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Obst für Suchtkranke und Obdachlose

Der Lions Club Regensburg Johannes Kepler versorgt die Drogenhilfe mit Obst. Das hilft auch regionalen Bauern.

Severin Queck und Caroline Brunnbauer setzen sich für Obstspenden an Obdachlose ein.  Foto: Lions Club
Severin Queck und Caroline Brunnbauer setzen sich für Obstspenden an Obdachlose ein. Foto: Lions Club

Regensburg.Der Lions Club Regensburg möchte weiterhin Obstspenden für Suchtkranke und Obdachlose ermöglichen. Denn die Unterstützung und Versorgung von bedürftigen Menschen ist seit dem Ausbruch von Corona und den damit verbundenen Kontakteinschränkungen schwieriger geworden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. So musste etwa der Kontaktladen Akut von der DrugStop Drogenhilfe Regensburg seine Unterstützung umstellen und überreicht seitdem Care-Pakete und Safer-Use-Materialien über den Zaun.

Denn die Hilfe auszusetzen, ist keine Option, sagt Maria Heilmeier von Akut. „Wir haben ein engagiertes und junges Team, das sich wunderbar um die Menschen kümmert, die zu uns kommen. Sie dürfen sich bei uns ausruhen, Essen empfangen und die vielen Angebote wahrnehmen, wenn sie dies wünschen.“

Zusammenarbeit mit Verein DrugStop

Dass dieser Einsatz weitergehen kann, findet auch Carolin Brunnbauer, Präsidentin des Lions Club Regensburg Johannes Kepler, wichtig. Sie wollte den Verein in der aktuellen Situation unterstützen. Deshalb nahm sie Kontakt zum DrugStop-Verein auf und bot an, den Kontaktladen mit frischem Obst und Gemüse zu versorgen. Somit konnten die Care Pakete mit Frischware aufgewertet werden, die notwendig für eine ausgewogene Ernährung ist.

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Brunnbauers Idee schlug sogar gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Wie vielen Obst- und Gemüsehändlern in der Region brachen auch Max Lehner und seinem Hof in Großprüfening die Umsätze aus Gastronomie und Hotellerie weg. Hier gelang es den Mitgliedern, eine vierstellige Summe zu sammeln, die schon einige Lieferungen von Obst und Gemüse dem Hof von Max Lehner abkaufte. „Wir möchten diese Partnerschaft und dieses großartige Projekt so lange wie notwendig für die Bedürftigen unserer Stadt aufrechterhalten“, sagt der Gemüsehändler.

Verpflegung über Zaun hinweg

Im Zuge der Lockerungen hat der Kontaktladen seit Ende April seine Türen wieder zeitweise geöffnet. Unter Einhaltung der hygienischen Vorschriften können nun wieder Bedürftige den Laden betreten. Die Versorgung mit einer warmen Mahlzeit ist noch nicht möglich, dafür wird die Verpflegung am Zaun und in der Einrichtung mit „Fingerfood“ fortgeführt. Dank der Obst- und Gemüsespenden sind in den Care-Paketen neben einem belegten Brot auch frische Vitamine enthalten.

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Das Budget des Lions Club Regensburg Johannes Kepler für die Unterstützung ist inzwischen fast aufgebraucht. Daher bittet die Vereinigung unter ihrem Motto „We serve“ um Geldspenden aus der Bevölkerung, um die Hilfe auch künftig weiter anbieten zu können.

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