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Klimaschutz

Regensburger sparen deutlich Energie

Im Jahresbericht der Energieagentur überwiegen positive Entwicklungen. Bürgermeister Huber äußerte sich aber auch skeptisch.
Von Daniel Steffen

Der Stromverbrauch der Regensburger hat sich laut Angaben der Stadt positiv entwickelt.  Foto: Hastra / dpa
Der Stromverbrauch der Regensburger hat sich laut Angaben der Stadt positiv entwickelt. Foto: Hastra / dpa

Regensburg.Unter dem Strich verbraucht jeder Einwohner der Domstadt sieben Prozent weniger Energie als noch vor sechs Jahren. Zu diesem Fazit kam die Energieagentur Regensburg im nun veröffentlichten Monitoringbericht des städtischen Energie- und Klimaschutzmanagements. Lag der Wert Ende 2012 noch bei 25 900 Kilowattstunden, so sank dieser binnen sechs Jahren auf 24 200 Kilowattstunden.

Obwohl die Stadt in diesem Zeitraum von 153 800 auf 166 500 Einwohner anwuchs, veränderte sich der Gesamtverbrauch kaum merklich und lag Ende 2018 bei rund vier Millionen Megawattstunden, so die Feststellung. Laut Bürgermeister Jürgen Huber ist Regensburg da auf dem richtigen Weg. Schließlich fühle man sich als Kommune den Zielen des Pariser Klimaabkommens verpflichtet, betonte Huber im Rahmen eines Mediengesprächs.

Weniger Treibhausgase als 2012

Im genannten Zeitraum reduzierten sich nach den Angaben der Energieagentur auch die Treibhausgasemissionen – und zwar um neun Prozent: Wurden Ende 2012 in Regensburg noch 1,54 Millionen Tonnen Treibhausgase in die Luft geblasen, waren es Ende 2018 knapp 1,39 Millionen Tonnen. Auf die einzelnen Einwohner herunter gerechnet entspricht dies einer Pro-Kopf-Emission von 8,4 Tonnen.

Die „größten Kuchen“ beim Energieverbrauch, so betonten Huber und Energieagentur-Leiter Ludwig Friedl, seien bei der Wirtschaft und dem Wärmeverbrauch auszumachen. Da Wärme häufig dezentral erzeugt werde, lasse sich in puncto CO-Einsparung „noch viel machen“, sagte Huber. Der Umstieg von fossilen Energieträgern wie Heizöl und Erdgas auf erneuerbare Energieträger wie solare Anlagen, Pellets und Wärmepumpen sei hierbei ebenso entscheidend wie energetische Gebäudesanierungen. Bemerkbar gemacht hat sich die CO-Einsparung besonders beim Strom: Die städtischen Liegenschaften (wie Behörden und Schulen) zum Beispiel konnten ihre CO-Emissionen auf null senken, weil sie seit 2014 Ökostrom beziehen. So verblieben dort – laut Huber – lediglich jene CO-Emissionen, die bei der Wärmeerzeugung entstehen.

Huber ist allerdings nicht mit allen Bereichen der Umsetzung der Klimaziele zufrieden. Beim Anteil der erneuerbaren Energien von 6,9 Prozent (Stand: Ende 2018) sei noch viel Luft nach oben. Gerade der Photovoltaik-Anteil müsse noch „deutlich steigen“, merkte er an und erinnerte an die Maßgabe der Stadt, binnen 30 Jahren den Anteil der erneuerbaren Energien auf 100 Prozent zu erhöhen. Ob dies im genannten Zeitraum gelinge, da sei er eher skeptisch.

Huber lobt Energieagentur

Mit der Arbeit der Energieagentur, die das städtische Energie- und Klimamanagement der Stadt leitet, ist Huber „sehr zufrieden“. So werde das (von der Energieagentur initiierte) kommunale Förderprogramm „Regensburg effizient“ sehr gut angenommen, bilanzierte er. Dies zeige sich auch an der stark steigenden Anzahl an Förderungen.

Das Programm unterstützt Bürger und Unternehmen bei ihrer „persönlichen Energiewende“ – ob nun bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen oder beim Austausch von Haushaltsgeräten. Im Zeitraum von 2016 bis Ende 2018, so geht aus dem Monitoringbericht hervor, hatten schon mehr als 1000 Regensburger eine Förderung in Anspruch genommen. Für die 1274 Förderfälle stellte die Stadt Mittel in Höhe von 650 000 Euro zur Verfügung.

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