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Fasching

Regensburger Narren stürmen Rathaus

Pünktlich am 11.11. um 11.11 Uhr startete die fünfte Jahreszeit. Die Bürgermeisterin feierte mit Narragonia und Lusticania.
Von Daniel Steffen

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer begrüßte im Alten Rathaus die Neuen Hoheiten der Narragonia und der Lusticania.  Foto: Steffen
Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer begrüßte im Alten Rathaus die Neuen Hoheiten der Narragonia und der Lusticania. Foto: Steffen

Regensburg.„Radi, Radi“ und „Lusticania olè“ hieß es im Kurfürstenzimmer des Alten Rathauses. Die Karnevalsgesellschaft Narragonia und die Faschingsgesellschaft Lusticania übernahmen symbolisch die Regentschaft über die Stadt und läuteten pünktlich am 11.11. um 11 Uhr die „Fünfte Jahreszeit“ ein. Wie es Brauch ist, empfing Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer die beiden Vereine im wohl schmucksten Zimmer der Stadt – und im Anschluss an die Prinzenpaar-Vorstellung legten die Hoheiten ihren ersten Prinzenwalzer auf das Parkett.

Nachdem die Lusticania ihre Prinzenpaare bereits vor einer Woche vorgestellt hatte, lüftete nun die Narragonia das Geheimnis um ihre neuen Regenten. Prinzessin Nathalie I. (Nathalie Michl, 20 Jahre) und Prinz Fabian I. (Fabian Frey, 22 Jahre) haben nun die Ehre, die Narragonia eine Session lang als Prinzenpaar zu vertreten. Das Kinderprinzenpaar bilden Annika I. (Annika Pirzer, 11 Jahre) und Dominik I. (Dominik Oberndorfer, 11 Jahre). Dass sich die Hoheiten nicht nur dem Frohsinn widmen, sondern sich auch Gedanken um die Gesellschaft machen, wurde bei den beiden Prinzenpaarreden deutlich.

Narragonen denken an Zukunft

„Ein Jeder ist bei uns gern gesehn, wir werden stets zu jedem unseren Narragonen stehn. Egal aus welcher Nation – ob arm oder reich, für uns sind alle Menschen am Ende gleich“, gab der Kinderprinz zu verstehen. „An unsere Natur wurde lange nicht gedacht, und so mancher Frevel an ihr gemacht. Die Natur nicht zu beachten und stets nur nach Gewinn und Luxus zu trachten, das darf so nicht weitergehn, dafür sollten wir alle stehn“, sagte Prinz Fabian I.

Auch verstand er es, seine holde Dame zu ehren: „Habe ich doch eine Schönheit an meiner Seite, die mich durch die Session begleite. Prinzessin Nathalie stelle ich hiermit vor, in deren Augen ich mich bereits verlor“, sagte der junge Regent charmant. Diese Worte blieben freilich nicht unerwidert: „Der Mann, der im Job an Motorrädern schraubt, hat mir immer wieder den Atem geraubt. Mit Charakter, Herz und seiner Art, der nicht an Freundlichkeit spart, habe ich besonders Glück und vom Himmel schon jetzt ein großes Stück“, sagte Prinzessin Nathalie I. Die 20-jährige Gebelkoferin ist Kinderpflegerin und singt und tanzt für ihr Leben gern.

Angetan von den ausgefeilten Reden wünschte die Bürgermeisterin den Faschingstreibenden eine erfolgreiche Session. Gerade jetzt, in der dunkleren Zeit, sei es gut, Menschen mit Frohsinn zu begegnen, sagte Maltz-Schwarzfischer und fügte hinzu: „Es ist ja nicht selbstverständlich in Regensburg, dass man überall lacht und fröhlich ist.“

Aiwanger erhält Radi-Orden

Narragonia-Präsident Erich Lichtl lüftete zwei Geheimnisse vorab: So gehe der Radi-Orden in dieser Session an Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger – und mit dem „Orden vom Goldenen Durchblick“ wird Unternehmerin Regine Sixt bedacht.

Die Lusticania feiert bereits am kommenenden Wochenende ihre erste große Veranstaltung. So freuen sich Prinzessin Stefanie II. (Stefanie Kumpfmüller) und Prinz Hans II. (Hans Wittek) sowie das Kinderprinzenpaar Prinzessin Sonja (Sonja Endter) und Prinz Ben (Ben Roscher) schon auf die die Gäste im Kolpinghaus, wenn am 16. November ab 20 Uhr der Inthronisationsball stattfindet. Neben den Prinzenpaaren, den Garden und Showtänzern will auch die „Band auf Zack“ dem Publikum einheizen.

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