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Regensburg demonstriert gegen Rassismus

Hunderte Menschen protestieren im Zuge der #BlackLivesMatter-Bewegung in Regensburg. Drei weitere Demos waren angekündigt.
Von Wolfgang Ziegler, Andreas Maciejewski und Tino Lex

Hunderte Menschen protestierten vor dem „Schwammerl“ gegen Rassismus.
Hunderte Menschen protestierten vor dem „Schwammerl“ gegen Rassismus. Foto: Tino Lex

Regensburg.Regensburgs Altstadt sollte am Samstag wieder einmal Demo-Hochburg sein. Vier Protestaktionen waren angekündigt, aber nur zwei fanden statt. Die erste mit etwa 30 Demonstranten am Vormittag ab 11 Uhr am Neupfarrplatz.

Die Rettungsorganisation „Sea Eye“ machte hier darauf aufmerksam, dass das Schiff Alan Kurdi, das zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer verwendet wird, noch immer in Italien festgehalten wird – ihrer Meinung nach ohne rechtliche Grundlage. Laut der Organisation finden dazu auch Proteste in Berlin, Hamburg, Bonn, Köln und Münster statt.

Pandemie

Angst vor Pleite: Wirte demonstrierten

Besonders für Bars und Discos sei die Lage dramatisch, sagten Betreiber auf dem Haidplatz. Es gebe nicht mal ein Konzept.

Zahlreiche Spenden bei „Sea Eye“-Demo

Die Demo "Befreit die Rettungsschiffe! #free Alan Kurdi" fand am Neupfarrplatz statt.
Die Demo "Befreit die Rettungsschiffe! #free Alan Kurdi" fand am Neupfarrplatz statt. Foto: Tino Lex

Viele Regensburger nahmen sich Informationsmaterial mit, einige spendeten. Zahlreiche Passanten solidarisierten sich mit den Demonstranten. Einer brachte den Tenor der Veranstaltung auf den Punkt: „Man kann die Menschen nicht im Mittelmeer ertrinken lassen!“

Regensburg protestiert gegen Rassismus

Die Demonstranten trugen Mund-Nasen-Schutz. Der Mindestabstand konnte aber nicht immer eingehalten werden.
Die Demonstranten trugen Mund-Nasen-Schutz. Der Mindestabstand konnte aber nicht immer eingehalten werden. Foto: Ziegler

Um 14 Uhr fand eine Demo gegen Rassismus statt. Diese war ursprünglich für den Bismarckplatz angekündigt gewesen, die Demonstranten fanden sich aber in Absprache mit der Polizei vor dem „Schwammerl“ in der Nähe des Hauptbahnhofs ein. Laut Polizeiangaben demonstrierten etwa 500 Menschen verschiedener Hauptfarben im Zuge der #BlackLivesMatter-Bewegung gegen Rassismus.

Die Polizeibeamten halfen, die Demo an das „Schwammerl“ zu verlegen. Dafür gab es Beifall von den Demonstranten. Auch die Polizei lobte die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern. Rufe gegen die Beamten seien von den Veranstaltern schnell unterbunden worden mit dem Hinweis, dass man hier gegen Rassismus und nicht gegen die Polizei demonstriere.

Eine Bildergalerie zur Anti-Rassismus-Demo:

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Die Proteste liefen demnach friedlich ab. Sie vermittelten eher den Eindruck eines Happenings, berichtet ein MZ-Reporter vor Ort. Die Demonstranten trugen Mund-Nasen-Schutz. Der Mindestabstand von 1,50 Meter konnte aber wegen der Vielzahl der Demonstranten größtenteils nicht eingehalten werden.

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Zwei Demos in Regensburg abgesagt

Um 14.30 Uhr war eigentlich eine weitere Demonstration angekündigt. „Gegen Verschwörungsmythen“ heißt diese. Doch um diese Uhrzeit fanden sich dort keine Protestler ein, berichtet ein MZ-Reporter vor Ort. Auch am Domplatz sollte ab 15 Uhr die Protestaktion „Für die Freiheit und das Recht auf eine selbstbestimmte Existenz des Menschen“ stattfinden. Doch auch hier fanden sich keine Menschen ein. Nach Informationen der Mittelbayerischen wurden beide Demos abgesagt.

Protest

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Am Rande einer „Black Lives Matter“-Protestaktion auf dem Neupfarrplatz griff eine Person laut Polizei einen Beamten an.

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