MyMz
Anzeige

Musik

Regensburger singen für Abba

Bei dem Musical wurde die Geschichte der Band erzählt. Sänger aus der Domstadt standen für „I have a dream“ auf der Bühne.
Von Laura Lindner

Agnetha und Anni-Frid begeisterten zusammen mit Björn und Benny die Zuschauer der Musical-Show „Thank you for the music“. Foto: Lindner
Agnetha und Anni-Frid begeisterten zusammen mit Björn und Benny die Zuschauer der Musical-Show „Thank you for the music“. Foto: Lindner

Regensburg.Bis heute hat die schwedische Kultband ABBA ihre Anziehungskraft nicht verloren. Auch wenn das Quartett seit seiner Auflösung im Jahr 1982 nicht mehr auf der Bühne steht, können sich Fans dennoch immer wieder der Illusion der Wiederauferstehung von Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid hingeben. Zum Beispiel am Dienstagabend im Regensburger Audimax: Dort tauchten die Zuschauer mit der ABBA-Story als Musical „Thank you for the music“ noch einmal in die Partyzeit der 1970er-Jahre ein.

Regensburger Chor singt mit

Mit von der Partie war der Regensburger Chor „1st Floor Jazz Chor“ der Musikschule der Privaten Musiklehrer Institute Ostbayern. Den Chor kennt man sonst von Auftritten auf dem Regensburger Bürgerfest oder dem Christkindlmarkt. Die 17 Sänger und ihr Leiter Thomas A. Gruber saßen aber auch diesmal nicht auf den Zuschauerplätzen: Sie waren Teil des Programms. Bei der Darbietung von „I have a dream“ stand der Chor mit auf der Bühne und performte gemeinsam mit den vier Hauptdarstellern der Show.

Gruber, der den Chor bereits seit 18 Jahren leitet, zeigte sich stolz: „In dieser Größenordnung treten wir sonst nicht auf. Das ist etwas ganz Besonderes.“ Für die Mitglieder sei es schön, auch einmal das Treiben hinter der Bühne einer professionellen Show-Produktion, im Backstagebereich, miterleben zu dürfen.

Mehr Bilder von der Show sehen Sie hier:

Abba-Musical in Regensburg

Nach einem Aufruf in unserer Zeitung hatte sich Gruber spontan mit seinen Sängern beim Konzertbüro Oliver Forster in Passau beworben und prompt die Zusage erhalten. Weil die Bewerbungsphase erst so kurz vor dem Showabend zu Ende gegangen war, war dem Chor aber nicht viel Zeit geblieben, seinen Auftritt zu proben. „Bei meinen Sängern standen zwischen Vorfreude und Spannung ganz viele Fragezeichen“, sagte der Leiter. Dass die Vorfreude überwiege, war für ihn jedoch völlig klar. „Wir waren fast vollzählig“, freute sich Gruber.

Der Chor überzeugte bei seinem Auftritt im Audimax. Die Zuschauer honorierten den Auftritt mit tosendem Applaus.

Unter den Gästen der Show waren zahlreiche eingefleischte ABBA-Fans, die während des Musicals bei Dauerbrennern wie „Mamma Mia“, „Fernando“, „Take a Chance On Me“ oder „Money, Money, Money“ mitsangen, klatschten und tanzten. Eine Frau brachte sogar ein Shirt mit den Original-Unterschriften des Quartetts mit. Moderator Uwe Hübner, den viele Gäste noch von der „Hitparade“ kennen, führte durch den Abend. Er sorgte für Stimmung und bezog auch das Publikum mit ein. Unter anderem wurde bei dem Musical auch die Geschichte der Band und der vier Stars nacherzählt.

Von Waterloo bis Mamma Mia

1974 hatte ABBA mit dem Song „Waterloo“ den Eurovision Song Contest gewonnen. „Das war der Start einer unglaublichen Karriere“, erklärte Moderator Uwe Hübner. Nach einer längeren erfolglosen Phase hatte die Band mit „Mamma Mia“ dann wieder international den ersten Platz der Single-Charts belegt. Bis heute ist ABBA eine der erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte. Die große Popularität der Gruppe führte in Australien und Großbritannien zur Abbamania bzw. zum „ABBA-Fieber“.

Doch auch kleinere Anekdoten kamen bei der Show nicht zu kurz. So erzählte Hübner den Zuschauern, wie es zu dem umgedrehten B im Logo von ABBA kam. Verantwortlich dafür sei schlicht ein Versehen bei einem Fotoshooting gewesen, bei dem das B falsch aufgestellt worden sei. Der Moderator berichtete außerdem, dass die beiden Männer in der Band trotz der Komposition von zahlreichen Welthits keine Noten lesen konnten. „Die beiden setzten darauf, dass ihnen die Melodien im Kopf blieben“, sagt Hübner. Erst danach hätten sie die Texte dazu geschrieben. Diese Geschichten aus der Vergangenheit verbanden die Darsteller mit den dazu passenden Hits. So kam auch Darstellerin Olivia Newton-John einige Male auf die Bühne, da sie der Band während ihrer Karriere immer wieder begegnet war und sie ein gemeinsames musikalisches Projekt geteilt haben.

Mehr Nachrichten aus Regensburg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht