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Umwelt

Neue Stationen für den Klimaschutzweg

Eine Tafel beim Aberdeenpark erklärt thermische Ausgleichsräume. Die zweite erläutert den Energienutzungsplan der Stadt.
Von Therese Wimmer

Landrätin Tanja Schweiger und BUND-Vorsitzender Raimund Schoberer enthüllen die Infotafel. Foto: Wimmer
Landrätin Tanja Schweiger und BUND-Vorsitzender Raimund Schoberer enthüllen die Infotafel. Foto: Wimmer

Regensburg.Der „Klimaschutzweg Regensburg“ soll die Thematik Klimawandel, Klimaschutz und erneuerbare Energien einer breiten Öffentlichkeit nahebringen. Der Weg ist ein außerschulischer Lernort, der Nutzer anregt, sich mit regionalen Möglichkeiten und Maßnahmen des Klimaschutzes auseinanderzusetzen.

Dementsprechend behandelt eine der beiden neuen Tafeln beim Aberdeenpark den Themenbereich „Thermischer Ausgleichsraum“. Als Ausgleichsraum versteht man Freiflächen als Ausgleich für dicht besiedelte, aufgeheizte Räume, wie die Innenstadt oder etwa Reinhausen oder die Konradsiedlung.

Geschichte der Windkraft in Regensburg erklärt

Thermische Ausgleichsräume sind im Wesentlichen das Donautal und das Regental im Norden der Stadt sowie die Freiflächen südlich der Stadt. Auch die Rolle der Bäume als CO2-Speicher wird verdeutlicht. Bäume entnehmen im Rahmen der Photosynthese Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre und speichern ihn als Kohlenstoffverbindung. Als Nebenprodukt geben Bäume den lebenswichtigen Sauerstoff an die Umgebung ab.

Das Projekt

  • Entstehung:

    Der Klimaschutzweg ist ein Umweltbildungsprojekt der Stadtgesellschaft Regensburg. Initiiert wurde er von der Windpower Gesellschaft zur Nutzung regenerativer Energien mbH.

  • Energie:

    Bereits 71 Prozent des Stromverbrauchs im Landkreis werden aus erneuerbarer Energie gedeckt. Derzeit wird höchstens ein Drittel der für Stromerzeugung geeigneten Dächer genutzt.

Diese Station wurde in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz entwickelt. „Bund-Naturschutz-Mitglieder pflanzten im Jahr 1988 anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung des Bund Naturschutz in Bayern e. V. 75 Linden im Aberdeen Park. Weitere 2000 Bäume wurden im Jahr 2000 gepflanzt“, erzählt Dr. Peter Streck, vom Vorstand der Kreisgruppe Regensburg. Die Rückseite der Tafel erklärt anschaulich die Geschichte des Bürgerwindkraftwerks Regensburg, seine Leistungsfähigkeit und Funktionsweise.

Die zweite Tafel, die in Kooperation mit dem Solarförderverein Samos e.V. entwickelt wurde, erläutert den Energienutzungsplan der Stadt Regensburg. Dieser Plan gibt Auskunft zum Energieverbrauch in der Stadt und zum Stand der Erzeugung aus erneuerbaren Energien.

Zur Bewusstseinsbildung beitragen

Landrätin Tanja Schweiger, die Schirmherrin des Projekts, sieht derzeit eine enorme Aufbruchsstimmung für den Klimaschutz. „Den Anschub durch die Fridays-for-Future-Bewegung muss die Politik nutzen und den Klimaschutz voranbringen. Die heutige Erweiterung des Klimaschutzwegs um zwei weitere Stationen ist ein kleiner Beitrag zur Bewusstseinsbildung“, erklärte sie.

Diese Meinung vertritt auch Armin Schmid, Initiator des Klimaschutzwegs und Projektentwickler bei der Windpower GmbH. Er nennt als Motivation für sein Engagement, er wolle mithelfen, dass aus den Protesten der jungen Menschen eine gesamtgesellschaftlich getragene Bewegung entsteht. Er ist sicher: „Die Fridays-for-Future-Bewegung wird zu einer nachhaltigen Entwicklung im Klimaschutz führen.“

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