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Urteil

Messerstecher muss in Psychiatrie

Der Mann, der auf einen Passanten in Regensburg eingestochen hat, wird dauerhaft in der Forensik untergebracht.

Der Jordanier wird nun dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht. Foto: Boeselager
Der Jordanier wird nun dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht. Foto: Boeselager

Regensburg.Für seinen Messerstich in den Rücken eines Fußgängers auf dem Regensburger Kassiansplatz muss ein psychisch kranker Asylbewerber aus Jordanien in die Psychiatrie.

Der 28-jährige Täter leidet an paranoider Schizophrenie und hörte zur Tatzeit im März letzten Jahres schrille Stimmen, die ihm die Bluttat befahlen. Da von dem Mann weitere schwere Straftaten zu erwarten sind und er deshalb für die Allgemeinheit gefährlich sei, ordnete die Landgerichtskammer unter Vorsitz von Richter Dr. Michael Hammer seine dauerhafte Unterbringung in der Forensik an.

Der junge Jordanier hatte den 24-jährigen Passanten, einen jungen Familienvater aus Rehau, der mit seiner Ehefrau durch die Altstadt bummelte, mit dem Stich einer zehn Zentimeter langen Klinge an Lunge und einer Schlagader verletzt. Auf der Intensivstation konnten die Ärzte seinen Zustand stabilisieren. Das Gericht ordnete die Tat als versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung im Zustand der Schuldunfähigkeit ein: Dem Beschuldigten sei – trotz seiner krankhaft verzerrten Wahrnehmung – bewusst gewesen, dass der Verletzte an dem Stich hätte sterben können, sagte der Vorsitzende Richter in der Begründung des Beschlusses.

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