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Bilanz

Nur der Pfarrer fehlte auf der Dult

Festwirte und Beschicker ziehen nach zwei Wochen eine äußerst positive Bilanz. Ausgefallen ist nur ein Gottesdienst.
Von Christian Eckl

Die Regensburger Herbstdult war für Festwirte und Beschicker ein voller Erfolg. Foto: HC Wagner
Die Regensburger Herbstdult war für Festwirte und Beschicker ein voller Erfolg. Foto: HC Wagner

Regensburg.Harmonisch, friedlich, rundum gelungen: Das ist die Bilanz, die Festwirte und Dult-Beschicker auf Anfrage der Mittelbayerischen am letzten Dult-Sonntag gezogen haben. Nur ein Ereignis musste ausfallen: der neu eingeplante Radler-Gottesdienst im Glöckl-Zelt. Alfred Glöckl erklärt auch warum: „Uns ist es nicht gelungen, einen Pfarrer zu finden. Die sind offenbar alle sehr beschäftigt!“ Drei Wochen vor Dult-Beginn habe man versucht, einen Geistlichen zu finden. Geklappt hat das aber nicht.

Dafür lief es ansonsten rund im Glöckl-Zelt: „Die Herbstdult war für uns sehr zufriedenstellend, auch wenn es in der ersten Woche eigentlich zu heiß war“, sagt Alfred Glöckl. Heuer waren es vor allem die sozialen Projekte, die Alfred Glöckl am Herzen lagen. „Wir haben den Brückenschlag zwischen Gäubodenfest und Herbstdult geschafft“, schildert der Festwirt.

Dult

Benefizaktion im Glöckl-Festzelt

Die Aktion des Regensburger Festwirts Alfred Glöckl unterstützten auch das Fürstenhaus und Schauspieler Heino Ferch.

Zur Dultbier-Probe am 13. August wurde der Schlegel zum Anzapfen des ersten Festbieres vom Armin-Wolf-Laufteam von Straubing nach Regensburg gebracht. Und zwar für einen guten Zweck, nämlich die Leukämie-Hilfe: „9000 Euro sind so zusammengekommen, wir werden den Betrag auf 10000 Euro erhöhen“, sagt Glöckl. Ganz besonders war dann auch der 31. August: Die Gäste der Notstandsküche in Schloss St. Emmeram wurden auf ein halbes Hendl mit Breze und eine Maß Bier eingeladen. Schauspieler Heino Ferch kam ebenso wie Albert von Thurn und Taxis und seine Mutter Gloria. „Wir haben schon ausgemacht, dass das nächstes Jahr wieder stattfindet“, sagt Festwirt Glöckl.

Feste

Der steile Weg zur Frei-Maß

Das Maibaum-Kraxeln hat Tradition im Hahn-Zelt auf der Dult. Selbst für Kletterer vom Alpenverein war es kein Spaziergang.

Wie Glöckl bilanziert auch Michael Hahn die Herbstdult 2019. „Wir hatten eine sehr erfolgreiche, sehr harmonische Herbstdult“, sagt Hahn auf Anfrage. Traditionell sei die Herbstdult eher ein Familienfest, vor allem an den Wochenenden feierten aber auch die Jungen im Hahn-Zelt. Hahn ist begeistert: „Wo gibt es das denn noch heutzutage, dass Jung und Alt zusammenkommen und friedlich feiern können?“

So war der letzte Abend auf der Dult. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie:

Letzte Eindrücke von der Herbstdult

Neben den zahlreichen Charity-Aktionen im Hahn-Zelt waren für Michael Hahn heuer vor allem zwei Ereignisse ein Beleg dafür, dass die Dult generationenübergreifend beliebt ist. „Unsere Newcomer-Bühne kam sehr gut an“, so Hahn. „Aber auch die Wirtshausmusik-Veranstaltung mit Jürgen Kirner, für die 1000 Liedhefte mit traditionellem Liedgut gedruckt wurden, war ein durchschlagender Erfolg.“ Das vermeintliche Kontrastprogramm sprach laut Michael Hahn teilweise dennoch den gleichen Besucherkreis an.

„Der Sicherheitsdienst muss die Verhältnismäßigkeit im Auge haben.“

Michael Hahn, Chef des Hahn-Zelts

Bei jeder Dult wieder ein Thema ist das Sicherheitskonzept, sprich der Sicherheitsdienst, der auch Taschen kontrolliert. Hahn findet, dass sich das Konzept jetzt endgültig bewährt hat. „Ich glaube, es wird zu 100 Prozent von den Besuchern akzeptiert“, sagt Hahn. Erfolgreich sei es vor allem auch deswegen, weil man auf einen sehr guten Sicherheitsdienst mit hervorragend ausgebildetem Personal setze, „das auch erkennt, was angemessen ist und was nicht“.

So sei es immer wichtig, dass der Sicherheitsdienst beispielsweise nicht jedem Kind oder jeder 80-Jährigen die Flasche Wasser aus der Hand nimmt. „Der Sicherheitsdienst muss die Verhältnismäßigkeit im Auge haben“, sagt der Chef des Hahn-Zelts.

„Auch die Jungen kamen auf die Dult“

Otto Maier von der Fischbraterei sagt, aus seiner Sicht sei die Herbstdult 2019 erfolgreicher gewesen als die im Vorjahr. „Es gibt natürlich immer einen großen Unterschied zwischen der Herbst- und der Maidult, die besser besucht wird.“ Doch laut Maier kamen heuer beispielsweise auch viele junge Leute, „obwohl im Herbst die Studenten meistens gar nicht in der Stadt sind“.

Polizei

Dult: Ermittlungen zu Unfall laufen

Auf der Herbstdult wurde der Mitarbeiter eines Fahrgeschäfts verletzt. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nicht.

Überschattet wurde die Herbstdult heuer nur von einem Unfall bei einem Fahrgeschäft. Ein 51-Jähriger wurde von einer Gondel getroffen und verletzt. Doch der Mann befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Die Beschicker und Festwirte freuen sich jedenfalls schon auf die Dulten im nächsten Jahr. Die Herbstdult wird erst am 28. August beginnen und damit zum Ausklang der Ferien mehr Publikum versprechen. Die Maidult wird nächstes Jahr gleich 18 Tage dauern – und mit dem Pfingstmontag enden. Damit sind keine Ferien in der Maidult-Zeit. „Das ist immer ein gutes Zeichen“, schließt Alfred Glöckl.

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