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Pep – eine Katze an der Universität

Jura, Sport oder Physik – der Wissensdurst des Katers ist unerschöpflich. Er ist das derzeit beliebteste Fotomotiv der Uni Regensburg.
Von Heike Haala, MZ

  • Fremdsprachen, Physik, Sport, Medieninformatik und Jura – Kater Pep schöpft die Möglichkeiten, die ihm die Uni bietet, aus. Derzeit ist er der Star auf dem Campus. Fotos: Johannes Hofmann (2)
  • Wer so weit herumkommt wie Pep, braucht auch Ruhe. Er pennt. Foto: AB
  • Pep sieht nach dem Rechten – natürlich in der Jura-Bib Foto: Julia Argauer
  • Pep bei den Sportlern – er sitzt im Tor im Sonnenschein. Foto: Katrina
  • Kein Student im Philosophikum, aber Kater Pep recherchiert bereits.
  • Pep als Schrödingers Katze bei den Physikern Foto: Markus Freitag
  • Pep beim Power-Napping im Rechenzentrum Foto: Katharina Kühbandner
  • Pep nach einem Natzerl auf der Heizung Foto: Melanie Haller
  • 7.45 Uhr, PT-Gebäude – Pep begehrt bereits Einlass. Foto: Julia Eiber

Regensburg.Das ist Pep. Der Kater wohnt eigentlich in der Brunhuberstraße unterhalb der Universität Regensburg bei seinem Frauchen. Dort ist er allerdings nicht so oft. Denn Pep ist ein Freigeist voller Wissensdurst und Forscherdrang, deswegen treibt er sich am liebsten an der Universität herum. Und zwar so viel, dass seine Semesterwochenstundenzahl wahrscheinlich sogar Studenten auf die Plätze verweist, die gleichzeitig Medizin, Informatik und Jura in der Regelstudienzeit hinlegen wollen.

Kater Pep hat sich durch seine ständige Präsenz zum momentan beliebtesten Fotomotiv der Universität gemausert. Die Fotos finden sich in der Facebook-Gruppe „Pep Tracking“. Die Einträge in dieser Gruppe offenbaren die Ausmaße von Peps Revier: ob im Vorklinikum oder in der Jura-Bib, ob bei den Medienwissenschaftlern, den Physikern oder den Sportstudenten, im Philosophikum, im Rechenzentrum, in der Krabbelstube oder in den Fachschaftszimmern – die Regensburger Studenten drücken auf den Auslöser, sobald sie die schwarz-weiß gefleckte Katze sehen und dokumentieren damit seine Route. Knapp 500 von ihnen verfolgen inzwischen die Streifzüge des Katers.

Große Bekanntheit

Die Wissbegierde, das rosa Näschen, das schwarz-weiße Muster und nicht zuletzt natürlich die Popularität verfehlen ihre Wirkung auf dem Campus nicht – Augenzeugen haben bereits Studentinnen verzückt jauchzend das Smartphone zücken sehen, als Pep ganz cool vorbeitigerte. Kommentare wie „den Kater würde ich selber zu gerne mal live in der Bib sehen“ oder „wie kann dieses Tier nur so awesome sein?“ finden sich zu Hauf auf der Pinnwand dieser Gruppe. Es besteht kein Zweifel – Pep ist angesagt.

Die Gruppe hat aber auch eine beruhigende Wirkung auf Peps Frauchen. Da Pep gern auswärts schläft, weiß sie durch die Fotos stets, wo sich ihr Liebling gerade aufhält. Früher musste sie oft rätseln oder sich Sorgen machen. Dafür versorgt sie die Pep-Fans in der Gruppe auch mit exklusiven Infos und Aufnahmen von ihrem Star. Etwa brachte Frauchen Fotos von Pep in Umlauf, auf denen er als kleiner Baby-Strolch zu sehen ist. Als Pep zum Impfen musste, hat Frauchen die Fans wissen lassen, dass er nach dem Piekser wohlauf ist, zu Hause noch gefressen hat und sich dann aber schnurstraks auf den Weg an die Uni machte. Pep profitiert auch von der Gruppe. Kürzlich meldeten die Mitglieder seinem Frauchen, dass das Tier etwas angeschlagen gewirkt habe. Als Pep nach Hause kam, bemerkte die prompt drei eiternde Bisswunden. Nach dem Arztbesuch am folgenden Tag konnte sie den Pep-Fans aber vermelden, dass das Tier wohlauf und bereits wieder auf Tour sei.

Zudem hat Peps Frauchen durch die Gruppe auch eine Möglichkeit, auf Peps Ernährung achten. Der weiß seine Popularität nämlich durchaus zu nutzen. Zum Beispiel soll er bei einer Weihnachtsfeier zu Gast gewesen sein und die ein oder andere Bratwurst abgestaubt haben. Auch heißt es in der Gruppe, dass er als Ehrenmitglied aller Fachschaften mit weiteren Vergünstigungen rechnen kann. Die Gefahr, dass Peps Beliebtheit unter dem ein oder anderen Gramm mehr auf den Rippen leiden könnte, besteht zwar nicht, aber schließlich liegt auch einem großen Fankreis viel an der Gesundheit der Katze.

Pep - die Uni Regensburg hat einen Internetstar

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