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Bilanz

Polizei war am Palmator gut beschäftigt

Größere Schlägereien blieben beim Starkbierfest am Adlersberg aus. Ein Kind wurde wohl von einem Maßkrug am Kopf getroffen.

Beim Palmator wird nicht nur gefeiert, nach zu viel Alkoholgenuss muss die Polizei oft verstärkt eingreifen. Foto: Lindner
Beim Palmator wird nicht nur gefeiert, nach zu viel Alkoholgenuss muss die Polizei oft verstärkt eingreifen. Foto: Lindner

Pettendorf.Trotz sehr kühler Witterung pilgerten wieder ca. 8000 bis 10 000 Personen, überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene zum Palmator-Anstich auf den Adlersberg. Bis ca. 15 Uhr blieb die Lage weitgehend ruhig, heißt es im Bericht der Polizeiinspektion Nittendorf. Mit zunehmender Alkoholisierung der Festbesucher ereigneten sich die üblichen alkoholspezifischen Delikte wie Hausfriedensbruch, Beleidigungen, Sachbeschädigungen und Handgreiflichkeiten, bei deren Aufnahme es dann zu leichteren Widerstandshandlungen kam. Größere Schlägereien auf dem und außerhalb des Festgeländes waren nicht zu verzeichnen bzw. wurden von den Kräften des eingesetzten Sicherheitsdienstes im Keim erstickt.

Ein 22-jähriger Festbesucher warf einen Maßkrug über die Einfriedungsmauer. Nach Zeugenangaben soll ein Kind getroffen und möglicherweise verletzt worden sein. Das Kind in Begleitung einer Frau konnte nicht mehr angetroffen werden. Die Begleiterin wird gebeten, sich bei der PI Nittendorf, Tel. 09404/9514-0, zu melden.

Drei deutlich alkoholisierte Personen werden wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt, weil sie sich gegen die Polizei wegen vorausgegangener Delikte mit Fußtritten sowie versuchten Knie- und Kopfstößen zur Wehr setzten.

Tradition

Tausende feiern Palmator-Fest

Das Wetter hielt – und die Starkbier-Pilger kamen zuhauf. Für den Festwirt bedeutete der Ansturm eine Herausforderung.

Unmengen an Müll in den Wiesen

Die Einfallsrouten der Fußwanderer zum Adlersberg über die Tremmelhauser Höhe und vom Bahnhof Etterzhausen über Goldberg und Hummelberg waren stark frequentiert. Dementsprechend blieben auf diesen Wegen und den angrenzenden Randstreifen Unmengen an Abfall in Form von Flaschen, Plastik- und Pappbechern, Plastikkanistern, Einweg-Grills, Fastfood-Verpackungen und mehr zum Leidwesen der Anlieger zurück. Ebenso wurden wieder eine Vielzahl von Leitpfosten aus der Verankerung gezogen und in die angrenzende Straßenböschung/Straßengraben geworfen.

Sehen Sie hier mehr Impressionen vom Palmator 2019:

Impressionen vom Palmator 2019

Gut beschäftigt war auch der Rettungsdienst, der 30 Personen überwiegend wegen Schnittverletzungen ambulant versorgte. 15 Personen mussten wegen diverser Verletzungen meist nach Stürzen oder aufgrund Alkoholvergiftung zur stationären Behandlung in Regensburger Krankenhäuser eingeliefert werden.

Gedrängel an den Bussen

Ab 16 Uhr bis ca. 19 Uhr drängten jeweils mehrere Hundert Personen an der Haltestelle Fuchskurve in die Busse der Linie 12 Richtung Regensburg. Um Gefahrensituationen vorzubeugen, musste der Zustieg durch Polizeikräfte geregelt werden.

Drei Besucher wurden Opfer eines Diebstahls. Ein 19-jähriger Student ließ seinen unter der Bierbank abgestellten Rucksack für kurze Zeit unbeaufsichtigt. Diese Gelegenheit nutzte ein Täter und leerte den Rucksack, der später an anderer Stelle auf dem Festgelände wieder gefunden wurde. Dem Täter fielen eine Lautsprecherbox und eine Geldbörse mit Scheckkarte, Personalausweis und Führerschein in die Hände.

Tausende Besucher beim Palmator am Adlersberg

Handtaschendieb auf frischer Tat erwischt

Ein Handtaschendieb wurde auf frischer Tat von einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes beobachtet, festgehalten und der Polizei übergeben. Der Geschädigten konnte die Handtasche mit vollständigem Inhalt zurückgegeben werden.

Trotz kühler Temperaturen kamen wieder 8000 bis 10 000 Menschen auf den Adlersberg. Foto: Tino Lex
Trotz kühler Temperaturen kamen wieder 8000 bis 10 000 Menschen auf den Adlersberg. Foto: Tino Lex

Einem Anwohner in Tremmelhausen wurden zwei unversperrte Mountainbikes aus dem Unterstellplatz entwendet. Ein Fahrrad konnte er auf dem Palmator-Gelände wiederfinden. Bei drei Palmator-Besuchern wurde Rauschgift für den Eigenkonsum festgestellt. Die Betroffenen müssen jetzt mit einer Anzeige rechnen. Bei einer Personenkontrolle gab ein 36-jähriger Mann frei erfundene Personalien an, um seine Identität zu verschleiern. Ihn erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Mehrere Ausweisdokumente und Handys wurden verloren gemeldet, bzw. aufgefunden.

Erfreulicherweise wurden trotz verstärkter Kontrollen keine Trunkenheitsfahrten und Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss festgestellt.

Wir haben live vom Palmator 2019 berichtet. Der Newsblog zum Nachlesen:

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