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Ostumgehung: Im Tiefbauamt freut man sich über das „Nein“

Die Pläne für die Ostumgehung sind nicht länger aus Eis gelegt: Baudirektor Alfons Swaczyna macht sich nach Ende des Baustopps an die Arbeit. Foto: Weigel

Vier Jahre Planung haben sich doch gelohnt! Am Montag gab Alfons Swaczyna (60) bei der Dienstbesprechung mit Mitarbeitern Sekt mit viel Orangensaft aus. Der Chef des Tiefbauamts feierte den Ausgang des Bürgerentscheids zur Ostumgehung, das Nein zur Einhausung – nun darf gebaut werden.

Die BI mit ihrer Forderung nach dem Maximal-Lärmschutz (Einhausung) erreichte am Wahlsonntag nur 20 Prozent. „Nein“-Sager, die sich mit Lärmschutzwänden an der Bahnlinie zufriedengeben, erreichten 80 Prozent. „Ich habe mich über das Votum gefreut und bedanke mich bei den Bürgern“, so Swacyna im MZ-Gespräch.

Ärmel aufkremplen! Da der Baustopp aufgehoben ist, holten der Leitende Baudirektor und seine Kollegen die Haupt-und Nebenakten zur geplanten Ostumgehung gleich aus dem Schrank und arbeiteten mit Hochdruck weiter am Projekt. Der Spatenstich für die fünf Kilometer lange Ostumgehung zwischen Walhalla Allee und B16 bei Haselbach ist für März 2010 geplant. Der Bau der Ostumgehung mit Lärmschutzwänden ist in drei große Bauabschnitte eingeteilt. Ende 2013, so der Plan, rollen die ersten Autos über die neue Umgehungsstraße.

Christian Janele (44), Sprecher der BI pro Einhausung, stand auch am Montag noch unter dem Eindruck der schweren Niederlage. Man werde das Votum der „Nein“-Sager-Fraktion aber akzeptieren. Janele führte den Misserfolg seiner BI auf die „gekippte Stimmung in den letzten zwei Wochen“ zurück. Das „Totschlagargument“ des Rathauschefs habe man nicht entkräften können. Im übrigen habe Josef Mös von der Siedlervereinigung und „verlängerter Arm des OB“ als „Spalter“ agiert und der BI-Sache geschadet.

Josef Mös (70) wies die Vorwürfe strikt zurück. „Janele hat die BI für eigene private Interessen genutzt“, mutmaßte der Chef von rund 1400 Siedlern und Eigenheimern. Janele hätte gegen den Planfeststellungsbeschluss der Regierung der Oberpfalz klagen können, das aber nicht getan. Mös gab zu, das es innerhalb der Siedlervereinigung kontroverse Meinungen zum Bürgerentscheid gegeben habe und 15 Siedler ausgetreten seien. Von „Grabenkämpfen“, so Mös, könne man aber nicht reden. Täglich erreichten ihn von Anrufe von Mitbürgern, die ihm zum Ausgang des Bürgerentscheids gratulierten.

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