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Kommunalwahl

Regensburger Piraten knacken das Quorum

Die Partei ist erstmals mit der Oberbürgermeisterkandidatin Tina Lorenz und einer Stadtratsliste zu den Kommunalwahlen zugelassen.
Von Heike Haala

Die Piraten treten zu den Wahlen an. Foto: Lex

Regensburg.Am Sonntagnachmittag hatte das Zittern für die Regensburger Piraten ein Ende. Jürgen Cieslik, der Vorsitzende des Regensburger Kreisverbands der Piraten, bestätigte im MZ-Gespräch, was die ersten Parteianhänger am frühen Sonntagnachmittag standesgemäß auf der Online-Plattform Twitter verkündeten: Die Piraten sind am 16. März erstmals in Regensburg zu den Kommunalwahlen zugelassen. Mit einer Stadtratsliste, auf der 21 Kandidaten stehen, und der Oberbürgermeisterkandidatin Tina Lorenz treten sie an.

Dass das möglich ist, dafür sorgten die Regensburger seit Mitte Dezember mit ihren Unterschriften in den Bürgerbüros. 385 Unterschriften waren sowohl für die Stadtratsliste als auch für die Oberbürgermeisterkandidatin gefordert. Am Sonntagnachmittag erreichte Cieslik eine Mail des Wahlamts der Stadt, in der stand, dass für die Stadtratsliste 395 und für die OB-Kandidatin 392 Regensburger ihre Unterschrift gegeben hatten.

Dabei hatte es lange nicht so ausgesehen, als ob die Piraten es schaffen würden, die notwendigen Unterschriften zu bekommen. Ende Dezember hatten gerade einmal 27 Bürger in den Bürgerbüros unterschrieben. Es war eine Punktlandung, die die Partei damit hingelegt hat: Bis Montagmittag, 12 Uhr, hätten sie noch Zeit gehabt, Unterschriften zu sammeln.

Nach der Mail des Wahlamts machte sich am Sonntag euphorische Stimmung in der Partei breit, sagte Cieslik. „Es ist vollbracht“, meldete einer seiner Parteiangehörigen auf Twitter, ein anderer bedankte sich bei den Regensburgern für ihre Unterschrift.

Was den Piraten jetzt ins Haus steht, ist ein verkürzter Wahlkampf. Am Montag wollen sie aber erst einmal ihren Etappensieg feiern. „Und zur Sicherheit noch ein paar Unterschriften sammeln, nicht, dass sich noch Änderungen ergeben“, sagt Cieslik. Am Dienstag will er den Wahlkampf planen, der soll am Mittwoch beschlossen und am Donnerstag begonnen werden.

Die meisten Unterschriften sammelten die Piraten laut Cieslik in der Stadtmitte. Auch aus den Bürgerbüros Nord und Burgweinting kamen einige Unterschriften zusammen, während an der Zulassungsstelle niemand für die Piraten unterschrieb.

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