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Pionier der Wirtschaft

Nachruf

REGENSBURG (mbw). Helmut Brüchner, der „ostbayerische Möbelkönig“, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Er gehörte zu den Wirtschaftspionieren, die im Nachkriegs-Regensburg das Wirtschaftsleben bestimmten. Am 22. März 1921 in Dresden geboren, 1940 zur Wehrmacht eingezogen, war er bis Kriegsende in Russland und wurde 1945 in der Nähe von Eger aus der Gefangenschaft entlassen. In seine Heimat nach Dresden konnte er nicht, da waren die Russen, also ging er mit nach Weiden, wo ein Kriegskamerad zu Hause war.

Von Weiden aus kam Helmut Brüchner nach Regensburg, ohne Verwandte, ohne Geld und ohne Förderer. Eine kleine Schreinerei in Hainsacker war das Sprungbrett: Von hier aus hat Helmut Brüchner ein Möbel-Imperium aufgebaut. Am Donaumarkt entstand das Stammhaus, sein liebstes Kind, in Straubing, Hof, in weiteren nordbayerischen Städten und in Ingolstadt entstanden seine Möbelhäuser mit damals 400 Arbeitsplätzen. Als in Regensburg eine Stadthalle ins Gespräch kam, sah Brüchner seinen Plan, am Donaumarkt ein attraktives Geschäftshaus zu bauen, als endgültig gescheitert und verkaufte 1989 seine 16 Möbelhäuser en bloc. Helmut Brüchner hat sich immer auch ehrenamtlich betätigt, so zum Beispiel bei der Industrie-und Handelskammer und beim Arbeitsgericht, Ehrungen hat er zuhauf bekommen, Bundesverdienstkreuz 1.Klasse, Runtinger-Medaille, Bayerischer Verdienstorden u.a.

1992 traf ihn ein schwerer Schicksalsschlag, als seine Frau starb. Tochter Dr. Tanja führt heute die Vermögensverwaltung in der Johann-Hösl-Straße, Tochter Sonja ist Juristin und in einem internationalen Unternehmen der Immobilienbranche tätig.

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