MyMz
Anzeige

Bildung

Politiker diskutierten mit Schülern

Am „Tag der Freien Schulen“ hielten Landtagsabgeordnete in Regensburg Unterrichtsstunden. Bei den Schülern kam das gut an.
Von Louisa Knobloch, MZ

Dr. Franz Rieger diskutierte mit Schülern der Privaten Fachoberschule Pindl über Europa.
Dr. Franz Rieger diskutierte mit Schülern der Privaten Fachoberschule Pindl über Europa. Foto: Knobloch

Regensburg. Flüchtlingskrise und die Zukunft der Europäischen Union: Die Themen, die Dr. Franz Rieger (CSU) am Montag mit den Schülern der 12. Klasse der Privaten Fachoberschule Pindl diskutierte, sind hochaktuell. „Europa steht am Scheideweg“, sagte der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Landtag. „Eine gemeinsame Lösung der Flüchtlingskrise auf europäischer Ebene ist derzeit nicht in Sicht.“

Wie seine Landtagskollegen Sylvia Stiersdorfer (CSU), Margit Wild (SPD) und Jürgen Mistol (Grüne) hielt Rieger an diesem Tag eine Schulstunde – eine Premiere für ihn, wie er sagte. In ganz Bayern beteiligten sich 136 Abgeordnete am „Tag der Freien Schulen“, der auf Initiative des Verbandes Bayerischer Privatschulen heuer zum ersten Mal stattfand. Etwa 206 000 Kinder und Jugendliche besuchen derzeit eine der rund 1300 nichtstaatlichen Schulen im Freistaat. In Regensburg beteiligten sich neben den Pindl-Schulen auch die Mädchenrealschule Niedermünster, die Bischof-Manfred-Müller-Schule, die Fachoberschule der Privaten Schulen Breitschaft sowie die Private Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe an der Aktion unter dem Motto „Politik macht Schule“.

Die Schüler stellten durchaus kritische Fragen: „Wie passt eine Obergrenze mit den christlichen Werten Ihrer Partei zusammen?“, wollte etwa eine junge Frau von Rieger wissen. „Wir können nicht unbegrenzt Menschen bei uns integrieren“, antwortete der Politiker. Auf die zunehmenden rechten Tendenzen in Deutschland angesprochen, sagte Rieger, die Politik müsse konkret aufzeigen, wie man Probleme – etwa den Mangel an bezahlbaren Wohnraum – lösen wolle. „Das haben die bürgerlichen Parteien bisher zu wenig gemacht.“ Wichtig sei es zudem, durch mehr Hilfe vor Ort die Fluchtursachen zu bekämpfen.

Margit Wild gab am Privat-Gymnasium Pindl Einblicke in die Arbeit im Bayerischen Landtag.
Margit Wild gab am Privat-Gymnasium Pindl Einblicke in die Arbeit im Bayerischen Landtag. Foto: Knobloch

Über ihren Werdegang und die Arbeit im Bayerischen Landtag berichtete Margit Wild (SPD) in einer Doppelstunde am Privat-Gymnasium Pindl. Die Zehntklässler erfuhren, wie Gesetze gemacht werden, wie eine Plenarsitzung abläuft und welche Termine eine Landtagsabgeordnete so hat. „Der Beruf scheint sehr stressig zu sein“, meinte Tobias. „Es war total interessant“, fanden Felicia und Anna. Sie würden gerne einmal den Landtag besuchen. Für Wild ging der Schultag noch weiter: Auch an der Bischof-Manfred-Müller-Schule und der Wirtschaftsschule Breitschaft hielt sie Stunden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht