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Regensburg
Sonntag, 24. Juni 2018 18° 4

Verkehr

Neuer Bushalt für Besuchermassen

Regensburg rechnet wegen des Bayern-Museums mit noch mehr Reisegruppen. Die Stadt erweitert das Angebot an Stellplätzen.
Von Norbert Lösch

Den ersten Besucheransturm hat das Museum der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt schon hinter sich. Für Busse, mit denen künftig Besuchergruppen anreisen, soll es bald mehr Parkplätze geben als bisher.Foto: altrofoto.de
Den ersten Besucheransturm hat das Museum der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt schon hinter sich. Für Busse, mit denen künftig Besuchergruppen anreisen, soll es bald mehr Parkplätze geben als bisher.Foto: altrofoto.de

Regensburg.Touristen, die auf Kreuzfahrtschiffen kommen, haben sehr kurze Wege in die Altstadt. Etwas schwieriger gestaltet sich ein Besuch im Weltkulturerbe für Reisegruppen auf Rädern. Weil die Stadt schon alleine wegen des neuen Museums der Bayerischen Geschichte mit noch mehr Gruppen rechnet, die per Bus in die Ratisbona gekarrt werden, will sie auch das entsprechende Parkraumangebot erweitern. Ganz neu: Am Unteren Wöhrd soll eine Möglichkeit zum Abstellen von Reisebussen geschaffen werden. Dafür werden rund 20 Autostellplätze kurz vor der Schleife zur Nibelungenbrücke umgenutzt.

„Es gibt genügend Reserven“

Autofahrer, die den Verlust des Parkstreifens beklagen, finden laut der Stadtverwaltung in unmittelbarer Nähe eine Alternative: Der benachbarte Großparkplatz am Unteren Wöhrd/Altes Eisstadion verfüge über genügend Reserven. Dort ist zudem bekanntlich eine sogenannte Mobilitätsdrehscheibe geplant, für die aktuell ein städtebaulicher Wettbewerb anläuft. Das dort vorgesehene Parkhaus soll einmal 1500 Autos aufnehmen können – doppelt so viele wie jetzt auf dem ebenerdigen Parkplatz.

Dieser Autoparkplatz an der Nibelungenbrücke soll künftig Bussen vorbehalten bleiben.Foto: Lösch
Dieser Autoparkplatz an der Nibelungenbrücke soll künftig Bussen vorbehalten bleiben.Foto: Lösch

Bis zu fünf Reisebusse sollen auf der neuen Abstellfläche an der Nibelungenbrücke für Reisebusse Platz finden. Der kostenfreie Parkplatz ist ein weiterer Baustein im Konzept der Stadt, Busse möglichst am Rand der Altstadt parken zu lassen und lediglich den Transfer-Verkehr in die Innenstadt zuzulassen. Ebenfalls in Planung ist nämlich ein Bushalt am Schwanenplatz, dessen Umgestaltung Ende des Jahres abgeschlossen sein soll.

„Die Reisebushaltestelle am Schwanenplatz soll als Anfahrstelle für Reisebusse für die gesamte Altstadt genutzt werden.“

Dagmar Obermeier-Kundel, Pressestelle Stadt Regensburg

„Die Reisebushaltestelle am Schwanenplatz soll als Anfahrstelle für Reisebusse für die gesamte Altstadt genutzt werden. Ein wesentlicher Anfahrgrund wird – neben der Nähe zum Dom, zur Donau und den historischen Plätzen – natürlich das Museum der Bayerischen Geschichte sein“, bestätigt Dagmar Obermeier-Kundel von der städtischen Pressestelle den Zusammenhang von neuen Busparkplätzen und dem neuen Bayern-Museum. „Mit den Haltestellen in Stadtamhof befinden sich dann zwei Anfahrstellen in unmittelbarer Lage zu den touristischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten der Stadt“, verweist sie auf ein verbessertes touristisches Angebot. Sowohl am Protzenweiher als auch am Schwanenplatz dürfen Busse aber nur kurzzeitig parken, um Passagiere aus- und einsteigen zu lassen. Diese Transfer-Möglichkeit dürfte auch in Zeiten der Weihnachtsmärkte und bei größeren Altstadt-Events wie Bürgerfest oder Jazzfestival gefragt sein.

Lesen Sie auch: Der Plan für eine Quartiersgarage in Stadtamhof nimmt Gestalt an.

Pro und contra Schwanenplatz

Eine Einschränkung der angepeilten deutlich höheren Aufenthaltsqualität im Bereich zwischen Donaumarkt und Schwanenplatz durch die Haltestelle für Reisebusse mag die Stadt nicht erkennen. Dass zum „neuen“ Schwanenplatz auch Reisebusse fahren sollen, hatte unlängst in einer Sitzung des Planungsausschusses Linken-Stadträtin Irmgard Freihoffer moniert.

In der Diskussion um weitere Busparkplätze stellt die Stadt auch klar, dass der real noch in weiter Ferne liegende zentrale Omnibus-Bahnhof (ZOB) im Umfeld des Hauptbahnhofs keine Funktion bekommen soll, was Reisebusse angeht. „In den Planungen für einen ZOB sind ausschließlich Busse des ÖPNV, also Stadt- und Regionalbusse, zu berücksichtigen. Reisebusse würden den komplizierten Taktverkehr und Linienverlauf unnötig beeinträchtigen“, heißt es dazu aus der Verwaltung.

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Welche Plätze Busse ansteuern können

  • Nur kurz zum Ein- und Aussteigen

  • Am Busterminal Stadtamhof in der Straße Am Protzenweiher gibt es Kurzzeitparkplätze für Reisebusse. Diese dürfen dort 20 Minuten zum Ein- und Aussteigen stehen. Vorteil für Besuchergruppen: Sie kommen durch das schönste Entree in die Stadt und gehen über die Steinerne Brücke.

  • Kostenfreie Dauerparkplätze

  • Für die Zeit des Aufenthalts in Regensburg können Busfahrer eine Reihe von kostenfreien „Dauerparkplätzen“ ansteuern. Der nächstgelegene ist der Busparkplatz „Bäckergasse“ an der Frankenstraße, nur wenige Gehminuten vom Busterminal Stadtamhof entfernt.

  • Weitere Möglichkeiten

  • Der Busparkplatz „Margaretenstraße“ ist zentrumsnah, dort darf auch über Nacht geparkt werden. Unlimitiert parken können Busse auch auf einem Platz an der Donauarena. Der Dultplatz steht als Busparkplatz dagegen nicht mehr zur Verfügung.

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