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Sport

Post-Süd: Keine Rückmeldung vom Jahn

Über das geplante Nachwuchszentrum gab es bei der Delegiertenversammlung nichts Neues zu vermelden. Immerhin: Peter Gritsch bleibt Präsident.
Von Stephan Beimler, MZ

  • „Der Jahn ist ja eigentlich für die Instandhaltung der Gebäude und des Geländes am Kaulbachweg verantwortlich“, wurde bei der Delegiertenversammlung der SG-Post/Süd erneut betont. Fotos: Rieke/Beimler
  • Der Pächter des Jahnwirts hört im Sommer auf, wie lange das Gebäude noch steht, ist aber sowieso fraglich.

Regensburg.Die Delegierten der ungefähr 1500 Mitglieder der SG Post/Süd Regensburg wählten am Wochenende das Präsidium in der Vereinsgaststätte „Zum Jahnwirt“. Aufgrund des Rückzugs von drei Präsidiumsmitgliedern mussten einige Plätze neu vergeben werden. Roswitha Lehner wurde zur neuen Vizepräsidentin gewählt, der neue Schatzmeister heißt Norbert Bambl. Horst Küster wechselt vom Vizepräsidenten ins erweiterte Präsidium. Vor den Wahlen legten der Präsident und die anderen Verantwortlichen jedoch Rechenschaft über das vergangene Geschäftsjahr ab.

Die erste wichtige Information für die anwesenden 63 Delegierten war eigentlich keine: Seit der Veröffentlichung der hochtrabenden Pläne des SSV Jahn zur Neugestaltung des Geländes am Kaulbachweg (MZ berichtete ausführlich) haben die Verantwortlichen des direkt betroffenen Sportvereins Post/Süd vom Jahn keinerlei Rückmeldung erhalten. „Seit dem Gespräch bei dem Gang an die Presse durch den Jahn hat Dr. Christian Keller keinen weiteren Kontakt mit uns gehabt“, erklärte Präsident Peter Gritsch auf Nachfrage eines Delegierten. Zu diesem Zeitpunkt sei das ganze Konzept wohl noch zu sehr Zukunftsmusik, eben eine Vision.

Kurz zum Hintergrund: Nach der Fusion der Fußballabteilungen des SSV Jahn und der SG Post/Süd im Jahr 2002 übernahm der Jahn auch das Gelände am Kaulbachweg, sicherte der dort heimischen SG Post/Süd allerdings vertraglich die weitere Nutzung (Nießbrauchsrecht) zu. Die Pläne des Jahn sehen einen kompletten Neuaufbau vor, mit neuen Trainingsmöglichkeiten, „die einem Profifußballclub angemessen sind“, so Keller damals zur MZ, und einem Internat für Talente.

Eigentlich gute Pläne...

„Eigentlich wären die Pläne, wenn sie so ausgeführt werden wie geplant und wenn der bestehende Vertrag eingehalten wird, sehr gut für uns“, meinte der alte und neue Vizepräsident Heinrich Brömmel. „Der Jahn ist ja eigentlich für die Instandhaltung der Gebäude und des Geländes verantwortlich“, meinte er und da liege doch einiges im Argen. Nur dürfe man nicht die anderen Abteilungen der ansässigen SG Post/Süd vergessen, die am Standort verwurzelt sind.

Die Kegelbahn und die Schützenanlage beispielsweise müssten vertragsgemäß auch nach dem Umbau wieder am Kaulbachweg untergebracht werden. Und für die Zeit der Baumaßnahmen müsse für Ersatz gesorgt werden. Deshalb würde man sich über aktuelle Wasserstandsmeldungen zu dem Thema freuen, hieß es auf der Delegiertenversammlung. Bei veranschlagten sieben bis acht Millionen Euro Kosten äußerten einige Delegierte auf der Versammlung Zweifel an der Finanzierbarkeit des Projekts.

Dennoch konnte Präsident Gritsch auch positive Entwicklungen vermelden: Die Zahl der Mitglieder ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen auf nun 1472. Auch mit der sportlichen Entwicklung der Abteilungen sei man sehr zufrieden.

Der Bericht des nicht mehr zur Wahl stehenden Hermann Grötsch förderte einen Überschuss von 23 512 Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr ans Tageslicht, wovon nach Abzug der Verbindlichkeiten noch etwa 3000 Euro übrig blieben. Für 2014 sei ein Überschuss von etwa 5000 Euro angepeilt. Der könnte durch die auf der Versammlung verabschiedeten Anträge zur Aufstockung der Vergütung von bis zu 300 Stunden für Übungsleiter – statt wie bisher 200 – aber noch etwas schrumpfen.

In weiteren Anträgen wurden Günter Leja und Gerhard Bornschlegl, Mitglieder seit 1967 beziehungsweise 1968, zu Ehrenmitgliedern gewählt. Die Ehrung mit Urkunde wird im Sommer stattfinden.

Wolbergs wiedergewählt

Auch das langjährige Mitglied des erweiterten Präsidiums, der neue Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, wurde in Abwesenheit einstimmig wiedergewählt. Er hatte bereits im Vorfeld eine eventuelle Wahl angenommen.

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