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Verkehr

Radfahrer fordern sichere Fahrspur ein

Das Team von „Radentscheid Regensburg“ rollte erneut sich selbst einen roten Teppich aus – um für mehr Sicherheit zu werben.
Von Tino Lex

Vorsicht an der Teddy-Lane: Radfahrer verschafften sich in der Prüfeninger Straße mit einem roten Teppich mehr Platz – der Sicherheit wegen. Foto: Tino Lex
Vorsicht an der Teddy-Lane: Radfahrer verschafften sich in der Prüfeninger Straße mit einem roten Teppich mehr Platz – der Sicherheit wegen. Foto: Tino Lex

Regensburg.Das „Radentscheid-Team“ rollte am Donnerstagabend erneut den Fahrradweg aus. Diesmal in der Prüfeninger Straße. Der Fahrradweg wurde durch Teddys abgesichert, um eine „Protected Bikelane“, einen gesicherten Radweg, zu demonstrieren. Protected Bikelanes sind Teil der Forderung Sie stellen eine mögliche Form der Fahrradinfrastruktur dar, die vor allem entlang viel befahrener Hauptstraßen als sinnvoll erachtet wird. Die Prüfeninger Straße ist für diese Aktion besonders geeignet, da sie stark frequentiert ist.

Plüschtiere sollen Autofahrer an Kinder erinnern

Die Autofahrer staunten nicht schlecht, als vor ihnen ein roter Teppich auftauchte, an der Seite abgegrenzt mit Plüschtieren. „Das ist unsere Teddy-Lane, die die Autofahrer daran erinnern soll, dass hier Radfahrer – auch viele Kinder – unterwegs sind“, erklärt eine der Initiatoren der Aktion, Regine Wörle.

Teddy-Lane in der Prüfeninger Straße Video: MZ

In der Tat mussten die Kraftfahrzeuge aufgrund der Verengung runter vom Gas in der meist sehr stark befahrenen Hauptachse des Ausgangsverkehrs in den Regensburger Westen, aber auch in die Stadt hinein. Viele reagierten mit Verständnis, andere wiederum konnten der Aktion rein gar nichts abgewinnen und reagierten mehr oder weniger genervt.

Radentscheid begrüßt neuen Fahrradstreifen

Wichtig war für die rund 30 Teilnehmer der Aktion, dass sie von den Autofahrern erkannt werden. Die Aktion fand deshalb in der Prüfeninger Straße statt, da der Stadtrat im Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen im April dieses Jahres beschlossen hatte, dass der stadteinwärtige Fahrradweg der Prüfeninger Straße, der bisher nahe der Hedwigs Klinik endete, durch einen Fahrradstreifen bis zum Platz der Einheit (Jakobs Tor) ergänzt werden soll. Diese Entscheidung begrüßt der „Radentscheid Regensburg“ außerordentlich.

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Radentscheid: positive Zwischenbilanz

Seit Ende April haben die Initiatoren mehr als 4400 Unterschriften gesammelt. Aktionen sollen die Pläne verdeutlichen.

Allerdings sehe man einen Radfahrstreifen an dieser Stelle als verpasste Chance, denn der Charakter der Straße sowie der vorhandene Platz seien perfekte Voraussetzungen, um die erste „Protected Bikelane“, den ersten geschützten Radfahrstreifen in Regensburg, anzulegen, so Regine Wörle. Diese geschützten Radwege könnten sicher von allen, auch Kindern und Teenagern, befahren werden. Eltern, die um die Sicherheit ihrer Kinder wissen, lassen sie mit gutem Gewissen dann Rad fahren.

Demo mit „Fridays for Future“ geplant

Die Initiative „Radentscheid Regensburg“ veranstaltet am Freitag, 20. September, zusammen mit der Aktionsplattform „Verkehrswende“ und „Fridays for Future Regensburg“ die vierte Fahrrad-Demo: „I want to ride my bicycle!“ Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Nach der Abfahrt werden zwei mögliche Vorrangrouten für den Fahrradverkehr passiert. Die Demo endet mit einer Kundgebung am Ernst-Reuter-Platz. Dort treffen die Radler auf die Aktivisten von „Fridays for Future“, um ab 17 Uhr eine Menschenkette um die Regensburger Altstadt zu bilden. Für Autofahrer scheint es sinnvoll, an diesem Freitag die Innenstadt zu meiden.

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