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Pflegebranche ist in Ausnahmesituation

Die Regensburger Johanniter erinnern an die Leistung der Pflegekräfte während Corona. Auch Angehörige stehen unter Druck.

Die Regensburger Johanniter wünschen sich langfristige Wertschätzung für Pflegekräfte. Foto: Fabian Kaiser
Die Regensburger Johanniter wünschen sich langfristige Wertschätzung für Pflegekräfte. Foto: Fabian Kaiser

Regensburg.Am 12. Mai 2020 jährt sich der Geburtstag von Florence Nightingale, der Pionierin der Krankenpflege, zum 200. Mal. Anlässlich dieses besonderen Jahrestags würdigen die Johanniter in einer Pressemitteilung die enorme Leistung, die von den Mitarbeitenden ihrer ambulanten Dienste tagtäglich erbracht wird.

In der aktuellen Situation tragen Pflegekräfte, so die Mitteilung, ein noch höheres Maß an Verantwortung als zu normalen Zeiten: Pflegebedürftige Menschen müssen auch während der Corona-Krise versorgt werden – zugleich sind sie am meisten gefährdet, einen schweren Verlauf der Erkrankung Covid-19 zu erleiden. Aufgrund der bestehenden Regelungen müssen sie zum eigenen Schutz auf Besuche von Verwandten verzichten. Die Pflegenden sind somit oft die einzige direkte Verbindung zur Außenwelt. Zugleich leiden sie auch selbst unter den Einschränkungen des Alltags, die aufgrund der Corona-Virus-Krise erforderlich sind.

Johanniter wollen Angestellten danken

„Die Bedrohung durch das Coronavirus und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen stellen eine außergewöhnliche Belastung für uns alle dar“, erläutert Regina Kellerer, Pflegedienstleitung der Johanniter in Regensburg „Für Pflegende bringt diese Sondersituation in vielfacher Hinsicht noch mehr Herausforderungen, das ist uns sehr bewusst. Daher möchten wir ihnen an dieser Stelle ausdrücklich danken und zugleich Mut und Zuversicht für die weitere Zeit zusprechen.“

Menschen

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Arno Birkenfelder hilft an allen Ecken und Enden: mit einer Ladung Brezen, Liedern für Senioren, einem Zaun voller Gaben.

Es sei begrüßenswert, dass der lebenswichtige Pflegeberuf derzeit ein hohes Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit erfahre. Doch auch außerhalb einer Krisensituation sei er von immenser Bedeutung. „Unser Wunsch ist es, dass die Menschen, die diesem wichtigen Beruf mit viel Hingabe und Sorgfalt nachgehen, langfristig die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen“, Regina Kellerer.

Online-Kursprogramm für Angehörige

Auch pflegende Angehörige stehen durch die Sondersituation unter Druck: „Sie gehen oftmals an ihr Limit, während ihre Arbeit weitestgehend unsichtbar bleibt. Sie verdienen höchsten Respekt für ihren täglichen Einsatz.“ Die Johanniter haben speziell für pflegende Angehörige ein kostenloses Online-Kursprogramm. Vier Themenbereiche stehen hier zur Verfügung: „Grundlagen der häuslichen Pflege“, „Alzheimer und Demenz“, „Wohnen und Pflege im Alter“ sowie „Rechtliche Vorsorge für den Ernstfall“

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