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Kino

Mit der MZ kostenlos ins Freiluft-Kino

Die Verfilmung von Hape Kerkelings Autobiografie berührte die Zuschauer. Freien Eintritt erhielten 100 MZ-Clubkarten-Inhaber.
Von Elisabeth Angenvoort

  • Großes Kino: In der Armin-Wolf-Arena herrschte am Dienstagabend Partystimmung. Foto: Elisabeth Angenvoort
  • Alexander Ederer feierte seinen 12. Geburtstag mit der ganzen Familie im Open Air Kino und meinte abschließend: „Der Film hat mir sehr gut gefallen.“ Foto: Elisabeth Angenvoort
  • „Eine schöne Erinnerung an die eigene Kindheit“, meinten Moritz und Alexandra Schlüter. Foto: Elisabeth Angenvoort

Regensburg.Seit dem 29. Juli verwandelt sich die Armin-Wolf-Arena jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit in ein großes Kino unter freiem Himmel. „Der Junge muss an die frische Luft“, die Verfilmung von Hape Kerkelings gleichnamiger Autobiografie aus dem Jahr 2018, war nach „25 km/h“ die zweite Vorstellung des MZ-Clubs als Veranstaltungspartner der Buchbinder Legionäre und zog wieder hunderte von Besuchern an.

Zwar sei bisher keine der Vorstellungen ausverkauft gewesen, sagte Kinoleiter Tobias Freimüller; doch werde man in dieser Woche an den Umsatz vom vergangenen Jahr herankommen. Die bisher meisten Besucher, gezählt 497, kamen zur ersten MZ-Club-Aktion; die ersten 100 Gäste mit MZ-Club-Karte hatten freien Eintritt.

Freikarten schnell vergriffen

Auch an diesem Abend waren die Freikarten unmittelbar nach Einlass vergriffen, was nichts an der langen Warteschlange änderte. Das Warten lohnte sich in jedem Fall, die Reaktionen auf den Film waren durchweg positiv. „Der Film hat mir sehr gut gefallen“, sagte Alexander Ederer aus Bernhardswald, der mit seiner ganzen Großfamilie gekommen war, um seinen 12. Geburtstag bei einem gemeinsamen Kinoabend ausklingen zu lassen. Auch Petra Jünger und Alexander Luger aus Regensburg haben ihre Club-Karten genutzt, um sich den Film gemeinsam mit ihren Kindern anzusehen. Es lohne sich durchaus, Club-Mitglied zu sein, sagte Hildegard Haala aus Eitlbrunn, vor allem für Konzerte oder eben Kinoabende wie diesen.

Als „passionierte Papierleser“ outeten sich Alexandra und Moritz Schlüter aus Regensburg bei einem Gespräch in der Filmpause. Die MZ gehöre seit 1976 sozusagen zur Familie. Der heutige Filmabend sei auch eine Erinnerung an die eigene Kindheit, sagte Alexandra Schlüter.

Nostalgisch dürfte der Abend für alle gewesen sein, die in den 70ern groß geworden sind. Wie der junge Hans Peter Kerkeling verbrachte man damals viel Zeit in der freien Natur, und man teilte die Erlebnisse nicht den sozialen Medien mit, sondern man teilte sie mit der Familie. So war Kerkelings Kindheit geprägt von starken Beziehungen zu starken Persönlichkeiten.

New Faces Award für Hauptdarsteller

Mit Julius Weckauf gelang Regisseurin Caroline Link ein wahrer Glücksgriff: Der Zwölfjährige wurde unter anderem bei der Romy-Verleihung 2019 als bester Nachwuchsdarsteller, und mit dem Sonderpreis der New Faces Awards 2019 ausgezeichnet. Sein Agieren zwischen den unfreiwillig komischen, inszeniert erheiternden und lebensnah tragischen Momenten des Films geschieht auf eine faszinierend natürliche Weise und zeigt das Lebensumfeld des jungen Kerkeling aus der Sicht eines sehr einfühlsamen Kindes. Ein Familienfilm nicht nur für Kerkeling-Fans mit überraschendem Mut zur Sentimentalität, die niemals die Grenze zum Kitsch überschreitet.

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