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Technik

MINT-Girls: Projekte präsentiert

15 Schülerinnen zeigten in Regensburg, wie nachhaltige Energiegewinnung funktionieren kann. Sie forschten sieben Monate lang.
Von Emily Holmes

Lucia Häusler (links) und Hannah Prochnow demonstrieren eine teelichtbetriebene Leselampe und ein Windrad mit vertikaler Rotation. Foto: Emily Holmes
Lucia Häusler (links) und Hannah Prochnow demonstrieren eine teelichtbetriebene Leselampe und ein Windrad mit vertikaler Rotation. Foto: Emily Holmes

Regensburg.Was ist eine Grätzelzelle, wie funktioniert Energy Harvesting und kann man Windräder auch auf den Gebrauch im Stadtraum ausrichten? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigten sich die 15 Mädchen des diesjährigen MINT Lehrgangs. Durch das Projekt hatten die Schülerinnen sieben Monate lang die Möglichkeit, sich intensiv mit naturwissenschaftlichen und technischen Themen auseinanderzusetzen. Heuer stand das Thema „Energie und Verantwortung“ auf der Agenda.

Die jungen Frauen im Alter von 16 und 17 Jahren hatten die Möglichkeit, sich in universitärem Rahmen an wissenschaftliches Arbeiten, Experimentieren und Forschen heranzuwagen. Die Ergebnisse präsentierten sie am vergangenen Donnerstag in einem Hörsaal der Physik an der Universität Regensburg (UR). Dort kamen Lehrer, Familie und Freunde der Nachwuchswissenschaftlerinnen zusammen und lauschten beeindruckt den Berichten über Experimente zur nachhaltigen Energiegewinnung und ihre wissenschaftliche Aufarbeitung.

Junge Generation will gestalten

Eine „wahre Erfolgsgeschichte“ seien die MINT-Girls Regensburg (MGR), freute sich die Vizepräsidentin der UR, Prof. Dr. Susanne Leist. Das Projekt habe in den letzten sechs Jahren knapp 100 jungen Frauen die Wissenschaft näher gebracht. Dass dieses Jahr das Thema Nachhaltigkeit im Fokus stand, sei ein wichtiger Beitrag der Nachwuchswissenschaft zur Gesellschaft. „Die MINT-Girls haben mit diesem Thema genau den Kern getroffen“, lobte auch der Vizepräsident der OTH, Prof. Dr. Thomas Fuhrmann. „Man sieht, die junge Generation will mitgestalten.“ Das wird bald durch das Einrichten von „MINT-Labs“ am Tech Campus erleichtert werden, unterstützt von Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer als Schirmherrin.

Das Mint-Projekt

  • MINT:

    Seit 2014 initiieren Universität und OTH Regensburg das MINT-Girls Projekt. Begabte junge Frauen bekommen unter der Leitung von Dr. Stephan Giglberger (UR) und Armin Gardeia (OTH) Einblicke in die Berufe der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz MINT).

  • Ziel:

    Jährlich bekommen bis zu 16 Regensburger Mädchen Einblicke in ein oft männerdominiertes Feld.

Ähnliche Einrichtungen konnten die Teilnehmerinnen bereits bei der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DLR) kennenlernen. Dort nahmen sie Anfang Oktober am „1. International Girls Symposium on Energy and Responsibility“ teil und tauschten sich mit knapp 70 Mädchen aus Deutschland, Österreich und Israel über verschiedene Aspekte der Klimaforschung aus – alles auf Englisch. Ihr gesammeltes Wissen und Können präsentierten die Mädchen am Donnerstagabend in mehreren Versuchsvorführungen. Sie demonstrierten, wie man mit dem Druck von Fahrradreifen auf den Asphalt einen Radweg beleuchten kann (Energy Harvesting) oder eine umweltfreundlichere Alternative zur Solarzelle, die „Grätzelzelle“, herstellt.

Klimakrise gemeinsam angehen

Zusätzlich zu den wissenschaftliche Inhalten wurden auch Soft-Skills wie gemeinsames Problemlösen vermittelt. Eine Schlüsselqualifikation, auch im Bereich der Klimakrise. „Die können wir ja auch nur zusammen bewältigen“, so eines der MINT-Girls, Nawwal Muhammad. Die Erfahrungen prägen: 80% der ehemaligen MINT-Teilnehmerinnen haben einen Studiengang in diesem Bereich gewählt.

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