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Wahlkampf

Peter Aumer will zurück nach Berlin

Am Mittwoch eröffnete der CSU-Kandidat seinen Wahlkampf. Der MZ verriet er, mit welchen Themen er vor allem überzeugen will.
Von Curd Wunderlich, MZ

Peter Aumer startete am Mittwoch in seinen Wahlkampf. Fotos: Wifling
Peter Aumer startete am Mittwoch in seinen Wahlkampf. Fotos: Wifling

Regensburg.Peter Aumer brennt nach vier Jahren Unterbrechung für seine Rückkehr in den Bundestag. Mit drei Stimmen Vorsprung hatte er sich Ende November in einer Kampfabstimmung als CSU-Direktkandidat für Stadt und Landkreis Regensburg gegen Astrid Freudenstein durchgesetzt. „Ich mache den Wahlkampf mit Leidenschaft“, kündigt er an. „Und wenn ich ab September wieder Sprachrohr für unsere Region in Berlin sein kann, freue ich mich sehr.“ 2013 hatte Aumer noch auf eine Kandidatur verzichtet, weil er Landrat werden wollte.

Bei seiner Auftaktveranstaltung unterstützten CSU-Kreisvorsitzender Franz Rieger (links) und Bezirksvorsitzender Albert Füracker ihren Bundestagskandidaten Peter Aumer (Mitte).
Bei seiner Auftaktveranstaltung unterstützten CSU-Kreisvorsitzender Franz Rieger (links) und Bezirksvorsitzender Albert Füracker ihren Bundestagskandidaten Peter Aumer (Mitte).

Am Mittwochabend eröffnete Aumer seinen Wahlkampf vor rund 350 Unterstützern offiziell im „Parkside“ in Regensburg. Am Freitag erzählte der CSU-Mann im Gespräch mit unserem Medienhaus detailliert, welche Schwerpunkte er in den kommenden Wochen und — im Falle seiner Wahl — in Berlin setzen möchte.

Stadtbahn nur als Regionalbahn

Für Aumer sind es vor allem fünf Themenfelder, mit denen er die Wähler überzeugen möchte. Im Bereich Verkehr will er erreichen, dass Stadt und Landkreis Regensburg besser zusammenarbeiten und so ein „grundsätzliches Konzept“ erarbeitet werden kann. Für Aumer krankt es derzeit vor allem an der Kommunikation. „Wir müssen es schaffen, uns klare Zeiträume zu definieren und Finanzierungen sicherzustellen — nicht immer nur alles verschieben“, fordert er. Konkret wird er beim Thema Stadtbahn: „Die befürworte ich nur, wenn daraus eine Regionalbahn wird, die auch den Landkreis mit einschließt.“

„Im Moment wird die Digitalisierung bei uns etwas verschlafen.“ Peter Aumer

Bei seinem zweiten Thema, der inneren Sicherheit, will Aumer vor allem den derzeitigen Standard in der Region halten: „Wir leben bei uns relativ sicher“, ist er überzeugt. Auch was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, möchte Aumer in erster Linie dafür sorgen, dass es den Menschen in und um Regensburg weiterhin so gut geht, wie bisher. Dafür sei es beispielsweise notwendig, das Thema Digitalisierung verstärkt in den Fokus zu nehmen. „Da müssen wir was tun, um die Nase vorn zu haben. Im Moment wird die Digitalisierung bei uns etwas verschlafen“, befürchtet Aumer.

Im Dialog mit Spitzenpolitikern

Dass das Thema Familie große Teile des Wahlprogramms der CSU und CDU bestimmt, freut Aumer. „Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, auf deren Basis die Familien selbst entscheiden können, was für sie am besten ist.“ Beispielhaft nennt Aumer das Baukindergeld. Den Konsens nach der Bundesratsentscheidung am Freitag, dass diese Regelungen künftig auch für homosexuelle Ehepaare mit Kindern gelten werden, kann der CSUler mittragen. Sein fünftes Schwerpunktthema hält Aumer sehr allgemein: Er wolle dafür sorgen, dass sich in Bayern weiterhin jeder selbst verwirklichen könne: „Das hat Bayern schon immer stark gemacht“, sagt er.

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Im Wahlkampf setzt der CSU-Kandidat auf seine Reihe „Aumer im Dialog“. Hochrangige Politiker wie Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt oder der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bund, Stephan Mayer, haben ihr Kommen bereits zugesagt.

Ob der Wahlkampf in Anbetracht der derzeit schwierigen politischen Lage in Regensburg eine besondere Herausforderung wird, habe er sich auch schon einige Male gefragt, meint Aumer. „Die Menschen schauen vielleicht noch genauer hin“, vermutet er. Deshalb wolle er beispielsweise mit dem Thema Wahlkampfkosten sehr transparent umgehen. Wie viel sein Wahlkampf am Ende gekostet hat, will er öffentlich machen, kündigt Aumer im Gespräch mit unserem Medienhaus an.

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