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Politik

ÖDP: Suttner als OB-Kandidat gewählt

Der Stadtrat setzte sich bei der Nominierung gegen Herausforderer Hannes Eberhardt durch. Er war bereits OB-Kandidat.
von Daniel Steffen

Benedikt Suttner (r.) und Hannes Eberhardt bewarben sich für die ÖDP um das Oberbürgermeister-Amt.Foto: Steffen
Benedikt Suttner (r.) und Hannes Eberhardt bewarben sich für die ÖDP um das Oberbürgermeister-Amt.Foto: Steffen

Regensburg.Am Ende setzte sich die Erfahrung durch. Benedikt Suttner, seit zehn Jahren im Regensburger Stadtrat vertreten, geht für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) als Oberbürgermeister-Kandidat ins Rennen. Am Mittwoch setzte er sich bei der Kreisversammlung im Kolpinghaus mit elf zu fünf Stimmen gegen seinen Herausforderer Hannes Eberhardt durch.

Eberhardt war doch für manche überraschend als Mitbewerber angetreten und vermeldete, in einigen Bereichen „radikalere Positionen zu vertreten“. Eberhardt, der die Funktion des ÖDP-Fraktionsassistenten innehat, sagte, er liege ansonsten auf der Linie von Suttner und wollte sein Antreten nicht als „Kampfkandidatur“ verstanden wissen. Der 38-Jährige sagte Benedikt Suttner bereits vorab die volle Unterstützung zu, falls dieser sich bei der Wahl als OB-Kandidat durchsetze.

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Suttner, der ebenfalls 38 Jahre alt ist und hauptberuflich als Grundschullehrer arbeitet, setzte vor den 16 anwesenden ÖDP-Mitgliedern auf die Routine-Karte: Er betonte, über Erfahrungen im Stadtratsgeschäft zu verfügen und prangerte an, dass es viele Aspekte gebe, in denen die Stadtpolitik „zu zögerlich gehandelt“ habe. So müssten die Verkehrswende bereits jetzt eingeleitet und der Autoverkehr massiv reduziert werden, forderte Suttner.

Benedikt Suttner

  • Stadtrat:

    Seit 2009 sitzt Benedikt Suttner für die ÖDP im Regensburger Stadtrat. Bereits bei der Kommunalwahl 2014 hatte Suttner für seine Partei für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert.

  • Beruf und Familie:

    Seit 2010 ist Suttner als Lehrer an einer Regensburger Grundschule tätig. Er ist verheiratet und hat drei Söhne.

Ebenfalls plädierte er für einen Verzicht auf die Sallerner Regenbrücke und setzte auf mehr Bürgerbeteiligung. Eine weitere Priorität maß Suttner der Schaffung von Räumen für soziale Begegnungen bei. „Viele Bürger lechzen nach Räumen, in denen sie sich treffen können“, sagte Suttner. An die Adresse der Regensburger Grünen sagte Suttner, er sei bereit, ihnen zu sagen, welche Positionen man miteinander teile. Andererseits müsse man den Grünen aber auch sagen, „was sie falsch machen“, betonte Suttner.

Herausforderer Eberhardt

Herausforderer Eberhardt plädierte ebenfalls für eine Verkehrswende, forderte eine Altstadt ohne motorisierten Individualverkehr. Er solidarisierte sich wie Suttner mit der „Fridays for Future“-Bewegung und verwehrte sich gegen ein Wachstum um jeden Preis. „Für mich kommt der Mensch vor dem Profit“, betonte Eberhardt, der das ständige Wachstum der Tourismusbranche kritisierte. Außerdem müsse der Bau der Stadtbahn „maximal beschleunigt“ werden.

Beide Kandidaten sprachen sich für die Stärkung des Radverkehrs in Regensburg aus. „Ich denke, dass die ÖDP-Fraktion diejenige ist, die sich am meisten mit dem Radverkehr auseinandergesetzt hat“, sagte Eberhardt.

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