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Menschen

Müller würdigt fünf Vorbilder

Die Ministerin zeichnete Regensburger Persönlichkeiten aus und überreichte das Bundesverdienstkreuz am Bande: „Sie leben Solidarität!“
Von Tino Lex, MZ

Otto Gascher als Vertreter des Landkreises, Vize-Regierungspräsident Johann Peißl, Ministerin Emilia Müller und Bürgermeister Joachim Wolbergs gratulierten fünf Vorbildern aus Regensnburg. Foto: Lex

Regensburg.Europaministerin Emilia Müller überreichte am Freitag in der Regierung der Oberpfalz an fünf Vorbilder aus Stadt und Landkreis das Bundesverdienstkreuz am Bande. „Sie leben Solidarität“, betonte Müller.

Dr. Andreas Albrecht widmet sich seit vielen Jahren den Notaren in Bayern und Deutschland. Nach der Wiedervereinigung organisierte der Notar maßgeblich Fortbildungen in den neuen Ländern. Seine wissenschaftlichen Leistungen und Standardwerke, so Müller, seien in der Fachwelt weithin anerkannt. Albrecht ist Präsident der Landesnotarkammer Bayern und Vize-Vorsitzender des Bayerischen Notarvereins, außerdem berät er das Hospiz- und Palliativzentrum Regensburg.

Michael Speth sei herausragend in seinem Beruf als Gärtner und im Rudersport, so Müller Seine Bronzemedaille bei der WM in Luzern 1974 sei ein bleibender Erfolg. „Darauf können Sie stolz sein!“ Speth und seine Kameraden vom RRV 1868 geben die Freude am Rudern an Krebspatienten weiter. Nur mit Speths großartiger Unterstützung war der Kauf eines speziellen Bootes für das vorbildliche Sportprojekt möglich. Speth saß 15 Jahre dem Bayerischen Gärtnereiverband vor und ist seit 2003 als Vorsitzender des Arbeitsausschusses für Recht und Steuern im Zentralverband.

Antonius Putz widmet seit Jahrzehnten seine Energie den geliebten Bergen. Vor 40 Jahren begann sein Engagement im Deutschen Alpenverein. 1979 leitete er eine Expedition bei der ersten Überschreitung des Illimani-Massivs in Bolivien. Pioniergeist und Tatkraft zeigte Putz auch in der DAV-Sektion DAV. In seinen 25 Jahren als Vorsitzender verdreifachte sich die Mitgliederzahl. Bei zahllosen Bergtouren weckte er in jungen Menschen die Faszination für die Berge. Der Schutz der Bergwelt und die Städtepartnerschaft mit Brixen sind ihm besonders wichtig, so Müller.

Professor Dr. Joachim Grifka (Pentling) hat zahllosen Patienten haben Sie als Direktor der orthopädischen Klinik und Poliklinik in Bad Abbach geholfen, so Müller. Seine innovativen OP-Techniken bei künstlichen Knie- und Hüftgelenken setzen international Maßstäbe. Auch bei Arthrose und Wirbelsäulenerkrankungen eröffneten seine Forschungen neue Heilungschancen. Als Lehrstuhlinhaber für Orthopädie an der Uni Regensburg liege ihm der wissenschaftliche Nachwuchs am Herzen. Grifka engagiert sich in zahlreichen berufsständischen Organisationen. Er gründete die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie. Das hohe Ansehen und die anerkannte Integrität des Mediziners, so Müller, machten den Zusammenschluss der DGU mit der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie erst möglich.

Renate Figna stellt ihr Leben auf bewundernswerte Weise in den Dienst am Nächsten, so Müller. Vor 40 Jahren wurde ihr Mann schwer krank; er ist halbseitig gelähmt. Figna steht ihm liebevoll zur Seite. Als auch ihr Schwager an halbseitiger Lähmung erkrankte, sorgte sie zunächst selbst für ihn, übernahm die gesetzliche Betreuung und begleitete ihn bis zu seinem letzten Lebensabschnitt im Pflegeheim. Als liebevolle „Leihoma“ unterstützte sie außerdem viele Familien. Renate Figna trat dann ans Rednerpult und sprach nur ein paar kurze Worte: „Ich glaube, dass die Arbeit, die wir getan haben, eine Selbstverständlichkeit ist.“

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