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Schule

Oberpfälzer Lehrer protestieren

Unter dem Motto „So nicht“ gehen Lehrkräfte gegen das Ministerium in die Offensive. In Mariaort versammelten sie sich.

Mehr als 200 Lehrkräfte fanden sich im Gasthaus Krieger in Mariaort ein, um gegen die geplanten Notmaßnahmen zu protestieren. Foto: Bäumler
Mehr als 200 Lehrkräfte fanden sich im Gasthaus Krieger in Mariaort ein, um gegen die geplanten Notmaßnahmen zu protestieren. Foto: Bäumler

Regensburg.„So nicht“ - unter diesem Motto kamen am Freitag in ganz Bayern Lehrkräfte zusammen, um gegen die Notmaßnahmen des Kultusministeriums zu protestieren. „Die Hütte brennt“, so fasste BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann die aktuell aus ihrer Sicht problematische Situation an den Grund- und Mittelschulen zusammen. Das teilte der Verband in einer Pressemitteilung mit. Dass dies auch die Schulen in der Oberpfalz betreffe, zeigte sich laut dem Verband am Freitag. „Die Hütte ist voll“, wird die Landtagsabgeordnete Margit Wild, SPD-Verantwortliche im Bildungsausschuss, im Schreiben zitiert. Die Lehrer trafen sich im Saal im Gasthaus Krieger in Mariaort. Mehr als hundert Lehrkräfte seien nach Unterrichtschluss zusammengekommen, um geeint gegen die Notmaßnahmen zu protestieren. Besonders die mangelnde Wertschätzung ihres Berufs durch das Staatsministerium bedauern viele – sie haben die Sorge den Kindern in Zeiten mannigfach gestiegener Anforderungen von allen Seiten nicht mehr gerecht werden zu können.

Meinung

Falsches Signal für die Grundschulen

Kultusminister Piazolo will die Bildung verbessern. Er erreicht das Gegenteil. Lehrer und Schüler sind die Leidtragenden.

Lehrer krisitsieren Arbeitsbedinungen

Dabei gehe es nur am Rande um die eine Stunde mehr, schreibt der Verband. Vielmehr seien es die schlechten Arbeitsbedingungen und die von Monat zu Monat zunehmenden Aufgaben, die auf den Rücken der Lehrer ausgetragen werden, welche vielen Sorgen machen. Die BLLV-Kreisvorsitzenden Dr. Christoph Vatter und Astrid Schels werden im Schreiben wie folgt zitiert: „Uns sind die Rahmenbedingungen guter Bildung nicht gleichgültig. Im Gegenteil: Kinder in ihrer Entwicklung begleiten zu dürfen ist uns ein Herzensanliegen.“ Maßnahmen zur Unterstützung seien etwa die Entlastung von Lehrkräften durch den Einsatz multiprofessioneller Teams, eine zuverlässige Personalplanung sowie nicht zuletzt die Forderung nach einer angemessenen Besoldung nach A13.

Letzteres hätten auch die anwesenden Politiker unterstützt. Die stellvertretende Landrätin Maria Scharfenberg forderte dies ebenso wie Tobias Gotthard, der die Freien Wähler im Landtag vertritt.

Bildung

Grundschullehrer schlagen Alarm

Mit Zwangsmaßnahmen will der Kultusminister den Lehrermangel an Grundschulen abfangen. „Es reicht!“, sagen Ostbayerns Lehrer.

Auch Landtagsabgeordnete Margit Wild sprach sich dafür aus: „In Zeiten immer höherer Belastung ist eine Ungleichbehandlung der Lehrkräfte nicht mehr tragbar.“ Tobias Gotthard versprach: „Wir werden in den kommenden zwei Jahren A13 für alle umsetzen.“ Dies trugen die BLLV-Kreisvorsitzenden Schels und Vatter auch an Landtagsabgebordnete Sylvia Stierstorfer, CSU, heran, welche sie im Anschluss an die Veranstaltung zum Hintergrundgespräch trafen. Dabei stellte Stierstorfer klar: „Die Kommunikation der Notmaßnahmen von Seiten des Kultusministers war sehr unglücklich. Dies muss künftig deutlich wertschätzender gestaltet werden.“ Neben einer wertschätzenderen Kommunikation und der Forderung nach A13 für alle waren insbesondere Personalversorgung, mobile Reserven und Härtefallabdeckungen ein Thema.

Bayernweite Proteste

Die Protestveranstaltung war Teil der bayernweit dezentral veranstalteten Kundgebungen zum Protest gegen die Notmaßnahmen des Kultusministeriums. Gemeinsam mit ihren Kollegen in der ganzen Oberpfalz konnten die BLLV-Kreisvorsitzenden hunderte Postkarten einsammeln, die den Kultusminister im Rahmen der Protestaktion überreicht werden. „Ein deutliches Signal für eine gute Schule“, wie BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann betonte.

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