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Landtagswahl

Mistols Ziel ist bezahlbarer Wohnraum

Der Regensburger Kandidat Jürgen Mistol (Die Grünen) überzeugte sich vom Projekt der Wohnbau St. Wolfgang am Ziegetsberg.
von Sarah Sophie Ruppert

Landtagsabgeordneter des Bündnis 90/Die Grünen, Jürgen Mistol, besichtigt mit den Vorständen der Wohnbau St. Wolfgang, Dieter Scheil und Markus Leberkern, den Rohbau des Bauprojektes (v. l.). Foto: Sarah Sophie Ruppert
Landtagsabgeordneter des Bündnis 90/Die Grünen, Jürgen Mistol, besichtigt mit den Vorständen der Wohnbau St. Wolfgang, Dieter Scheil und Markus Leberkern, den Rohbau des Bauprojektes (v. l.). Foto: Sarah Sophie Ruppert

Regensburg.„Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung.“ So ist es in der bayerischen Verfassung, die 1946 in Kraft getreten ist, verzeichnet. Weiter heißt es: „Die Förderung des Baues billiger Volkswohnungen ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden.“ Auf den Artikel 106 der Bayerischen Verfassung beruft sich Jürgen Mistol, Abgeordneter im Bayerischen Landtag von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, nur zu gerne. Denn es geht um einen seiner politischen Schwerpunkte: bezahlbaren Wohnraum.

Im äußersten Stadtsüden verwirklicht die Genossenschaft Wohnbau St. Wolfgang genau solch ein Vorhaben. Bei dem Klientel der Wohnbau St. Wolfgang handelt es sich nämlich um den Mittelstand. 53 Wohnungen in drei Häusern wird es bis Ende 2019 geben, davon elf öffentlich geförderte Seniorenwohnungen und weitere zwölf seniorengerechte Wohnungen für den freien Markt. Platz wäre für doppelt so viele Wohnungen auf dem über 7000 Quadratmeter großen Grundstück, dies wurde jedoch nicht genehmigt. Jürgen Mistol brachte es auf den Punkt: „Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht.“ Der Bedarf an sozialem Wohnraum ist groß, meint Dieter Scheil, Vorstand der Wohnbau St. Wolfgang: „Täglich kommen bis zu 15 Anträge rein.“

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Mistol, der den Bau von günstigem Wohnraum und eine gemeinwohlorientierte Wohnraumförderung ganz oben auf seiner Agenda stehen hat, freut sich über das Projekt der Genossenschaft. Jährlich wächst Regensburg um etwa 3000 Bürger an. Da ist es wichtig, dass freie Grundstücke bebaut oder bestehende Flächen nachverdichtet werden. Der grüne Landtagsabgeordnete kritisierte die fehlende vorausschauende Liegenschaftspolitik in der Vergangenheit. Die Stadt habe wenig Grundstücke in eigenem Besitz. Umso mehr freue sich Jürgen Mistol, „wenn wer anpackt und baut“ und das öffentliche Geld in gemeinwohlorientierte Organisationen mit zukunftsfähigen Projekten fließt.

Das sind die Kandidaten aus dem Stimmkreis Regensburg-Stadt:

Eine Lösung der Wohnungsmisere sieht der Landtagsabgeordnete bei der Vergabe von Erbbaurechten an beispielsweise Genossenschaften, wie es die Wohnbau St. Wolfgang ist. Hierbei bestünde das Recht, gegen Zahlung eines regelmäßigen Zinses auf einem Grundstück ein Bauwerk zu errichten. Vorstand Markus Leberkern, Wohnbau St. Wolfgang, sieht das positiv: „Die Gesamtkosten eines Wohnprojektes reduzieren sich. Das bedeutet weniger Miete, und die Stadt bleibt als Grundeigentümer eingetragen.“ Jürgen Mistol gefiel das Vorhaben und sicherte Unterstützung zu. „Wohnen ist kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis“, erinnerte Mistol und kämpft dafür, dass günstiger Wohnraum auch in Zukunft günstig bleibt.

Der Kandidat

  • Vita:

    1965 in Regensburg geboren, vertritt Jürgen Mistol die Grünen seit über 15 Jahren im Stadtrat. Als Abgeordneter wurde er 2013 in den Bayerischen Landtag berufen.

  • Fokus:

    Als begeisterter Bergwanderer liegt ihm neben dem sozialen Wohnungsbau der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen am Herzen. Außerdem setzt sich Mistol für eine solidarische Gesellschaft nah am Menschen ein.

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