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Polizei sperrt erneut Bismarckplatz

Am Wochenende griffen die Sicherheitskräfte in Regensburg durch. Am Grieser Spitz und auf der Jahninsel gab es Platzverweise.
Von Daniel Steffen und Julia Ried

Am Freitag und am Samstag kontrollierte die Polizei den Zugang zum Bismarckplatz.
Am Freitag und am Samstag kontrollierte die Polizei den Zugang zum Bismarckplatz. Foto: Alexander Auer

Regensburg.Auch am Samstag haben Sicherheitskräfte in Regensburg eingegriffen, um das Partygeschehen in geordnete Bahnen zu lenken. Die Polizei sperrte erneut den Bismarckplatz, weil dieser zu voll gewesen sei, hieß es am Sonntagmorgen aus der Einsatzzentrale.

Das Partygeschehen am Grieser Spitz und auf der Jahninsel war am Freitagabend nach Einschätzung der Einsatzkräfte aus dem Ruder gelaufen. Die Polizei reagierte ab 22.20 Uhr mit Platzverweisen. Dann leerten sich die Areale. Am Samstag gab es nach Angaben der Einsatzzentrale der Polizei am Sonntag „ein paar Ermahnungen wegen Ruhestörung“.

Am Bismarckplatz war das Partyvolk nach Einschätzung der Polizei disziplinierter. Trotzdem sperrten die Sicherheitskräfte schon am Freitag zeitweise, weil er zu voll wurde. Mehr als 700 Menschen dürften sich gegen 23.15 Uhr dort aufgehalten haben, sagte Polizeisprecher Florian Beck am Samstag. Damit hätten die wegen der Corona-Pandemie vorgeschriebenen Sicherheitsabstände nicht mehr eingehalten werden können. Deshalb hätten sich Kollegen an den Zugängen postiert und bis circa 0.30 Uhr niemanden mehr auf den Platz gelassen. Die Nachtschwärmer hätten darauf mit Verständnis reagiert. In der Nacht zum Sonntag sperrte die Polizei den Bismarckplatz ab circa 23 Uhr für eine Stunde.

So sieht es nach einer Partynacht am Grieser Spitz aus.
So sieht es nach einer Partynacht am Grieser Spitz aus. Foto: Christian Bayer

Zu Tausenden waren bereits am Freitag hauptsächlich junge Menschen in die Regensburger Innenstadt geströmt. Die Freisitze der Cafés und Restaurant füllten sich und auch auf den zentralen Treffpunkten wie dem Bismarckplatz oder auf der Jahninsel ging es höchst lebhaft zu. Wären nicht die Polizei und der Kommunale Ordnungsservice so stark präsent gewesen, hätte beinahe der Eindruck entstehen können, als ob Covid-19 bereits verschwunden wäre.

Auch der Grieser Spitz wurde am Freitag bis circa 22 Uhr immer voller. Während sich auf dem Bismarckplatz und am Donauufer vor allem junge Erwachsene aufhielten, hatte es viele Jugendliche dorthin gezogen. Die einen tobten sich beim Fußballspielen aus, andere breiteten gemütlich die Picknickdecke aus – und wieder andere tranken reichlich mitgebrachten Alkohol. Polizeisprecher Beck sagte am Samstag, manche Besucher hätten mit steigendem Alkoholpegel die Einhaltung der Abstandsregeln vergessen. Mehrere Dutzend junge Leute sprangen vom Grieser Steg aus in die Donau. Die Ordnungskräfte schritten ein, beließen es aber zunächst bei einer Ermahnung.

Ab 22 Uhr wurde es zu laut

Ab 22 Uhr sei es aber zu laut geworden, berichtete Polizeisprecher Florian Beck am Samstag. Auch Anwohner beschwerten sich. Die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsservices hätten deshalb die Besucher gebeten, zu gehen. Die meisten kamen dieser Aufforderung nach. Manche allerdings sammelten sich dem Bericht Becks zufolge „in größeren Gruppen“. „Um 22.20 Uhr ist eine Feuerwerksbatterie gezündet worden“, berichtete Beck. Die Polizisten auf dem Grieser Spitz bekamen Verstärkung; die Polizei entschied, dass das Areal sich leeren müsse. „Circa 400 Personen hat man gebeten zu gehen.“ Teilweise hätten Einsatzkräfte Platzverweise aussprechen müssen. „Gegen 22.40 Uhr war der Grieser Spitz menschenleer“, schrieb Beck in seinem Bericht. „Eine größere Menge Müll ist zurückgeblieben“, sagte er.

Zu der Zeit waren der Polizei zufolge noch etwa 300 Menschen auf der Jahninsel. Die Einsatzkräfte hätten auch sie aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Gegen 23.15 Uhr war auch die Jahninsel leer; die Regensburger Polizei, die an diesem Abend auch Unterstützung von der Bayerischen Bereitschaftspolizei bekam, übergab das Areal an den von der Stadt engagierten privaten Sicherheitsdienst.

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Überhaupt hätten viele Menschen die Abstandsregeln respektiert und Rücksicht auf die Anwohner genommen, schreibt Beck, während manche die Plätze verdreckt zurückgelassen und Anwohner um den Schlaf gebracht hätten. Die Regensburger Polizei nehme den Freitagabend deshalb zum Anlass, erneut an das Verantwortungsbewusstsein aller Nachtschwärmer zu appellieren. „Bitte Abstand halten, an die Anwohner denken und den Abfall nicht liegen lassen“, lautet der Aufruf von Polizeisprecher Beck.

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