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Abrissarbeiten

Mobilfunkmasten ziehen auf den Parkplatz

Der Wirsing-Turm wird fallen. Doch vorher müssen die Mobilfunkmasten von der Turmspitze. Die bekommen jetzt eine neue Heimat.

Auf den Parkplatz beim Nebengebäude des Regensburger Hauptbahnhofs sollen Mobilfunkmasten kommen. Foto: Löffler
Auf den Parkplatz beim Nebengebäude des Regensburger Hauptbahnhofs sollen Mobilfunkmasten kommen. Foto: Löffler

Regensburg.Der Parkplatz am Nebengebäude des Regensburger Hauptbahnhofs ist seit kurzem eingezäunt. Autos werden dort auf absehbare Zeit nicht mehr parken. Dafür werden dort voraussichtlich Mobilfunkmasten geparkt. Die Masten kommen vom nahegelegenen Wirsing-Turm auf dem Kepler-Areal. Der Turm wird bekanntlich in den nächsten Monaten abgerissen. Doch bevor der Betonkoloss aus der 1960er Jahren fallen kann, müssen erst noch die Mobilfunkmasten an der Spitze weg. Zum 31. Dezember 2019 würden die Masten entfernt, teilt das Evangelische Siedlungswerk, derzeitiger Eigentümer des Areals, mit. „Es bestehen dazu Auflösungsverträge mit den entsprechenden Anbietern.“

Die Mobilfunkmasten auf dem Wirsing-Turm brauchen eine neue Heimat. Foto: Lex
Die Mobilfunkmasten auf dem Wirsing-Turm brauchen eine neue Heimat. Foto: Lex

Damit die Gegend rund um den Bahnhof nicht ins Funkloch fällt, muss ein neuer Mastenstandort her. Vodafone hat bereits eine sogenannte Standortverlagerung durchgeführt, wie ein Sprecher auf Nachfrage der Mittelbayerischen erläutert. Demnach wurde bereits im Februar ein neuer Funkmast im Bereich der Regensburg Arcaden in Betrieb genommen. Die Anlage auf dem Kepler-Areal sei dann im April außer Betrieb gestellt worden. „Die Versorgung war ohne jede Unterbrechung gewährleistet“, so der Sprecher.

Ehemaliger Parkplatz als Standort

Die Parkplätze zwischen Galgenbergbrücke und Hauptbahnhof sind abgesperrt. Foto: Löffler
Die Parkplätze zwischen Galgenbergbrücke und Hauptbahnhof sind abgesperrt. Foto: Löffler

Die Stadt Regensburg prüft unterdessen, ob sich die Parkfläche neben dem Hauptbahnhof für einen provisorischen Antennenstandort eignen würde, wie Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra mitteilt. Falls ja, würden der oder die provisorischen Masten ab Herbst auf einer Teilfläche des Parkplatzes stehen. „Die Aufstellzeit beträgt wenige Tage“, erklärt von Roenne-Styra. Die Mobilfunkversorgung für das Areal werde sichergestellt bleiben.

Der Parkplatz war früher Bahneigentum und wurde vor circa zehn Jahren von der Bahn an die Stadt Regensburg verkauft. Die Fläche wurde zuletzt von der DB Bahnpark, einer Parkplatzbewirtschaftungsgesellschaft, die die Bahn mit ihrem Partner Contipark betreibt, gepachtet. Den Pachtvertrag hat die Stadt laut der Sprecherin zum 31. Juli 2019 gekündigt.

Der provisorische Mobilfunkstandort könnte laut Stadt für rund zweieinhalb Jahre bestehen. Was danach mit dem Parkplatz passiert, ist noch offen: „Die Stadtverwaltung prüft derzeit mehrere Möglichkeiten, wie mit dem Grundstück mittel- und langfristig umgegangen wird“, hieß es auf Nachfrage.

Der Turm hätte bereits fallen sollen

Der Wirsing-Turm am Kepler-Areal hätte schon längst abgerissen sein sollen. Im September 2019, so war in früheren Planungen die Rede, sollte das Gelände - ohne Turm - an die Stadt übergeben werden. Inzwischen geht man dort davon aus, dass der Turm 2020 fallen wird.

Bildergalerie: So sieht es auf dem Kepler-Areal aus:

Das Kepler-Areal

Die Abrissarbeiten haben erst vor wenigen Wochen begonnen. Der Abriss dauert voraussichtlich neun bis zwölf Monate. So wird es erst 2021 mit den Arbeiten für den neuen zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) losgehen, der dort zunächst für fünf bis sieben Jahre interimsweise entstehen soll.

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In dieser Zeit wird das komplette Bahnhofsareal umgestaltet. Die Fläche, wo sich zurzeit Bus-, Rad-, Fußgänger- und Autoverkehr ballen, soll verkehrsberuhigt werden und eine Tiefgarage bekommen. Frei- und Grünflächen werden neu gestaltet und der „Stadteingang“ vom Bahnhof aus einladender wirken.

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