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Neuer Tarif für Regensburger Busfahrer

Ab 1. Juni gilt für alle Fahrer derselbe Tarifvertrag. Dienste an Sonn- und Feiertagen werden besser bezahlt.

Manfred Koller, Geschäftsführer das Stadtwerk.Regensburg, Thomas Kleinert, Betriebsratsvorsitzender das Stadtwerk.Mobilität, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg und Aufsichtsratsvorsitzende bei das Stadtwerk.Regensburg, Sandra Schönherr, Betriebsleiterin von das Stadtwerk.Mobilität, Patrick Rostek, ver.di Gewerkschaftssekretär bei der Unterzeichnung des Tarifvertrags Foto: Hanno Meier
Manfred Koller, Geschäftsführer das Stadtwerk.Regensburg, Thomas Kleinert, Betriebsratsvorsitzender das Stadtwerk.Mobilität, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg und Aufsichtsratsvorsitzende bei das Stadtwerk.Regensburg, Sandra Schönherr, Betriebsleiterin von das Stadtwerk.Mobilität, Patrick Rostek, ver.di Gewerkschaftssekretär bei der Unterzeichnung des Tarifvertrags Foto: Hanno Meier

Regensburg.Verantwortliche von Stadt, Stadtwerk und der Gewerkschaft ver.di haben am Mittwoch einen neuen Tarifvertrag unterzeichnet, der ab 1. Juni für alle Mitarbeiter bei das Stadtwerk.Mobilität gilt.

Das Thema Lohnangleichung bei allen Stadttöchtern war laut einer Stadtwerk-Pressemitteilung von den Gesellschaftern und den Stadträten bereits vor geraumer Zeit initiiert worden und wurde in der Folge durch Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer weiter forciert. Mit der Überleitung von ETV in den TV-N Bayern werden laut der Mitteilung ab Juni alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei das Stadtwerk.Mobilität nach einem einheitlichen Tarifvertrag bezahlt.

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Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg: „In einer Krisenzeit wie wir sie aktuell erleben, merken wir erst, wie wichtig ein funktionierender und zuverlässiger öffentlicher Personen-Nahverkehr in einer Stadt wie Regensburg ist. Ich freue mich, dass alle Busfahrerinnen und Busfahrer von das Stadtwerk.Mobilität, aber auch die MitarbeiterInnen in der Verwaltung, durch den neuen Tarifvertrag für ihren täglichen Einsatz fair und einheitlich entlohnt werden.“

Manfred Koller, Geschäftsführer von das Stadtwerk.Mobilität, ergänzt: „Der Tarifwechsel bringt sowohl für unsere MitarbeiterInnen, als auch aus betrieblicher Sicht einen Vorteil. Im neuen TV-N werden die bisher schwierig zu besetzenden Schichtzeiten, wie nachts, sonn- oder feiertags, deutlich besser vergütet und stellen somit einen attraktiven Anreiz für alle Fahrer dar. Zudem ist die Aufrechterhaltung der Mobilität in der Stadt Regensburg auch für uns ein zentrales und wichtiges Thema und deswegen versuchen wir als das Stadtwerk.Mobilität unseren Fahrgästen in dieser schweren Zeit etwas Normalität zu vermitteln und das Mobilitätsangebot weiterhin zuverlässig zu gewährleisten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen vorbildlich und umsichtig mit der Situation um und leisten einen wichtigen Dienst für unsere Gesellschaft. Eine faire Bezahlung ist also eine Selbstverständlichkeit. Der nun geltende, einheitliche Tarifvertrag garantiert diese für alle.“

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Sandra Schönherr, Betriebsleiterin von das Stadtwerk.Mobilität, freut sich besonders über diesen Tarifwechsel, „denn der Weg in den neuen Tarifvertrag hat uns viel Zeit und Arbeit gekostet und war nicht immer einfach. Aber es hat sich gelohnt, denn von dieser einheitlichen Lösung werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig profitieren.“

Tarifvertrag sorgt für mehr Zufriedenheit und Motivation

Betriebsratsvorsitzender Thomas Kleinert, der sich von Anfang an bei dieser Tarifüberleitung engagiert hat, fügt hinzu: „Mit dem neuen Tarifvertrag haben wir es geschafft, dass zukünftig all unsere Mitarbeiter nahezu einheitlich bezahlt werden und wir sind uns sicher, dass dies für mehr Zufriedenheit und auch Motivation unter allen sorgt.“ Denn bisher wurde nur ein Teil der Belegschaft nach dem, im Vergleich zum größtenteils vorherrschenden ETV, vorteilhaften TV-N bezahlt. Mit dieser Überleitung erfolgt nun eine Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der TV-N bietet gerade im Hinblick auf den fairen Ausgleich von Zeitzuschlägen Vorteile gegenüber dem ETV, beispielweise sind die Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge steuer- und sozialversicherungsfrei. Zudem gibt es positive Veränderungen hinsichtlich des Urlaubsanspruches und der wöchentlichen Arbeitszeit.

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Der Vertreter von ver.di, Patrick Rostek, war ebenfalls in diese Überleitung involviert und „freut sich, dass ver.di zu dieser Überleitung maßgeblich beigetragen hat und die Stadtwerkstochter nun einen einheitlichen Tarif vorweisen kann.“ Alexander Gröbner, Geschäftsführer von ver.di Oberpfalz sprach von einem großartigem Erfolg, der beispielhaft auch für die Kommunalpolitiker anderer bayerischer Städte sein könnte. „Wenn jetzt alle städtischen Busfahrer deutlich bessere Lohn-und Arbeitsbedingungen bekommen, so folgen endlich Taten und nicht nur Sonntagsreden für die Aufwertung von systemrelevanten Berufsgruppen“.

Zufrieden mit dem neuen Tarifvertrag zeigten sich auch die Regensburger Jusos, die sich seit 2018 für eine Neuregelung der Tarife stark gemacht hatten. „Die öffentliche Hand kann auch bewusst in den bessern Tarif wechseln, weil gute Arbeit es uns wert ist“, so Juso-Chef Heinricht Kielhorn in einer Pressemitteilung.

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