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Ehrung

Preise für engagierte Regensburger

Die Stadt beging den Stadtfreiheitstag. Mehrere Persönlichkeiten wurden für Verdienste um die Gesellschaft ausgezeichnet.
Von Martina Groh-Schad

Beim Stadtfreiheitstag ehrte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (5.v.r.) zahlreiche verdiente Regensburger. Die Festrede hielt der Oberbürgermeister von Nürnberg, Ulrich Maly (2.v.r.).  Foto: Groh-Schad
Beim Stadtfreiheitstag ehrte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (5.v.r.) zahlreiche verdiente Regensburger. Die Festrede hielt der Oberbürgermeister von Nürnberg, Ulrich Maly (2.v.r.). Foto: Groh-Schad

Regensburg.Seit fast 40 Jahren wird in Regensburg rund um den 10. November der Stadtfreiheitstag mit einem Festakt begangen. Die Stadt feiert damit seine Loslösung vom Bayern-Herzog und dem Bischof hin zu einer freien Reichsstadt. Heuer begrüßte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer den Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly als Festredner im historischen Reichstag. Maly nahm die Gäste mit auf einen Diskurs zum Thema „Kommunale Selbstverwaltung oder Stadtfreiheit – Keimzelle der Demokratie in unserem Land“.

Sport

Regensburg ehrt seine Weltmeister

Bei der Sportlerehrung wurden 130 erfolgreiche Athleten und 24 Mannschaften ausgezeichnet. Zwei Ehrungen waren besonders.

Maly nutzte seinen Vortrag um auf die Problematik hinzuweisen, dass die Wahlbeteiligung in unserem Land zu niedrig sei. „Wir lassen mit den Mitteln der Demokratie die eine Hälfte über die andere Hälfte entscheiden“, erklärte er. Zudem machte er zwei schwierige Phänomene unserer Zeit aus: Zum einen belaste die Stadtgesellschaften die Angst.

„Sie ist ganz langsam in unsere Gemeinschaft hinein geschlichen“, sagte er. Viele Menschen hätten Angst vor einem Statusverlust und vor einem sozialen Abstieg. Zum anderen gebe es das Problem einer diffusen Wir-Identität, die von Rechtspopulisten erzeugt werde. Er erinnerte an deren Ausspruch: Wir holen uns unser Land zurück. „Von wo und von wem soll was zurück geholt werden?“, fragte er.

Viele Regensburger geehrt

Bürgermeistern Gertrud Maltz-Schwarzfischer hob in ihrem Vortrag die Bedeutung der Freiheit für die Stadtgesellschaft hervor. „Die Bürger nahmen ihre Stadt selbst in die Hand“, betonte sie und verwies darauf, dass die Menschen daraufhin große Projekte wie die Steinerne Brücke und den Dom verwirklichten. Heute sei bürgerliches Engagement wesentlicher Bestandteil von kommunalen Entscheidungsprozessen.

Der Regensburger Stadtfreiheitstag

  • Historie:

    Am 10. November 1245 erhob Friedrich II., Kaiser des römisch-deutschen Reiches, Regensburg Kraft des Edikts von Pavia in den Stand einer Freien Reichsstadt. Damit fanden die Abhängigkeiten von Bayern-Herzog und Bischof ein Ende.

  • Folgen:

    Die Bürger der Stadt konnten ihre Verwaltung in die eigenen Hände nehmen. Seit 1980 wird der Tag in Regensburg mit einem Festakt gefeiert und zum Anlass genommen, verdiente Regensburger rund um ihr Engagement für die Stadt auszuzeichnen.

Anlässlich des Stadtfreiheitstags zeichnete Maltz-Schwarzfischer mehrere Regensburger mit Preisen aus. Die Albertus-Magnus-Medaille überreichte sie an Dr. Martin Linder, dem ehemaligen Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Bezirksklinikum Regensburg. Es sei ihm zu verdanken, dass den Betroffenen und ihren Familien wohnortnahe Angebote gemacht werden können, um sie optimal zu versorgen. Mittlerweile gibt es zusätzliche Einrichtungen in Weiden, Cham und Amberg.

Stadtschlüssel ging an Christa Weiß

Peter Küspert, zuletzt Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes erhielt die Matthäus-Runtinger-Medaille. Küspert habe sich stets bemüht, die Bedeutung der Verfassung für die Gesellschaft zu vermitteln und die Debatten bereichert.

Tradition

Hohe Auszeichnungen am Stadtfreiheitstag

Regensburgs Bürgermeisterin ehrte Bürger mit bedeutenden Auszeichnungen. Sie alle sind Kämpfer für die Stadtgesellschaft.

Der Stadtschlüssel ging an die Vorsitzende des Vereins für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Christa Weiß für das inklusive Wohnprojekt „W.I.R.“ und an den Verein DrugStop Drogenhilfe e.V., vertreten durch Dr. Willi Unglaub, Marion Hoffmann-Plank und Hans Eckmann.

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