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Aktion

Neuer Rekord beim 24-Stunden-Schwimmen

Von Samstag bis Sonntag pflügten 543 Hobbysportler durchs Westbad. Der Streckenrekord wurde um fast 700 Kilometer getoppt.
Von Daniel Steffen, MZ

  • Mit eisernem Willen zogen die Hobbysportler für einen guten Zweck im Westbad ihre Bahnen. Foto: Lex
  • Mit eisernem Willen zogen die Hobbysportler für einen guten Zweck im Westbad ihre Bahnen. Foto: Lex

Regensburg.Schon zum Auftakt war die Hölle los: Binnen weniger Minuten füllten sich die acht Bahnen des Regensburger Westbads mit kleinen wie großen Hobbysportlern, die sich alle für die gute Sache ins Zeug legen wollten. Zum nunmehr sechsten Mal lockte das 24-Stunden-Schwimmen Besucher aus Nah und Fern, die das Sportliche mit dem karitativen Zweck verbanden. Mit dem Obolus, den sie im Kassenbereich entrichteten, halfen sie der „Sportgemeinschaft Behinderter und Nichtbehinderter der Universität Regensburg“ (SG BeNi) , die in diesem Jahr begünstigt werden soll.

Um Punkt 17 Uhr gaben OB Joachim Wolbergs und Bernd-Reinhard Hetzenecker, Hauptgeschäftsführer der Regensburger Badebetriebe GmbH (RBB), den Startschuss. Mal im hohen Bogen, mal pfeilgerade sprangen die ersten Badegäste ins Nass.

Die Messlatte liegt hoch

Die 543 Schwimmer konnten den Streckenrekord von 2012 tatsächlich knacken – und wie! Nicht mehr 2133, sondern 2822 Kilometer legten sie im Westbad zurück. Manche schwammen ihre Strecke in einem Stück durch, andere teilten sie sich in mehrere Etappen auf. Das 24-Stunden-Armband erlaubte ihnen, das Westbad auch nach zwischenzeitlichem Verlassen wieder zu betreten. Für eine saubere Dokumentation der zurückgelegten Strecken sorgten die fleißigen Helfer vom Schwimmclub Regensburg.

Gewürdigt werden etwa die am längsten geschwommene Einzelstrecke sowie die längste Strecke, die eine Gruppe zurückgelegt hat. Damit die teilnehmenden Teams auch in etwa die gleichen Chancen hatten, war die Gruppengröße in diesem Jahr auf zehn Schwimmer begrenzt. Eine Ausnahme bildeten die Schülerteams, die weiter in beliebiger Stärke antreten durften.

Bahn für Bahn zum Rekord

Einige Teilnehmer sahen das 24-Stunden-Schwimmen auch als sportliche Herausforderung. So warf sich Axel Erhardt gleich zu Beginn der Aktion ins Wasser, um seinen Streckenrekord von 2012 zu überbieten. Gemeinsam mit seiner SCR-Vereinskollegin Karin Knigge war er damals 50 Kilometer geschwommen – exakt 1000 Bahnen!

Dieses Mal musste Erhardt leider vorzeitig sein Vorhaben abbrechen, dafür toppt sein Teamkollege Hamza Bakircioglu den alten Rekord um satte fünf Kilometer. Bei den Damen brach die erst 14-jährige SCR-Sportlerin Annalena Habenschaden ebenfalls den Rekord: Sie schwamm spektakuläre 50 Kilometer und 800 Meter.

Die SG BeNi war mit ihren Schwimmern ebenfalls mit von der Partie. In Kürze wird der Sportgemeinschaft die Spende überreicht.

„Unsere jungen Kanuten haben das Ziel Paralympics in Brasilien 2016 fest im Visier und können wirklich jede Hilfe brauchen“, sagte Vorsitzender Florian Stangl. Er liebäugelt nun mit der Anschaffung eines Hochleistungs-Kanus, mit dem die Sportler bestens ausgerüstet sein wollen.

Das Ereignis in Zahlen

  • Der Gesamtrekord

    Am Wochenende schwammen 543 Teilnehmer eine Strecke von 2822 Kilometern und 100 Metern. Das sind gut 700 Kilometer mehr als vor zwei Jahren –Rekord!

  • Die besten TeamsDas beste Team waren die „Warmduscher“. Zu zehnt sind sie 315 Kilometer und 400 Meter geschwommen.

  • Die längsten Einzelstrecken legten Hamza Bakircioglu (55 Kilometer) und Annalena Habenschaden (50 Kilometer und 800 Meter) zurück – Spitze!

  • Weitere Ergebnisse

    Die jüngste Teilnehmerin Hannah Minke schwamm mit ihren fünf Jahren 200 Meter. Der jüngste Teilnehmer, der ebenfalls fünfjährige Jonas Grüttner, schaffte 500 Meter. Die älteste Teilnehmerin war auch dieses Mal wieder Christiane Pindl. Mit ihren 75 Jahren schwamm sie 2.000 Meter. Willibald Lachmayr ist der älteste männlicheTeilnehmer am 24-Stunden-Schwimmen. Der 77-Jährige stieg nach 2.400 Metern aus dem Wasser. Die längste Schulstrecke erschwammen die Schülerinnen der St.-Marienschule mit 317.900 Metern. An die Spitze der Wertung der längsten Gruppenstrecke schafften es die zehn ausdauerndsten Schwimmer der Gruppe „Warmduscher“ aus Sonthofen, die zusammen 315.400 Meter erreichten. (mds)

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