im Laufe der Jahre marode geworden und von Sträuchern – die bereits im Herbst entfernt wurden – überwuchert. Bis Ende Mai sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein – rechtzeitig, ehe die Eidechsen mit ihrer Eiablage beginnen.

Dabei entsteht ein Biotop für Zaun- und Mauereidechse oder die Schlingnatter, die warme und trockene Standorte lieben. „Mauern sind ein faszinierender Lebensraum. Die Größe der Hohlräume und die Breite der Fugen haben einen entscheidenden Einfluss, wer die Mauer besiedelt“, so Heidrun Waidele vom Landschaftspflegeverband (LPV). „Sie bilden ein Paradies für Wildbienenarten, wie der Mauer- und Mörtelbiene oder der Wolfsspinne. In den Spalten und Ritzen finden sich Pflanzen wie Mauerraute, weiße Mauerpfeffer oder Streifenfarn.“ Da das vorhandene alte Steinmaterial zum Aufbau der Mauer wiederverwendet wird, spart man sich weit mehr als die Hälfte der neuen Kalksteine. Kleine Steine werden zur Hinterfüllung der Mauer mit zusätzlichem Schotter an der Mauerrückseite eingebaut. Dies sorgt für die nötige Stabilität und Drainage.

Von den 17200 Euro Gesamtkosten übernimmt die Regierung der Oberpfalz 90 Prozent. Den Rest trägt der Landschaftspflegeverband. Bereits 2019 war eine 20 Meter lange Mauer weiter westlich saniert worden. Die Sanierung trage zum Erhalt vieler Lebensräume bei, so Waidele.

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