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Fasching

Narren zeigten ihre Tänze im Kolpinghaus

Die Lusticania Regensburg feierte unter dem Motto „Lusticania of the dance“. Lari Fari und Saturnalia waren auch dabei.
von Sarah Sophie Ruppert

Das Kinderprinzenpaar Gina I. und Tamas I. (vorne) mit den Hoheiten Anna I. und Benedikt I Foto: Sarah Sophie Ruppert
Das Kinderprinzenpaar Gina I. und Tamas I. (vorne) mit den Hoheiten Anna I. und Benedikt I Foto: Sarah Sophie Ruppert

Regensburg.Die Kolping-Faschingsgesellschaft Lusticania Regensburg schafft es alljährlich, den großen Festsaal des Kolpinghauses zu füllen. Zu ihrer „Prunksitzung für Jung und Alt“ kamen zahlreiche feierlustige Faschingsanhänger. Dem Titel der Feierlichkeit entsprechend konnten verkleidete Kinder mit Eltern, aber auch Senioren die nachmittagfüllende Veranstaltung genießen. Rund 200 Gäste wollten sich vom bunten Faschingstreiben und der Showeinlagen der Lusticania Regensburg überzeugen. Denn jedes Jahr lässt sich die Faschingsgesellschaft etwas Neues einfallen.

Tanzeinlagen von Irland geprägt

Das heurige Tanzprogramm stand ganz unter dem Motto „Lusticania of the dance“ - eine Hommage an das mitreißende irische Musical „Lord of the dance“. Zwar gab es, wie im Original vorhanden, keine Stepptanzeinlagen, dafür aber jede Menge fröhlich hüpfende Frauen sowie kräftige Männer. Nicht nur das prächtig grüne Kleid der Prinzessin erinnerte also an die Insel.

Sehen Sie hier mehr Bilder von der Prunksitzung:

Prunksitzung der Lusticania Regensburg

Als Gäste luden die Lusticanesen die Saturnalia aus Neutraubling sowie Lari Fari Diesenbach ein, die ebenfalls ihr Können auf der Bühne zeigen durften. Den Auftakt der großen Sause durften jedoch die Bambinis übernehmen. Bei „David, der Kabauter“ legten sich die Kleinsten der Lusticania mächtig ins Zeug und fühlten sich in ihren Zwergenkostümen wohl.

Die Hoheiten stellen sich vor

Vor den zahlreichen Tanzeinlagen durften jedoch das Kinderprinzenpaar und das Prinzenpaar die Gäste begrüßen und ihre Versprechungen abgeben. Prinzessin Gina I. (Gina Muschner), sonst als Mädchen bei der Kindergarde, wünschte den Anwesenden eine schöne Feier: „Lasst es krachen.“ Ihr Prinz Tamas I. (Tamas Nemes) könne nach eigenen Aussagen als Domspatz zwar gut singen, möchte aber auch seine tänzerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Die Lusticania Regensburg

  • Gründung:

    Am 11.2.1958 wurde die Faschingsgesellschaft im Kolpinghaus durch den damaligen Präsidenten Rudolf Pompe gegründet.

  • Hintergrund:

    Im Kolpinghaus wohnten damals etwa 300 junge Leute. Die Nachkriegszeit war vorbei und die Lust auf Unterhaltung stieg wieder. Anfangs organisierten sie Tanzabende, bis am Rosenmontag 1958 der erste Auftritt der Lusticania stattfand.

Prinzessin Anna I. (Anna Torscht) und Prinz Benedikt I. (Benedikt Niebler) freuten sich ganz besonders so viele Gäste bei der Prunksitzung zu empfangen. „Ich bin mir sicher, heute amüsieren wir uns bestimmt“, setzte Prinzessin Anna I. fest.

Nach den gewaltigen und figurenreichen Walzern der beiden Hoheitspaare bebte der Boden. Sitzungspräsident Fritz Niebler kündigte die Prinzengarde an: „Jetzt kommt Dynamik ins Spiel.“ Mit Power setzten sich die Gardetänzerinnen der Lusticania in Bewegung, rissen ihre Beine hoch, schlugen Räder und legten mit Leichtigkeit einen Spagat hin - ohne dabei nur einmal das Lächeln zu verlieren. Die Petticoats und Federn ihrer Hüte wippten im Takt, genauso wie Jung und Alt. Noch nicht genug forderten die Gäste eine Zugabe. Die gab es unter Andreas Gabaliers „Hulapalu“. Den Nachmittag über schlossen sich weitere Tänze der Saturnalia Neutraubling und Lari Fari Diesenbach an.

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Nach Fritz Niebler sei Fasching immer Improvisation, so holte er kurzerhand auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer aufs Parkett. Jedoch nicht um zu Tanzen, sondern um als Schirmherrin der Lusticania ein paar Worte an die Faschingsanhänger zu richten. Doch bevor Maltz-Schwarzfischer nach vorne trat, fügte Niebler schelmisch hinzu: „Eine Bürgermeisterin ist nicht zu vergleichen mit einem Prinzenpaar, aber zumindest ein Stadtoberhaupt.“

Schunkeln, tanzen, singen

Die Bürgermeisterin freue sich jedes Jahr auf die Einladung der Lusticania, und auch nächstes Jahr sei sie erneut fest dabei. „Freude, Gemeinsamkeit, lustig sein, singen und tanzen - das ist das Schönste im Leben“, sagte Maltz-Schwarzfischer. Sie bedankte sich für das immer wieder tolle Programm und wünschte allen Beteiligten viel Spaß. Dieser ließ nicht lange auf sich warten. Beim Lusticania-Lied mischten sich die Mitglieder der Faschingsgesellschaft unter die Gäste, sangen fröhlich mit, klatschten und schaukelten zu den Tönen.

Fritz Niebler bat bei aller Lustigkeit jedoch um eine kleine Spende für das Frauenhaus Regensburg. „Leider Gottes erfahren manche Frauen Gewalt“, so Niebler.

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