MyMz
Anzeige

Verkehr

Radentscheid: Falschparken im Visier

Die Aktivisten rufen am Donnerstag die Regensburger auf, ihnen Bilder von zugestellten Wegen zu senden.
Von Julia Ried

Autos, die vor abgesenkten Kanten von Fuß- oder Radwegen parken, behindern Fußgänger und Radler. Foto: Michael Achmann
Autos, die vor abgesenkten Kanten von Fuß- oder Radwegen parken, behindern Fußgänger und Radler. Foto: Michael Achmann

Regensburg.Die Organisatoren des Regensburger Radentscheids nehmen sich das Thema Falschparken vor: Sie rufen am Donnerstag, 26. September, unter dem Schlagwort #zugeparkt Bürger dazu auf, ihnen Fotos von Stellen in der Stadt zu senden, die ordnungswidrig von Fahrzeugen zugestellt sind. „Das können Fahrzeuge auf Fuß- oder Radwegen sein, Fahrzeuge vor abgesenkten Bürgersteigkanten oder Fahrzeuge, die in Grünstreifen geparkt sind, wo sie nicht hingehören“, erläutert Michael Achmann, einer der Sprecher des Bürgerbegehrens, in seinem Aufruf.

Er versichert: „Wir wollen niemanden anschwärzen. Wir wollen an einem Tag ein Bild schaffen, an wie vielen Orten falsch abgestellte Fahrzeuge den Fuß- und Radverkehr behindern, und damit ein Bewusstsein schaffen, dass selbst wenige Minuten ein Problem sein können.“

Initiatoren wollen auf Problem aufmerksam machen

Adressat der Aktion sind die zuständigen Behörden der Stadt. Ihnen wollen die Initiatoren des Radentscheids aufzeigen, „dass es hier ein Problem gibt, das nachhaltig zu lösen ist“, heißt es in dem Aufruf Achmanns. „Das heißt, solche Stellen sollten besser beschildert werden, am Boden entsprechend markiert werden oder es muss eben durch bauliche Maßnahmen verhindert werden, dass hier geparkt werden kann.“ Zudem appelliert er an die Behörden, den ruhenden Verkehr stärker zu kontrollieren – auch außerhalb der Altstadt, wo regelmäßig Verkehrsüberwacher zu sehen seien.

Auf Nachfrage erklärt Achmann zum weiteren Vorgehen: „Wir werden die Bilder sammeln. Und dann gibt es zwei Wege. Wir wollen das Gesamtpaket an das Ordnungsamt oder die Verkehrsüberwachung weiterleiten. Und wir behalten uns vor, die Bilder anonymisiert in sozialen Medien zu verwenden.“ Wer Letzteres nicht möchte, soll dies bei der Einsendung angeben. Die Radl-Aktivisten speichern prinzipiell keine Telefonnummern oder Mail-Adressen. Sie bitten ausdrücklich darum, weder Namen noch Adresse mitzusenden. Nachdem die Bilder gesammelt sind, löschen sie die Nachrichten.

Ein Video von der Regensburger Klimademo am Freitag, bei der auch die Radaktivisten mit von der Partie waren, sehen Sie hier:

Tausende protestieren bei Regensburger Klimademo

So können Bürger sich beteiligen

Auf Bundesebene hatte der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) das Falschparken bereits in einer Aktionswoche im Juni ins Visier genommen. Der VCD in der Domstadt ist einer der Verbände hinter dem Regensburger Radentscheid, dessen Initiatoren nun den Aktionstag auf lokaler Ebene organisieren. Bilder können über Twitter (@radentscheidR), Facebook (facebook.com/radentscheid.r), Instagram (@radentscheid.r), Telegram, WhatsApp, Signal und Threema (die richtige Nummer lautet jeweils 01 52/ 36 27 90 22), per E-Mail unter info@radentscheid-regensburg.de sowie unter https://radentscheid-regensburg.de/upload oder https://1n.pm/zugeparkt an die Radl-Aktivisten gesendet werden. Wer selbst Bilder tweeten will, soll die Hashtags #zugeparkt und #radentscheid.r zusammen nutzen.

Die generelle Forderung der Initiatioren des Bürgerbegehrens, für die sie derzeit Unterschriften sammeln, lautet: „Die Stadt Regensburg soll ein Netz von durchgängigen Hauptrouten für den Fahrradverkehr schaffen und dies vorrangig als verkehrspolitisches Ziel der Stadtentwicklung verfolgen.“

Weitere Nachrichten und Berichte aus Regensburg lesen Sie hier.

Kundgebung

Ein starkes Zeichen an die Politik

3000 Menschen beteiligen sich an der Fahrrad-Demo und an der Fridays-for-Future-Menschenkette. Die Forderungen sind klar.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht