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Neue Regeln für den Straßenverkehr

Fahrradfahren im öffentlichen Raum soll sicherer werden. Dafür gibt es nun unter anderem Schutzstreifen und Mindestabstände.

Das Fahrradfahren in der Satdt soll sicherer werden. Foto: dpa
Das Fahrradfahren in der Satdt soll sicherer werden. Foto: dpa

Regensburg.Die überarbeitete Straßenverkehrsordnung ist mittlerweile in Kraft getreten. Laut Polizeipräsidium Oberpfalz beinhalten die Neuerungen auch zahlreiche Ergänzungen, die das Fahrradfahren im öffentlichen Verkehrsraum verbessern und sicherer machen sollen.

„Der Trend, sich mit dem Fahrrad statt dem Auto zu bewegen, hält gerade im innerstädtischen Bereich weiterhin an. Auch im Hinblick auf die elektrisch betriebenen Fahrzeuge, wie Pedelecs, steigt deren Verkehrsbeteiligung. Es war daher notwendig, diesen Entwicklungen die gesetzlichen Regelungen anzupassen, um ein sicheres Fortbewegen im Straßenverkehr unter allen Verkehrsteilnehmern zu ermöglichen“, sagt der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Thomas Schöniger.

Bei Verstößen drohen erhöhte Geldbußen

Seit April gelten erhöhte Geldbußen, insbesondere für das verbotswidrige Parken auf Geh- und Radwegen, sowie das Halten auf sogenannten Schutzstreifen. Diese Schutzstreifen sollen den Rad- und Autoverkehr mit einer gestrichelten weißen Linie trennen. In der Vergangenheit habe sich der Polizei zufolge des Öfteren gezeigt, dass haltende Fahrzeuge ein Hindernis für Radfahrer bildeten, sodass diese ausweichen mussten. Aus dem Grund gilt nun auf diesen ein generelles Halteverbot.

Das Zeichen für Lastenfahrrad-Stellplätze Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz
Das Zeichen für Lastenfahrrad-Stellplätze Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz

Während bei Überholvorgängen bislang nur von „ausreichend Seitenabstand“ gesprochen wurde, gibt es nun klare Vorgaben, um Gefährdungen von Fahrradfahrern zu minimieren. So gilt für Kraftfahrzeuge innerorts ein seitlicher Mindestüberholabstand von 1,5 Meter sowie außerorts von zwei Metern.

Das Zeichen für einen Radschnellweg Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz
Das Zeichen für einen Radschnellweg Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz

Der hohen Zahl von Unfällen, bei denen Fahrradfahrer von abbiegenden Fahrzeugen übersehen wurden, soll dadurch entgegengewirkt werden, dass sich rechtsabbiegende Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen innerorts nur noch mit Schrittgeschwindigkeit bewegen dürfen. Weiterhin werden für Fahrradfahrer mehrere neue Verkehrszeichen eingeführt. So gibt es den sogenannten „Grünpfeil“, der wie bei anderen Fahrzeugen auch, ein gesondertes Rechtsabbiegen speziell für Fahrradfahrer ermöglichen soll. Fahrradzonen werden analog der Tempo 30-Zonen eingeführt. Diese dürfen von anderen Fahrzeugen nur befahren werden, wenn das mit Zusatzzeichen freigegeben wurde. Grundsätzlich gilt für den Fahrverkehr innerhalb dieser Zonen eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Verkehrszeichen zeigen Überholverbot an

An besonderen Örtlichkeiten kann die Straßenverkehrsbehörde künftig ein Überholverbot von einspurigen durch mehrspurige Fahrzeuge anordnen. Dies wird mit einem entsprechenden Verkehrszeichen versehen.

Das Zeichen für das Überholverbot Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz
Das Zeichen für das Überholverbot Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz

Gerade für Eltern interessant ist die Beförderung von Personen auf Fahrrädern. Denn in Zukunft können auf Fahrrädern, die speziell zur Personenbeförderung gebaut sind, beispielsweise Kinder mitgenommen werden. Der Fahrzeugführende muss dabei mindestens 16 Jahre alt sein.

Der Grünpfeil für das gesonderte Rechtsbbiegen Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz
Der Grünpfeil für das gesonderte Rechtsbbiegen Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz

Neben diesen Rädern gewinnen auch Lastenfahrräder immer mehr an Bedeutung. Fortan können Fahrradfahrer spezielle Parkflächen und Ladezonen, die mit dem Bild „Lastenfahrrad“ gekennzeichnet sind, nutzen. Die Straßenverkehrsbehörde ist für die Anordnung und Kennzeichnung solcher Zonen zuständig.

Mit der aktuellen Novelle ist auch das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern grundsätzlich gestattet. Sollte ein anderer Verkehrsteilnehmer jedoch behindert werden, so ist hintereinander zu fahren.

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