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Gespräch

Regensburger Kulturreferent für Kreative

Wolfgang Dersch stellt sich den Kulturschaffenden vor. Er will verhindern, dass Künstler wegen Raumnot abwandern.
von Wolfgang Spornraft

Kulturdezernent Wolfgang Dersch stellte im Degginger den Kreativen seine Pläne vor. Foto: Simon Gehr
Kulturdezernent Wolfgang Dersch stellte im Degginger den Kreativen seine Pläne vor. Foto: Simon Gehr

Regensburg.Der neue Kulturreferent Regensburgs, Wolfgang Dersch, nutzte den Abend, um sich und seine Vorstellungen in Bezug auf das eben übernommene Amt der Gemeinde der Kreativen vorzustellen. Die erschien zahlreich zum Netzwerkdienstag im Degginger. Das volle Haus belegte, dass man hier neugierig ist auf den neuen Mann.

Degginger-Chef Sebastian Knopp servierte zusammen mit Clemens Rudolph vom Forum Kreativwirtschaft ein abwechslungsreiches Mahl. Der Regisseur und Autor von „Drudenherz“, Hubertus Hinse, war die Vorspeise. Zwei informative Häppchen zum Schluss: Johannes Scholz vom Maschinenbauer Krones, der in Persona den Beruf eines Innovativmanagers vorstellte und Richard Jaimes aus dem Netzwerk „Futures Space“, der Umzug und Neuausrichtung der Buchhandlung Bücherwurm begleitete.

Wechsel

Kulturchef: Neugierig auf die Domstadt

In Regensburg geht noch mehr – da ist sich der designierte Kulturchef sicher. Wir haben mit ihm über seine Pläne gesprochen.

Neuer Referent stellt sich vor

Der Hauptgang bestand aber aus einem Interview, das Clemens Rudolph mit dem Kulturreferenten führte. Dersch, ausgebildeter Diplommusiklehrer, präsentierte sich im Degginger als einer unter Gleichen: „Ich sehe mich schon noch als Künstler – das erdet einen.“ Dabei war er sich der Erwartungen im Publikum bewusst. Schließlich verwaltet sein Ressort „den finanziellen Dünger“, den die städtische Kultur zum gedeihen braucht. „Kleine Pflänzchen“ dürfe man nicht vergessen. Und zwischen Kunst und Kreativwirtschaft müsse ein Gleichgewicht herrschen.

Ausblick

  • Besetzung:

    Sieben Kandidaten hätten bereits fest zugesagt. Welche dies sind, wollte er noch nicht bekannt geben.

Dabei sah er in Regensburg noch ein anderes, zentrales Problem: Künstler wanderten ab, weil sie keine Räume fänden. Bei Wohnen, Gewerbe, Dienstleistungen sollte von Anfang an die Kultur auch mit gepflegt werden. Darum habe heute die erste gemeinsame Sitzung von Bau- und Kulturausschuss stattgefunden. Mit „ja, ich bin mutig“ sprach er eine Einladung zum Gespräch an Künstler und Kreative aus, um die Rahmenbedingungen auszuloten, unter denen Kultur in Regensburg stattfindet. Bei der, wie Dersch es eingangs formulierte, „sehr, sehr bunten“ Landschaft werden dabei wohl auch disparate Standpunkte aufeinandertreffen.

Oberpfälzer Dämonen-Film

Vor Dersch sorgten Oberpfälzer Dämonen im Film-Trailer zu „Drudenherz“ für die angemessene Dramatik. Autor Hubertus Hinse durfte für den 8. Dezember seine Premiere im Garbo Kino ankündigen. Der im Anschluss geschilderte Weg der Vermarktung einer Idee war dabei durchaus amüsant: Der bereits erschienene Text ist nicht die Vorlage, sondern das Buch zum Film. Als Hinse das Drehbuch-Skript angeboten habe, sei die überraschende Antwort gewesen: „Wann können wir den Roman lesen?“

Erst nachdem das Buch im Laden angekommen war, wurde aus dem Autor Hinse endlich der Regisseur. Zwei Jahre ist das her. „Wunderschön“ sei der Dreh auf den Oberpfälzer Burgen gewesen. Die schwierigen Lichtverhältnisse wurden dabei am Computer zeitaufwendig nachgearbeitet. Bei diesem Projekt habe er gelernt, „auch mal Sachen abzugeben“. So wurde aus dem einsamen Künstler ein Netzwerker.

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