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Ermittlungen

Randale an Schule: Polizei rückte an

„Streich“ an Regensburger Konradschule eskaliert. Die Schüler zündeten Feuerwerkskörper und warfen ein Regal aus dem Fenster.

Die Neuntklässler zündeten im Klassenraum auch einen Feuerwerkskörper. Foto: Ole Spata/dpa
Die Neuntklässler zündeten im Klassenraum auch einen Feuerwerkskörper. Foto: Ole Spata/dpa

Regensburg.Mehrere Schüler haben am Mittwoch in einem Klassenzimmer in der Konrad-Mittelschule in der Posener Straße randaliert. Die Jugendlichen lösten dadurch einen Notruf aus, der zu einem größeren Einsatz der Regensburger Polizei führte.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Regensburg Nord waren gegen 11.30 Uhr insgesamt elf männliche Schüler alleine in einem Klassenzimmer, weil ihr Sportunterricht ausgefallen war. Während sie sich dort aufhielten, warf ein Schüler mehrere Gegenstände, darunter einen Stuhl und ein Regal sowie kleinere Schulutensilien, aus dem Fenster des Raums. Vor dem Fenster, das sich im oberen Bereich der Schule befand, hatte sich laut Polizei zu diesem Zeitpunkt keine Person befunden. Deshalb sei glücklicherweise niemand durch die herabfallenden Gegenstände verletzt worden.

Schüler oder Lehrer wurden nicht verletzt

Ein zweiter Schüler zündete in dem Klassenraum einen Feuerwerkskörper. Ob durch den Kracher ein Sachschaden entstanden ist, wird nach Polizeiangaben derzeitig noch geprüft. Schüler oder Lehrer wurden bei diesen Aktionen nicht verletzt.

Die Polizei hatte von den Vorgängen in der Mittelschule durch einen Anruf aus dem Schulsekretariat erfahren. Weil darin von einer Randale in einem Klassenzimmer die Rede war, bei der auch jemand versucht habe, Feuer zu legen, beorderte die Polizeiinspektion Nord vorsichtshalber sieben Streifenwagen an den Einsatzort. Nach Angaben von Polizeikommissar Thomas Hasler sei die Polizei bei derartigen Meldungen aus dem Schulbereich sehr sensibel. Wenn auch nur der Hauch des Anscheins eines Amoklaufs vorliege, gehe man auf Nummer sicher.

Polizei ermittelt gegen zwei Schüler

Schulleiter Stefan Wolf bestätigte den Anruf auf Nachfrage der Mittelbayerischen. Allerdings habe man nur mit einer Streife gerechnet, nicht mit einem Großeinsatz mit Blaulicht. Die Situation sei zu diesem Zeitpunkt längst unter Kontrolle gewesen. Die elf Schüler seien nur kurze Zeit beim Stundenwechsel alleine gewesen. Er habe die Polizei eingeschaltet, weil nicht sicher gewesen sei, ob der Boden durch den Kracher beschädigt worden ist. Deshalb habe er eine Aufnahme des Schadens gewünscht.

Die Arbeit der Polizei lobte Wolf ausdrücklich. Die Beamten hätten die Sachlage binnen kurzer Zeit geklärt und die beiden Hauptverantwortlichen herausgefiltert. Das Verhalten der Schüler sei völlig inakzeptabel. Wolf: „So etwas ist bei uns nicht üblich.“ (cs)

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Gefährlicher Unsinn

  • Böller:

    Sogenannte Chinaböller dürfen keinesfalls in Innenräumen gezündet werden. Behörden und Polizei warnen ausdrücklich vor dem Missbrauch solcher Feuerwerkskörper.

  • Folgen:

    Die Wucht der Explosion kann zu Verletzungen und Verbrennungen führen, der laute Knall zu bleibenden Gehörschäden.

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