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Menschenkette zum Schuljahresende

Die symbolisierten Zusammenhalt auch in Corona-Zeiten: 550 Schüler des Regensburger AAG ließen die Gemeinschaft hochleben.
Von Daniel Steffen

Ein „Herz“ für das Miteinander auch in schwierigen Zeiten zeigten die Schüler des AAG.
Ein „Herz“ für das Miteinander auch in schwierigen Zeiten zeigten die Schüler des AAG. Foto: Daniel Steffen

Regensburg.Als eine „schöne Aktion“ betitelten die Schüler vom Albrecht-Altdorfer-Gymnasium unisono ihre ungewöhnliche Verabschiedung von diesem Schuljahr. Um ein Zeichen für die Zusammengehörigkeit zu setzen, bildeten sie am Freitag vor der Zeugnisübergabe eine Menschenkette rings um die Schule. Mädchen und Buben aller Jahrgangsstufen, bis auf den Abiturjahrgang, nahmen das Schulgebäude symbolisch in die Mitte.

Ostbayerische Schüler bekommen die Zeugnisse konta

Sie zeigten auf: „Bildung und unsere Gemeinschaft am AAG sind durch nichts zu ersetzen“ – trotz aller Erschwernisse durch das Corona-Virus. Auch knüpften sie an die Fridays-for-Future-Tradition an, die an der Schule viele Unterstützer hat.

Ordnungsamt legte strenge Regeln fest

Das Organisationsteam freute sich über eine gelungene Veranstaltung.
Das Organisationsteam freute sich über eine gelungene Veranstaltung. Foto: Daniel Steffen

Wie die Lehrer Thomas Köppl und Manfred Reindlmeier als Ideengeber der Veranstaltung betonten, wurden die Abstandsregeln am Freitag „selbstverständlich eingehalten“. Sie wiesen darauf hin, dass die Aktion vom Ordnungsamt „unter einem strengen Hygienekonzept genehmigt“ worden sei.

Mit Stoffbändern, die als „Ketten-Glieder“ verwendet wurden, hielten die rund 550 teilnehmenden Schüler eine Distanz von 1,5 Metern aufrecht. Als besonderes „Bonbon“ bildeten einige der Schüler innerhalb dieser Kette ein Herz, das als zusätzliches Zeichen für die Solidarität stand. „Normalerweise gehen wir zum Abschluss des Schuljahres in die Kirche. Die Aktion war gewissermaßen ein Ersatz dafür“, erklärte Marlene Zigldrum aus der Klasse 7b, die mit großer Freude dabei war.

Kontakte untereinander veränderten sich

Die Menschenkette bildete sich rund um die Schule.
Die Menschenkette bildete sich rund um die Schule. Foto: Daniel Steffen

Ihre Mitschülerin Valentina Schrafstetter fügte hinzu: „Es war sehr schön, dass man all die anderen wiedergesehen hat, wenn auch auf Distanz.“ Wie sie erklärte, waren die Klassen aufgrund der Corona-Krise in verschiedene Gruppen aufgeteilt worden, so dass sich die Kontakte untereinander veränderten. Und obwohl die Schule erst nach den Pfingstferien wieder ihre Pforten geöffnet hatte, seien die Zeugnisse für die beiden Freundinnen dieses Jahr „noch einen Tick besser“ ausgefallen. „Sehr schön“ fand die Menschenkette auch Belana Santl aus der 9a. Die Schülerin machte aber kein Geheimnis daraus, sich jetzt so richtig auf die Sommerferien zu freuen.

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Für die Organisation zeichneten Margarethe Kirchner und Johannes Arzt aus der Klasse 10b verantwortlich. Zum Abschluss der Aktion gab Schulleiterin Dr. Claudia Blank die besten Wünsche mit auf den Weg. Schul-Seelsorger Köppl sprach den Segen.

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