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Soziales

Neue Beratungsstelle in Regensburg

Die Einrichtung EUTB steht Menschen mit Behinderungen zur Seite. Das vierköpfige Team hat sein Bür in der Ludwigstraße 6.
von Daniel Steffen

Stefanie Müller gehört zum Team der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ für Menschen mit Behinderung. Nun wurde in den Räumen des Kunst- und Gewerbevereins eine Beratungsstelle eingerichtet. Foto: Steffen
Stefanie Müller gehört zum Team der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ für Menschen mit Behinderung. Nun wurde in den Räumen des Kunst- und Gewerbevereins eine Beratungsstelle eingerichtet. Foto: Steffen

Regensburg.Sie sieht sich als „unabhängig, ergänzend und niederschwellig“. Die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung, kurz EUTB, berät in Regensburg und Umgebung Menschen mit Behinderungen sowie Erkrankte, die womöglich in absehbarer Zeit behindert werden. Auch Verwandte von Betroffenen sind Gesprächspartner des vierköpfigen Teams, das nun in der Ludwigstraße 6 eine neue Heimat gefunden hat. Dies sollte am Mittwoch im würdigen Rahmen gefeiert werden: Sowohl Stadträtin Gabriele Opitz als auch die Bundestagsabgeordneten Peter Aumer und Stefan Schmidt sowie Willibald Hogger als stellvertretender Landrat statteten der Einrichtung einen Besuch ab, um dieser einen guten Start zu wünschen.

Eine Besonderheit an der Beratungsstelle ist, dass jene Menschen Rat und Hilfe bieten, die selbst von einer oder mehrfacher Behinderung betroffen sind. Namentlich sind das die Diplom-Psychologin Stefanie Bergmann, die Sozialpädagogin Anna Goldberg, die Erzieherin Stefanie Müller sowie Diplom-Sozialpädagoge Peter Hecker, die im Haus des Kunst-und Gewerbevereins zur Verfügung stehen.

Impulse vom Staat

  • Auftrag:

    Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beauftragte den „Verein für ergänzende unabhängige Teilhabeberatung in den Bezirken Oberpfalz und Niederbayern“ mit dem Aufbau einer Beratungsstelle.

  • Start:

    Der Betrieb der Beratungsstelle ist nun in der Ludwigstraße gestartet.

Andreas Kinadeter, der stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins der Einrichtung, skizzierte die Grundgedanken zu dem neuen Angebot. Möglich wurde dieses durch das Bundesteilhabegesetz, das nun seit 2017 stufenweise in Kraft tritt. Erklärtes Ziel des Gesetzes sei, wie Kinadeter sagte, die „Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern“. Um auch in Regensburg schrittweise in ein modernes Teilhabesystem überzugehen, habe man sich zeitnah Gedanken zu einer adäquaten Beratungsstelle gemacht. Unter anderem sollte diese bereits im Vorfeld von Leistungsbeantragungen tätig sein und Informationen über alle Reha-- und Teilhabeleistungen geben. Der EUTB schließe in Kooperation mit vorhandenen Beratungsstrukturen eine Lücke, erklärte er. Die Kooperation erfolgt zum Beispiel den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, mit der offenen Behindertenarbeit sowie betreffenden Ämtern.

Nachdem die EUTB-Beratungsstelle zunächst temporär beim Paritätischen Wohlfahrtsverband untergebracht war, konnte nun in der Ludwigstraße 6 ein Raum angemietet werden, der sowohl barrierefrei zu erreichen, als auch von seiner Lage her gut an den Nahverkehr angebunden ist. Zu etwa 90 Prozent wird die Beratungsstelle vom Bund finanziert. (mds)

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