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Musik

Ostfriese baut die neue Bach-Orgel

Hendrik Ahrend wird die Orgel in der Dreieinigkeitskirche anfertigen. Der Orgelbauer wird das Instrument in das historische Barockgehäuse integrieren.
von Martin Weindl, MZ

Nach fünfjähriger Schließungszeit wegen Innenrenovierung ist die Dreieinigkeitskirche wieder geöffnet. Foto: MZ-Archiv

Regensburg.Die Regensburger haben ihre altehrwürdige Bürgerkirche, die evangelische Dreieinigkeitskirche, nach fünfjähriger Schließungszeit wegen Innenrenovierung wieder dankbar angenommen. Am Freitag gab Stadtkantor Roman Emilius nun bekannt, dass Hendrik Ahrend die neue Bach-Orgel für das Gotteshaus anfertigen wird. Der Orgelbauer aus Leer in Ostfriesland wird das künftige Instrument in das historische Barockgehäuse von 1758 integrieren.

Emilius erinnerte an die entstehende Regensburger Orgellandschaft aus Dom- und Papstorgel (in der Alten Kapelle) und die historische Späthorgel in St. Oswald. Als krönender Abschluss komme nun die Bach_rgel hinzu, benannt nach dem größten Komponisten für Orgelmusik, Johann Sebastian Bach.

Hendrik Ahrend war nach dem monatelangen Auswahlverfahren von einer Orgelfachkommission einstimmig gekürt worden. Er erläuterte, dass seine Orgelbaufirma bekannt sei für ihre sachkundigen Restaurierungen, aber auch bei Orgelneubauten nach altbewährten historischen Methoden. Deshalb gebe seine Firma auch „300 Jahre Garantie“ auf ihre Orgeln. Die künftige Bach-Orgel stehe noch nicht in allen Details fest: „Orgeln entstehen als Prozess aus vielen Sachverständigen-Diskussionen“, sagte Ahrend. Jedenfalls werde sich sein Instrument nahtlos in die hohe Bedeutung der Dreieinigkeitskirche einfügen.

Dekan Eckhard Herrmann unterstrich, dass in einer der bedeutendsten Kirchen der Stadt auch ein Spitzen-Orgelwerk stehen müsse. Die jetzige Behelfssituation in Gottesdiensten mit Musik von einer kleinen Truhenorgel sehe man positiv auch als „Erhöhung des Schmerzes“ über das fehlende große Instrument. Pfarrer Ulrich Burkhardt wandelte ein Rilke-Zitat um: „Herr, es ist Zeit, die Lücke ist sehr groß...“ Die Dreieinigkeitsgemeinde hoffe auf Spenden aus den Turmbesteigungen, da es keine Zuschüsse für diesen Orgelneubau gebe und die geschätzten Kosten von einer Million Euro rein aus Spenden finanziert werden müssten.

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