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Aktion

Ratschläge für Frau in der Arbeitswelt

Der Verband der Business Professional Women und Vertreter der Stadt Regensburg starteten ein Speed Coaching. Anlass ist der Equal Pay Day 2014.
Von Flora Jädicke, MZ

Ingrid Asche (li.), Marga Teufel und Bürgermeister Wolbergs Foto: Jädicke

Regensburg.22 Prozent weniger Lohn verdienen Frauen gegenüber den männlichen Kollegen. Und das bei gleicher Arbeit und mindestens gleicher Leistung. Das ist auch im 21. Jahrhundert noch immer die bittere Wahrheit. Jedes Jahr im März machen Verbände, Politiker und Firmen auf diese Diskriminierung der Frauen aufmerksam.

Auch in Regensburg gingen die Business Professional Women (BPW), die den Equal Pay Day (EPD) bundesweit eingeführt haben, unter die Menschen und informierten im Köwe-Center über die Situation von Frauen in der Arbeitswelt. Die diesjährige Aktion ging aber weit über allgemeine Informationen hinaus.

Die Regensburger BPW-Vorsitzende Ingrid Asche stellte acht Vertreterinnen vom Regionalzentrum Frau und Beruf, von der Agentur für Arbeit, der städtischen Gleichstellungsstelle und BPW-Beraterinnen vor. Sie boten Interessierten ein konkretes, 15-minütiges Beratungsangebot. Unter dem Motto „Speed Coaching“ konnten sich Passantinnen zwischen 13 und 17 Uhr am Infostand im Köwe Rat holen.

Den Auftakt zum diesjährigen Equal Pay Day in Regensburg hatte am Montag bereits Dr. Christina Boll, Forschungsdirektorin am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut, gemacht. Sie ging in ihrem Vortrag der Frage nach, welche Arbeitszeitmodelle Fachkräfte sichern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen und mit welchen man der Altersarmut vorbeugen könne.

Der Equal Pay Day wird jedes Jahr im März begangen. Das Datum errechnet sich aus den 365 Tagen des Jahres und dem Prozentsatz, den im jeweiligen Jahr die Einkommensungerechtigkeit der Geschlechter ausmacht. 2014 waren die 22 Prozent der Tage des gesamten Jahres am 21. März erreicht.

Aber was soll diese Art der Berechnung des Aktionstags leisten? Walter Joachimiak vom statistischen Bundesamt macht die 22 Prozent Einkommensungerechtigkeit beim EPD-Forum in Frankfurt am 22. November 2013 greifbar: „Der 21. März 2014 ist der Tag, an dem die Männer anfangen zu arbeiten, während die Frauen bereits seit dem 1.1.2014 arbeiten. Und am 31.12.2014 haben sie beide das gleiche Jahreseinkommen“, sagte er.

Als „himmelschreienden Skandal“ bezeichnete SPD-Bürgermeister Joachim Wolbergs in seinem Grußwort die unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist selbstverständlich“, sagte er. Auch bei der Stadtverwaltung in Regensburg sei die Teilzeitarbeit für viele Frauen eine Armutsfalle.

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