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Unicef

Prominenter Besuch bei den Domspatzen

Seit 15 Jahren unterstützen die Regensburger Domspatzen Unicef. Am Mittwoch kam TV-Star Willi Weitzel vorbei.
Von Sarah Höger

Die Kinder wollten diesemal von ModeratorWilli Weitzel einiges wissen. Foto: altrofoto.de
Die Kinder wollten diesemal von ModeratorWilli Weitzel einiges wissen. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Woraus besteht Metall? Wo kommt das Salz her und wie werden eigentlich Brücken gebaut? Fragen, die den Grundschülern der Regensburger Domspatzenschule auf den Zungen brannten, als Willi Weitzel am Mittwoch vor ihnen im Chorsaal ihrer Schule stand. Aufgeregt meldeten sich die Jungs, um ihre – teilweise schon professionell auf Spickzetteln vorbereiteten – Fragen dem TV-Star zu stellen.

Der „Willi wills wissen“-Reporter war als Unicef-Pate zu Besuch bei den Domspatzen, um gemeinsam mit den Schülern die nun schon seit 15 Jahren andauernde Unterstützung der kleinen Sänger für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zu feiern. Gemeinsam mit der Unicef-Arbeitsgruppe Regensburg tragen die Domspatzen dazu bei, das Leben von Kindern auf der ganzen Welt schöner – und vor allem kindgerechter zu machen.

Domspatzen erheben Stimme

Seit 15 Jahren sind die Regensburger Domspatzen Unicef-Botschafter, dehalb besuchte mit Moderator und Unicef-pate Willi Weitzel (hinten rechts) die Grundschule der Regensburger Domspatzen Foto: altrofoto.de
Seit 15 Jahren sind die Regensburger Domspatzen Unicef-Botschafter, dehalb besuchte mit Moderator und Unicef-pate Willi Weitzel (hinten rechts) die Grundschule der Regensburger Domspatzen Foto: altrofoto.de

Seit 2003 sind die Domspatzen Unicef-Junior-Botschafter und seitdem haben die Schüler 100 000 Euro für Unicef gesammelt – eine Summe, die vor allem durch Spendenläufe an der Schule sowie durch Benefizkonzerte der Domspatzen zusammengekommen ist. Bereits viermal – immer vor den großen Ferien im Sommer – fand der Spendenlauf unter dem Motto „Wir laufen für Unicef“ statt. In diesem Jahr sogar mit prominenter sportlicher Unterstützung des Triathleten Sebastian Neef, der die Kinder als Motivationscoach anfeuerte.

Alexandra Meindl-Müller, Unicef-Komitee-Mitglied und Zuständige für Unicef in der Oberpfalz, erklärte, was die Partnerschaft zwischen Unicef und den Domspatzen ausmacht: „Kinder brauchen Gehör, egal, wo auf der Welt sie leben. Und die Domspatzen erheben ihre Stimme für Kinder auf der ganzen Welt, sie können durch ihren Einsatz das Leben vieler Kinder besser machen. Die Möglichkeit, Kindern im wahrsten Sinne des Wortes eine Stimme zu geben, verbindet die Domspatzen mit Unicef.“

Kinderrechte im Grundgesetz

„Auch im Unterricht an der Domspatzenschule werden Kinderrechte gelebt und demokratische Werte vermittelt“, erklärte Meindl-Müller im Gespräch mit unserer Zeitung weiter. Den Schülern soll bewusst werden, dass Kinder in anderen Teilen der Welt nicht zur Schule gehen können, dass manche nicht einmal sauberes Trinkwasser haben oder manche Kinder sogar arbeiten müssen. Unicef will die Aufklärung in Sachen Kinderrechte an Schulen in Deutschland vorantreiben – denn die komme laut Meidl-Müller an anderen Schulen immer noch viel zu kurz.

Mehr Bilder vom Besuch von Willi Weitzel bei den Domspatzen sehen Sie hier:

Willi Weitzel zu Besuch bei den Domspatzen

Unicef setzt sich weltweit für den Schutz von Wohl und Würde von Kindern ein. Auf Grundlage der Kinderrechtskonvention der UNO von 1989, die 1992 auch von Deutschland ratifiziert wurde, hilft Unicef Kindern auf der ganzen Welt, ein kindgerechtes, sicheres, gewaltfreies und perspektiv- und bildungsreiches Leben zu führen. Im deutschen Grundgesetz sind Kinderrechte noch immer nicht verankert – das soll sich in dieser Legislaturperiode jedoch ändern: Der Koalitionsvertrag der GroKo sieht vor, die Kinderrechte endlich ins Grundgesetz mitaufzunehmen.

„Bildung ist das Wichtigste für Kinder.“

Willi Weitzel, Unicef-Pate

Ende 2019 will die Koalition einen Fahrplan für die Umsetzung vorstellen. Auch Willi Weitzel betonte während der Gesprächsrunde mit den Grundschülern, dass leider nicht alle Kinder ein so schönes Leben wie die Kinder in Regensburg führen können. Als er die Kinder fragte, ob einer der Schüler ein Kind kenne, das in Not ist, erzählt einer der Jungs, schonmal in Deutschland ein armes Kind gesehen zu haben. Verdutzt fragte daraufhin ein anderer Schüler: „Gibt es etwa auch in Deutschland arme Kinder?“ Eine Frage, die Weitzel mit einem traurigen Ja beantworten musste. Etwa 4,4 Millionen Kinder in der Bundesrepublik leiden Schätzungen zufolge unter Armut.

Unicef und die Domspatzen

  • Hilfe:

    Seit 2003 unterstützen die Domspatzen das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef). Mit Benefizkonzerten und anderen Spendenaktionen wie dem „Wir laufen für Unicef“-Lauf haben sich die jungen Sänger engagiert.

  • Ergebnis:

    Dabei haben sie bereits 100 000 Euro eingesammelt, um Kindern, die in Not sind, zu helfen. Lehrerin Claudia Büchner fotografierte ihre aufgeregte Klasse, die gebannt den Erzählungen von Fernsehmoderator Willi Weitzel lauschte.

Weitzel, der seit 2010 als Unicef-Pate ehrenamtlich tätig ist, sieht den Schlüssel zu einem besseren Leben für alle Kinder auf der Welt in der Bildung, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte: „Ich sehe immer zwei Stufen, also erstmal muss die Basis stimmen, also die Grundbedürfnisse der Kinder müssen gedeckt sein. Es muss zu trinken da sein, die Kinder müssen geimpft werden, brauchen Klamotten. Wenn das hergestellt ist, ist der nächste wichtigste Schritt die Bildung.“ Auch wenn das inzwischen fast abgedroschen klinge, seien Schule und Bildung enorm wichtig, um Kindern aus der Armut zu helfen.

Das kann Anja Wild, Unicef Regionalleiterin, bestätigen: „Schule ist ein ganz entscheidender Faktor. Für Kinder ist es wichtig, eine Regelmäßigkeit im Alltag zu haben. Unicef setzt sich deshalb auch dafür ein, dass in Krisengebieten Schulen schnell wieder aufgebaut werden“. Unicef möchte Kindern eine echte Kindheit jenseits von Armut, Hunger und Leid geben und die Domspatzen helfen dabei, den Kindern eine Stimme zu geben.

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