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Auszeichnung

Preis für exzellente Ausbildung

Vier Regensburger Betriebe wurden für ihre Qualität und ihren Einsatz in der Ausbildung neuer Fachkräfte geehrt.
Von Sarah Höger

Die Vertreter der diesjährigen Preisträger des Ausbilderpreises der Stadt Regensburg mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Foto: Sarah Höger
Die Vertreter der diesjährigen Preisträger des Ausbilderpreises der Stadt Regensburg mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Foto: Sarah Höger

Regensburg.Obwohl die Arbeitslosenquote in Deutschland so niedrig ist wie nie seit der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland, klagt die Wirtschaft über Fachkräftemangel. Zehntausende Ausbildungsstellen sind unbesetzt, Betriebe ringen um Azubis. In Regensburg möchte die Politik einen Beitrag dazu leisten, dass Qualität in der Ausbildung von Nachwuchskräften gefördert wird, um der Wirtschaftskraft der Region weiter Auftrieb zu geben.

„Bildung und Qualifizierung sind für die Wirtschaftskraft und die Innovationskraft einer Region von größter Bedeutung“, so Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Sie übergab zusammen mit Dr. Hermann Hager, Referent für Bildung, Sport und Freizeit der Stadt, am Mittwoch im Dollingersaal des Alten Rathauses den Ausbilderpreis. In diesem Jahr an die vier besten Betriebe, die der Städtischen Berufsschule II zugeordnet sind. „Regensburg ist attraktiv und hat eine hohe Wirtschaftskraft und Innovationsfähigkeit“, so Maltz-Schwarzfischer weiter. „Wir sind, was die Wirtschaft betrifft, auf gut qualifizierte Fachkräfte und auf Nachwuchs angewiesen. Wir haben ja in verschiedenen Branchen, in Teilen unseres Wirtschaftsgebiets, schon große Nachwuchssorgen und das, was man Fachkräftemangel nennt“.

Sie ehrte die Ausbildungsbetriebe für ihren Beitrag dafür, dass die Region Schritt halten könne mit den wirtschaftlichen Entwicklungen, indem sie qualifiziert ausbilden. Alleine dass sie überhaupt ausbilden, sei schon von großem Wert. „Zur Ausbildung und zur Qualifizierung gehören aber nicht nur das Fachliche, das Technische, das Handwerkszeug sozusagen, sondern es sollen - und das ist auch bei uns in der Bayerischen Verfassung so festgeschrieben - Herz und Charakter gebildet werden“, betonte die Bürgermeisterin.

Der Ausbilderpreis

  • Wer darf sich bewerben?

    Regensburger Betriebe konnten sich digital für den Ausbilderpreis bewerben. Dafür mussten die Ausbilder selbst sowie Auszubildene und Lehrkräfte der Berufschule Fragebögen ausfüllen und den jeweiligen Betrieb bewerten.

  • Wer wählte die Besten aus?

    Anschließend wählte eine Jury anhand der ausgewerteten Fragebögen die besten Betriebe aus.

Und besonders darauf werde in den ausgezeichneten Ausbildungsbetrieben besonders Wert gelegt. Ausgezeichnet für ihre hohe Qualität in der Ausbildung wurden die Stadtfriseure Regensburg, der Malerbetrieb Heinrich Schmidt GmbH, die Naturwissenschaftliche Fakultät für Chemie und Pharmazie der Universität Regensburg sowie die Holzwerkstätte von Armin Kainz. Ihnen wurde eine gläserne Trophäe überreicht. Insgesamt hatten sich 27 Betriebe um den Preis beworben. Oberstudienrätin Maria Köberl-Nowotny ehrte die anwesenden Vertreter der Betriebe jeweils mit einer kurzen Laudatio. Ein Auszubildener beziehungsweise eine Auszubildende der Stadtfriseure hatte bei der anonymen Bewertung ihres Betriebs angegeben: „Jeder jammert über seinen Betrieb, doch hier schwärmen alle“. Ausbildungsleiterin Susanne Müller nahm für die Stadtfriseure den Preis entgegen und betonte, dass in ihrem Betrieb von Anfang an die Förderung der jugen Menschen im Vordergrud gestanden hätte. Über die Ausbildung an der Universität schrieb einer der angehenden Chemielaboranten: „Hier gibt es Ausbilder, die sich Zeit nehmen“. Die Trophäe nahm Laborleiterin Britta Badziura entgegen. Auch im Malerbetrieb Heinrich Schmidt, den in Regensburg Markus Hofstetter leitet, nimmt die Ausbildung von Nachwuchskräften einen großen Stellenwert im Betriebsalltag ein: „Für mich ist die Personalauswahl sehr wichtig und Noten spielen bei mir zunächst keine Rolle. Persönlichkeit ist für mich viel wichtiger. Wenn immer alles nach Noten ginge, wäre ich heute sicher nicht hier,“ merkte Hofstetter schmunzelnd an. In seinem Betrieb bekomme jeder eine Chance.

Genau wie in der Kontaktstelle für Jugend und Familie, der Holzwerkstatt von Armin Kainz. Hier bekommen Jugendliche eine Chance auf eine Ausbildung, auch wenn kein Schulabschluss vorhanden ist. „Das Team ist eine Familie“, schrieb ein Azubi auf den Bewertungsbogen. Eine Ehre für Armin Kainz, der betonte, seinen Traumberuf auszuüben, indem er Schreiner sein könne und gleichzeitig mit Jugendlichen arbeiten könne.

Geld haben die Betriebe nicht bekommen - die Reputation als ausgezeichnete Ausbildungsstätte dürfte allerdings viel wertvoller für die Betriebe sein.

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