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Kriminalität

Messerattacke: Haftbefehl erlassen

Am Montag wurde ein 15-Jähriger in der Maxstraße in Regensburg niedergestochen. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.
Von Jürgen Scharf, Gustav Wabra und Kathrin Robinson

Regensburg.Ein Streit zwischen zwei Jugendlichen ist am Montagabend in der Maximilianstraße in Regensburg völlig eskaliert. Gegen 21.30 Uhr ging ein 14-Jähriger vor der dortigen McDonald’s Filiale unvermittelt auf einen anderen Teenager los und stach diesen mit einer Stichwaffe, wahrscheinlich einem Messer, nieder. Das 15-Jährige Opfer wurde bei der Attacke lebensgefährlich verletzt.

Wie Sandra Mallmann vom Polizeipräsidium Oberpfalz auf Nachfrage der Mittelbayerischen sagte, geht die Polizei davon aus, dass sich die beiden Jugendlichen, zwei syrische Asylbewerber aus dem Raum Regensburg, kannten. In welcher Beziehung sie zueinander stehen und weshalb es zu der Auseinandersetzung kam, war auch am Freitag noch unklar.

Zwischenzeitlich seien mehrere Vernehmungen geführt worden, neue Erkenntnisse kann die Polizei der Öffentlichkeit aber noch nicht präsentieren. Der 14-jährige Tatverdächtige ist in einer Justizvollzugsanstalt für Jugendliche untergebracht.

Flucht zu Fuß

Freunde des 15-jährigen Opfers, die sich ebenfalls vor der McDonald’s-Filiale aufhielten, hatten das Geschehen beobachtet und den Verletzten anschließend wohl mit einem Taxi in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde der schwer verletzte Jugendliche notoperiert. Am Dienstag konnten die Ärzte schließlich Entwarnung geben: Der 15-Jährige ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

Während sich die Freunde des Opfers um den 15-Jährigen kümmerten und auch dessen Betreuer informierten, ergriff der mutmaßliche Täter nach der Attacke zu Fuß die Flucht. Die Polizei, die erst rund eine Stunde nach der Tat vom Betreuer des Opfers über den Vorfall informiert wurde, nahm in der Nacht die Fahndung auf. In den frühen Morgenstunden konnte der mutmaßliche Täter schließlich von Polizisten im Stadtgebiet aufgegriffen werden.

Noch in der Nacht sperrten Beamte außerdem mehrere Bereiche in der Maximilianstraße und in der Grasgasse ab, um dort Spuren zu sichern. Der mutmaßliche Täter wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg am Dienstag dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ nach einer Anhörung einen Haftbefehl wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Der Beschuldigte wird in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Unsere Galerie zeigt weitere Bilder vom Tatort:

Messerattacke in der Maxstraße

Polizei sucht Zeugen

In der zu der Zeit noch geöffneten McDonald‘s-Filiale in der Maximilianstraße hatte man von dem blutigen Vorfall am Montagabend offenbar nichts mitbekommen. Um diese Uhrzeit seien die Bestuhlung und die Sonnenschirme vor dem Schnellrestaurant üblicherweise schon abgebaut, sagte Frank Mosher, Geschäftsführer der Regensburger Mc-Donalds-Filialen, auf Anfrage der Mittelbayerischen. Die Mitarbeiter seien drinnen beschäftigt und würden nicht mitbekommen, was auf der Straße draußen läuft. „Und es läuft viel auf dieser Straße“, fügte er hinzu. Die Polizei ermittelt, ob es noch weitere Zeugen gibt.

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