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Neundorffs Vertrag bis 2027 verlängert

Der Intendant des Regensburger Theaters bleibt. Und: Eine Ausweich-Spielstätte für das Velodrom scheint gefunden.

Jens Neundorff von Enzberg: Sein Vertrag wurde verlängert.  Foto: altrofoto.de
Jens Neundorff von Enzberg: Sein Vertrag wurde verlängert. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Jens Neundorff von Enzberg bleibt Intendant des Regensburger Theaters: Der Verwaltungsrat des Theaters Regensburg mit seiner Vorsitzenden Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat seinen Vertrag, der zum 1. September 2022 enden würde, für weitere fünf Jahre, bis 31. August 2027, verlängert. „Seit September 2012 ist Neundorff von Enzberg künstlerischer Vorstand und Intendant des Theaters Regensburg, das mit seinen Produktionen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist und zahlreiche künstlerische Akzente gesetzt hat“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

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Die zweite Nachricht zum Theater, die die Mittelbayerische am Mittwoch erfuhr: Die Suche nach einer Ausweich-Spielstätte für das Velodrom biegt offenbar in die Zielgerade. Hintergrund: Das Velodrom fällt am 1. Januar 2022, wenn der Erbpachtvertrag mit Stifter und Mäzen Oswald Zitzelsberger ausläuft, zurück in die Trägerschaft der Stadt Regensburg. Der einstige Radsport-Palast muss dann umfassend saniert werden, für eine zweistellige Millionensumme, und bleibt für voraussichtlich drei Jahre geschlossen – „im Idealfall“, sagte Neundorff am Mittwoch der Mittelbayerischen.

Der Intendant hatte seit Monaten mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer intensive Gespräche über das Projekt geführt. Inzwischen habe man einen konkreten Ort, den das Theater während der Velodrom-Sanierung nutzen könne. „Da sind wir in guten Gesprächen. Bis Ende Januar, hoffe ich, sind wir sicher, dass wir eine Ausweich-Spielstätte haben werden.“ Konkreter wollte Neundorff nicht werden, mit Verweis auf die Beratungen in den städtischen Gremien, die jetzt anstehen.

Zur Verlängerung des Vertrags von Neundorff sagte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer: „Da es sich bei Theaterproduktionen um längerfristig angelegte Projekte handelt, ist es Usus, eine Vertragsverlängerung rechtzeitig in die Wege zu leiten. Jens Neundorff von Enzberg ist es gelungen, das Theater Regensburg in den letzten sieben Jahren überregional durch hohe künstlerische Qualität und Mut zu positionieren, ohne das Regensburger Publikum aus den Augen zu verlieren, das sich mit stetig steigenden Abonnenten-Zahlen bedankt. Seine Neugier auf ungewöhnliche Spielorte hat uns unvergessliche Momente im Steinbruch, im Hafen und auf der Walhalla beschert. Ich bin gespannt auf die neuen Projekte und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit!“

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Auch Neundorff ist froh darüber, die Geschicke des Theaters weiter lenken zu dürfen: „Ich freue mich sehr über dieses vorzeitige Angebot der Vertragsverlängerung, dem ich gerne zugesagt habe. Es macht große Freude, in Regensburg Theater zu machen, und es gibt noch viele künstlerische Herausforderungen, denen wir uns gerne stellen möchten. Die Akzeptanz unserer Arbeit beim Publikum macht uns glücklich, und ich bin stolz, einem so tollen und kompetenten internationalen Team von über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorstehen zu dürfen.“

Zuletzt gab es Gerüchte, Neundorff würde an das Gärtnerplatz-Theater München wechseln, als Nachfolger von Josef Köpplinger. Beide, Neundorff und Köpplinger, hatten den Spekulationen wiedersprochen.

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