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Kultur

Nacht der Musik war voller Magie

St. Emmeram in Regensburg war am Samstagabend durchströmt von Harmonien. Die Veranstaltung lockte über tausend Besucher an.
Von Angelika Lukesch

Susanne Hoffmann und Benedikt Dreher ließen im Kreuzgang Melodien aus Renaissance und Barock erklingen. Foto: Moosburger/altrofoto.de
Susanne Hoffmann und Benedikt Dreher ließen im Kreuzgang Melodien aus Renaissance und Barock erklingen. Foto: Moosburger/altrofoto.de

Regensburg.Die Basilika St. Emmeram, die Wolfgangskrypta, die Rupertkirche und der Kreuzgang wurden am Samstagabend bei der „Nacht der Musik“ zu Universen, die den wechselvollen Klängen von Instrumenten und Stimmen Raum zur Entfaltung gaben, sie zurückwarfen und mit ihnen spielten. Stadtdekan Roman Gerl freute sich über den großen Zuspruch, die die „Nacht der Musik“ erfuhr. Die Spenden, die Gerls Vision vom Emmeram Forum unterstützen sollen, flossen reichlich. Die Veranstaltungsorte um und in der Basilika verströmten die Atmosphäre, die aus einem schönen Musikabend einen unvergesslichen machen. Da war dieses 1200 Jahre alte, ehrwürdige Gotteshaus, das mit Erinnerungen an verstorbene Menschen und vergangene Baustile bestückt ist. Durch diese unvergängliche Pracht strömt tiefe Besinnlichkeit: Derer die hier um Hilfe gebetet haben und jener, die aus Freude und Erleichterung heraus Gott dankten. Diese Basilika diente den Menschen bei der „Nacht der Musik“ als tief emotionaler Rahmen für die Musikdarbietungen, die hier erklingen sollten.

Cantemus Chor begeisterte

Der Cantemus-Chor in St. Emmeram. Foto: Moosburger/altrofoto.de
Der Cantemus-Chor in St. Emmeram. Foto: Moosburger/altrofoto.de

Was, wenn nicht „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel (1665-1759) könnte tiefen Glauben und jubelnde Freude über die Frohbotschaft besser ausdrücken? Der Cantemus Chor unter der Leitung von Matthias Schlier zusammen mit den exquisiten Solosängern Katja Stuber (Sopran), Rebecca Martin (Alt), Martin Platz (Tenor), Matthias Helm (Bass) und das Concerto Stella Matutina schickten ihre Stimmen hinauf in die Weiten der Basilika. Das Publikum war begeistert.

Im sparsam illuminierten Kreuzgang der früheren Benediktinerabtei St. Emmeram ließen Susanne Hoffmann (Blockflöte) und Benedikt Dreher (Fagott) Musik aus Renaissance und Barock erklingen. Die Töne schienen unter den gotischen Spitzbögen hindurch zu tanzen, um sich mit dem aus der Ferne durch die dicken Mauern schwach sich manifestierenden Rauschen des Applauses aus der Basilika zu verbinden.

Das Emmeram Forum

  • Projekt:

    Das ehemalige Pfarr- und Mesnerhaus von St. Emmeram soll saniert und umgestaltet werden.

  • Forum:

    Das Emmeram Forum will künftig Pfarrseelsorge und Innenstadtseelsorge miteinander verbinden. Das Emmeram Forum ist ein Projekt der Dompfarreiengemeinschaft St. Emmeram und St. Ulrich.

  • Spenden:

    Spenden für die Sanierung an Kath. Kirchenstiftung St. Emmeram, IBAN: DE 1875 0903 0006 0110 1137.

Zarte Zitherklänge

Werner Marzahn bannte sein Publikum in der Rupertkirche mit Werken von Johann Sebastian Bach: Seine zarten Zitherklänge setzten einen Kontrapunkt zu den majestätischen Klängen der Brass Band Regensburg. Dagmar Spannbauer (Sopran) erfüllte zusammen mit Johannes Buhl (Klavier) in der Wolfgangskrypta den Raum mit hingebungsvollen Mariengesängen von Renaissance bis Moderne. Den Schluss der musikalischen Darbietung in St. Emmeram bildete das Konzert der Brass Band Regensburg, die „wie eine große Orgel.…“, wie es der Leiter Stefan Popp nannte, die Basilika erfüllte und mitreißende Melodien, zum Teil zusammen mit der Orgel, intonierte. Viele Menschen nahmen auch die Gelegenheit wahr, die Ausstellung „Das 5. Gebot – du sollst nicht töten“ im Dionysius Chor zu betrachten. Die Künstler Paul Dav Babenberk und Kurt Bachner stellen dort ergreifende und verstörende Bilder und Skulpturen aus.

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