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Donaumarkt

Parkplätze und Bäume verschwinden

Die Vorbereitungsarbeiten für das Museum der bayerischen Geschichte in Regensburg gehen weiter. Dabei verschwinden noch vor Weihnachten 80 Parkplätze.
Von Claudia Böken, MZ

  • Die Luftaufnahme vom Donaumarkt zeigt: Die noch vorhandenen Parkplätze sind sehr gefragt.Luftaufnahme: Fritz Winter
  • Planungsreferentin Christine Schimpfermann mit den aktuellen Plänen für die Verlegung des HauptsammlerFoto: Tino Lex

Regensburg.Die Parkplätze am Regensburger Donaumarkt werden nach und nach verschwinden. Das war mit der Ablehnung des Regensburger Kultur- und Kongresszentrums an dieser Stelle klar. Dafür sollte aber das Parkhaus am Peterswegs fertig sein, bevor die Arbeiten für das Museum der bayerischen Geschichte beginnen. Das hat nicht geklappt, und jetzt wird es eng. Ab 18. November schmilzt die Zahl der Stellplätze von aktuell 230 auf dann 140 zusammen. Dass diese Plätze vorerst noch bleiben, ist ein Entgegenkommen der Stadt gegenüber den Geschäftsleuten in der Vorweihnachtszeit. Ab Januar 2014 hat es sich am Donaumarkt endgültig ausgeparkt.

Ab Januar keine Parkplätze mehr

Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann zeigte vor Ort, was sich in den nächsten Monaten auf dem Donaumarkt tun wird, wenn die Archäologen abgezogen sind – vorübergehend übrigens nur, denn das Areal, auf dem das Museum der Bayerischen Geschichte entstehen wird, ist noch weitgehend unerforscht.

Die größte Baumaßnahme, die momentan ansteht, ist die Verlegung des Hauptsammlers. Der rund 2,80 Meter breite und 1,50 Meter hohe Kanal dient der Entwässerung der Altstadt und des Stadtwestens. Von der Eisernen Brücke aus ist die Betontrasse gut zu sehen, die weiter nach Norden rutschen wird. Für die Arbeiten muss an der Nord-West-Ecke des Donaumarkts für die Baufahrzeuge eine gegenläufig befahrbare provisorische Rampe auf den Hunnenplatz verlegt werden, die später wieder verschwindet.

Die Verlegung selbst startet nach der Winterpause und soll bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Im Sommer 2014 rechnet die Planungsreferentin mit Verkehrsbehinderungen am St. Georgenplatz, wenn die Arbeiten in den Straßenraum eingreifen. Der neue Abwassersammler ist mit einem Wärmerückgewinnungssystem gekoppelt, das das neue Museum heizt. Es gehört zum energetischen Konzept, mit dem sich die Stadt seinerzeit um das Museum der bayerischen Geschichte beworben hatte.

Bäumen müssen weichen

Bereits in der kommenden Woche wird das Ufer zwischen Eiserner Brücke und Gichtlgasse entbuscht und abgeholzt. Um das Gelände für das Museum hochwasserfrei zu machen, müssen Obstbäume und Platanen, die bereits 60 bis 80 Jahre alt sind, gefällt werden. Im Anschluss an die Donaulände wird nämlich eine zweieinhalb Meter hohe Mauer entstehen, die das Museum vor einer 100-jährlichen Flut schützen soll.

Gemeinsam mit den Bäumen fallen auch die Parkplätze nach und nach. Derzeit gibt es noch etwa 230 Plätze am Donaumarkt, von denen 60 aber während der Baumaßnahmen in der Von-der-Tann-Straße als Anwohnerparkplätze genutzt werden. Die stehen ab Ende November wieder allen Autofahrern zur Verfügung. Dafür fallen mit Beginn der Bebauung des Ostermeier-Areals rund 70, wegen der Kanalbaumaßnahme rund 20 Parkplätze weg. Ab 18. November bis zu Beginn des neuen Jahres gibt es am Donaumarkt nur noch 140 Stellplätze.

Eine kleine Bilanz der Ausgrabungen, die jetzt – vorerst – beendet werden, zog Stadtarchäologe Dr. Lutz-Michael Dallmeier. Neben den aufsehenerregenden Holzfunden der vergangenen Wochen wurde das Skelett eines Kindes gefunden, das wohl in christlicher Zeit beigesetzt wurde. Auch römische Ziegelreste kamen ans Tageslicht.

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